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9. November 2008, 12:45 Uhr
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Warum habt ihr uns um unser Geld gebracht?

Die Finanzkrise bringt es an den Tag: Viele Sparer verlieren Geld, weil sie falsch beraten wurden. Dahinter steckt Methode. Im stern beschreiben Bankmitarbeiter ein System, das viele von ihnen krank macht und den Anlegern schadet. Von Nikola Sellmair und Massimo Bognanni

Aussteiger: Ex-Investmentbanker Rolf Gruber© Andreas Endemann

Er wünschte sich, es ginge ohne die Pillen. Aber nur sie geben ihm dieses "Scheißegal-Gefühl". Seine Kunden wissen nicht, dass ihnen ein Gedopter gegenübersitzt: einer, dessen Selbstwertgefühl ohne die Psychopharmaka im Keller wäre. Der sich schämt, weil er ihnen seriös lächelnd teure Produkte verkauft, die sie nicht brauchen. Der sich vor den Montagen und den Freitagen fürchtet, an denen die Teamgespräche stattfinden und der Chef die schlechtesten Verkäufer bloßstellt. Erst seit ein paar Wochen hofft Tim Weiß* wieder: seit die Finanzkrise seine Branche in den Abgrund gerissen hat. "Diese Krise", sagt er, "ist unsere letzte Chance." Er meint damit: die letzte Chance für Bankberater, die wirklich beraten wollen. Für solche wie ihn.

* Namen von der Redaktion geändert

Wenn Tim Weiß und seine Kollegen die Berichte über unfähige Berater sehen, dann sitzen sie "mit geballten Fäusten vor dem Fernseher". Vergangene Woche stürmten brave Angestellte, Hausfrauen und Rentner mit Transparenten in eine Filiale der Citibank in Köln. Allen waren Zertifikate der US-Bank Lehman Brothers verkauft worden. "Sag mir, wo meine Groschen sind. Gab's der Citibank - ich Rind", sangen sie. Für viele war es ihre erste Demo. Verunsicherte Anleger stehen Schlange in Verbraucherzentralen und hören unangenehme Wahrheiten. Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, sagt: "Schätzungen zufolge kosten Fehlberatungen deutsche Sparer die Hälfte ihrer Rendite, insgesamt rund 90 Milliarden Euro pro Jahr."

Unerträglicher Druck

Die Wenigsten, die jetzt Sturm laufen, wissen, was in ihren Beratern vorgeht. Anja Meissner*, Beraterin bei der Hypo-Vereinsbank, ist vor einer Kundin in Tränen ausgebrochen: "Sie ahnen doch gar nicht, unter welchem Druck ich stehe. Sie wissen nicht, dass der Filialleiter mich täglich zum Rapport ruft", brach es aus ihr heraus.

Der stern hat in den vergangenen Wochen nicht nur mit enttäuschten Bankkunden, sondern auch mit vielen Beratern gesprochen. Kaum ein eiskalter Abzocker war dabei. Sondern viele Getriebene, die darunter leiden, dass sie beiden nicht gerecht werden können: ihrem Arbeitgeber und ihren Kunden. Die meisten waren froh, über ihre Situation reden zu können. Gleichzeitig hatten sie große Angst, erkannt zu werden. Sie zeichnen das Bild eines kranken Systems, das nicht nur den Sparern schadet, sondern auch den Beratern. Nicht nur Tim Weiß, Kundenbetreuer bei der Dresdner Bank, nimmt Psychopharmaka, auch viele seiner Kollegen berichten von seelischen Problemen. Studien der Krankenkassen DAK und AOK bestätigen: Seit 1995 nahmen psychische Erkrankungen bei Bankmitarbeitern um bis zu 70 Prozent zu. Bei Hans-Peter Unger, Leiter der Psychiatrie der Asklepios Klinik Harburg, sind die meisten Patienten entweder Ärzte oder Banker. "Ängste und Depressionen finden wir neuerdings vor allem in den Berufen, die früher Status und Sicherheit geboten haben", sagt Unger.

Kai Lohse* wollte nach dem Abitur eine Lehre machen. Seine Eltern legten ihm Broschüren von Versicherungen und Banken hin. Er hat sich damals ganz bewusst gegen die Versicherung entschieden und für die Bank. Weil Versicherungspolicen zu verkloppen ihm ein bisschen schmuddelig schien und Bankberatung noch diesen Nimbus hatte: sicher, seriös, sauber. 1985 war das.

Provisionen winken überall

In den vergangenen Jahren ist Kai Lohse dann doch noch zum Versicherungsvertreter geworden, gegen seinen Willen. Seit die Allianz 2001 die Dresdner Bank übernahm, soll der Wertpapierspezialist den Kunden nicht nur Aktien, sondern auch Policen verkaufen: "Wir nutzen unseren guten Draht zum Kunden und wärmen die an. Aber mittlerweile sind die ausgelutscht, die haben jetzt jede Versicherung, die man sich ausdenken kann."

Der Druck, genug zu verkaufen, seien es nun Versicherungen oder Aktienfonds, ist in fast allen großen deutschen Instituten enorm. In einem bundesweiten Wettbewerb treten die Filialen gegeneinander an. Es zählt: die Provision. Provisionen stecken, mehr oder minder verborgen, in fast jedem Angebot, vom Bausparvertrag über die Riester-Versicherung bis zu Investmentfonds- Sparplänen.

"Auch wenn ich manche Produkte nicht gut finde - ich muss versuchen mitzuschwimmen", sagt Kai Lohse. Werden etwa bestimmte Fonds neu aufgelegt und in anderen Filialen gut verkauft, gerate sein Team unter Zugzwang. Ein beliebtes Mittel, um den Umsatz zu steigern, sei, den Kunden immer neue Produkte zu verkaufen, Fonds und Zertifikate durchzutauschen, auch wenn die alten Werte im Depot noch vielversprechend sind. Denn bei jedem Neukauf von Wertpapieren kassiert die Bank Provision. "Hin und her, Taschen leer", heißt dieses System in der Branche. Kai Lohse sagt, er habe gegenüber einigen Kunden ein schlechtes Gewissen. "Aber wenn man am Nachmittag sieht, dass man seine Ziele nicht erfüllt hat, gibt man seinem Gewissen einen Schubs und ruft den Kunden an, von dem man weiß, der lässt einen machen." Sein Kollege Tim Weiß drückt es so aus: "Der Kunde ist nur Erfüllungsgehilfe bei der Erreichung von Zielen. Dem soll ich Hasenkötel als Kaffeebohnen verkaufen."

Die Kunst des Zuhörens

Alle unabhängigen Tests der vergangenen Jahre zeigen: Viele sogenannte Beratungen sind nur kurze Verkaufsgespräche. Eine aktuelle Studie des Lehrstuhls für Finanzwirtschaft der Universität Bamberg zieht das Fazit: Die Berater von Sparkassen und Banken nehmen sich zu wenig Zeit für den Kunden, klären zu wenig über Risiken auf, und nur zehn Prozent ihrer Empfehlungen passen zu den Wünschen und der Lebenssituation der Kunden. Auch vorsichtigen Anlegern werden oftmals riskante Papiere empfohlen. Das ist fatal, denn die Verantwortung der Banken ist gewachsen. Wenn die gesetzliche Rente nicht mehr ausreicht, muss jeder selbst mehr vorsorgen.

Roswitha und Karl-Heinz Langenkämper aus Bottrop wollten genau das: fürs Alter sparen. Seit mehr als 30 Jahren sind sie Kunden bei der Dresdner Bank. Der 63-jährige Karl-Heinz Langenkämper leidet an multipler Sklerose und sitzt im Rollstuhl. Im Risikoprofil des Ehepaars bei der Bank steht: "Risikobereitschaft: niedrig. Anlagehorizont: 1-5 Jahre. Empfohlener Aktienanteil: 15 Prozent." Doch beim Punkt "aktueller Aktienanteil" findet sich eine ganz andere Zahl: 88,9 Prozent. Ein unglaublich hoher Wert, den ein seriöser Berater niemals empfehlen würde, schon gar nicht Rentnern. Zumal es sich bei den Aktienfonds und Zertifikaten im Depot der Langenkämpers um hochspekulative Papiere handelt, alles Produkte, die der Bank hohe Provisionen einbrachten. Investiert wurde in Aktien, weltweit schürfende Minenfirmen, Währungen, Edelmetalle und Warentermingeschäfte.

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Ausgabe 45/2008

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KOMMENTARE (10 von 28)
 
Eisenbaer (11.11.2008, 10:45 Uhr)
Was erwarte ich eigentlich von einem "Verkaufs-Berater"...
...eines Unternehmens: eine loyale Haltung gegenüber mir dem Kunden oder nicht eher die loyale Haltung gegenüber seinem Unternehmen, von dem dieser seinen Lebensunterhalt bezieht?

Diese Frage kann sich jeder leicht selbst beantworten, der bei irgendeiner Firma angestellt ist und nicht in die Firma des Kunden zu wechseln beabsichtigt.

Warum vermeinen aber so viele Mitbürger, dass es gerade bei den Banken und Versicherungen ganz anders sein sollte??????

Die gleichen leute, die im Schlußverkauf stundenlang an den Wühltischen kämpfen legen bei der eigenen finanziellen Vorsorge plötzlich eine Raffzahnmentalität an den Tag, dass sie einfach zum Opfer werden lassen muss. Denn mit dem gleichen Enthusiasmus, mit der sie nach Rabatt-Prozenten geifern, gieren sie auch nach Prozenten bei ihren Geldanlagen.

Klar, darauf angesprochen wollen die meisten nur ein solides Sparbuch. Leider nur haben sie Ansprüche an ein solches, die sich mit dieser Anlageform in keinster Weise aber realisieren lassen. Denn "Sparbuch" bedeutet immer noch: Rendite kaum über dem Inflationswert, wobei es nicht einmal sicher ist, dass die eigenen Anlagebeträge nach vielen Jahren Sparens noch den Wert haben, den sie zu ihrer Anlagezeit besaßen.

Ich kenne einige Leute, die einzig aus der z.T. selbstgeschürten Angst heraus, dass Ihr Sparbuch eines Tages "nichts mehr wert sein könnte" in halsbrecherische Finanzkonstrukte geflüchtet sind und jetzt mehr oder weniger vor dem Nichts stehen. Auch weil sie schlicht weghörten, dass sie nicht alle ihre Ersparnisse in diese Anlageform stecken sollten, sondern nur max. 20%-25%. Aber sie konnten schlicht gesagt die eigene Gier nicht zügeln... und haben nun den Salat.
GudrunHelga (11.11.2008, 10:39 Uhr)
Eigeninteresse
Der Beitrag ist sehr informativ. Insbesondere die Vertriebsstrukturen, die dem Außenstehenden normalerweise verborgen bleiben, werden erhellt.
Übrigens fand ich einen Beitrag, worin ersichtlich wird, dass die Citigroup die größte Gläubigerin von Lehman Brothers ist (vgl.http://www.bank-undkapitalmarkt.undrecht.info/Pleite_bei_Lehman_Brothers.html).
susolgi2004 (10.11.2008, 21:10 Uhr)
EXAKT!!!
Genau so, wie hier beschrieben, genau so ist die Realität.
Ich bin selber Bankkauffrau, und um ehrlich zu sein, habe ich schon sehr, sehr lange auf diesen Boomerangeffekt, wie ich ihn immer genannt habe, gehofft. Jetzt endlich ist die Diskussion ausgebrochen "dank" dieser furchtbaren Finanzkrise.
Ich finde es einfach ein Unding, wenn einem wirklich fähigen Berater, zwar nicht im direkten Wort aber zwischen den Zeilen sehr gut verständlich erklärt wird, wenn nicht in ausreichender Weise ein bestimmtes Produkt von ihm verkauft wird, dass dann sein Job auf dem Spiel steht. Wie soll man denn so mit freiem Kopf seiner BERATER- Tätigkeit nachgehen und kundenorientiert verkaufen??? Der Druck von oben ist unerträglich, die "kleinen" Berater bekommen Druck von ihren Vorgesetzten, die wiederum von den entsprechenden Gebietsleitern, und denen stehen die Regionalleiter wieder auf den Füßen. So zieht sich das bis oben hin durch... Und ganz oben stehen die, die so fern vom Tagesgeschäft in den Filialen der Banken entfernt sind, dass ihnen womöglich gar nicht klar ist, wie unerträglich die Situation "ganz unten" ist.
Es ist eine einzige Stress und Druck-Vertriebs-Pyramide. Und das ist- mit Verlaub gesagt, zum Kotzen!!! All das Beschriebene hat nichts damit zu tun, dass man einem normalen Alltags-Arbeits-Stress nicht gewachsen wäre, hier geht es um Psycho-Stress, der auf einen ausgeübt wird. Ich hoffe so sehr, dass sich endlich etwas ändert und die Bank-Berater wieder mit erhobenen Köpfen ihrem eigentlichen Beruf nachgehen können- Beraten und Bankprodukte wirklich entsprechend der Bedürfnisse und Vorstellungen der Kunden an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.
SABATA (10.11.2008, 16:35 Uhr)
Berater und Verantwortliche
Mal Realistisch ! Jeder der Geld hat um Anzulegen sollte sich doch auch selber
Informieren welche Anlage OK ist .
Nun Alles den Beratern und Banken sowie Versicherungen in die Schuhe zu schieben ist doch Billig .
Außerdem , die Politik und Aufsichtsbehörden , Vorstände haben doch seit Jahrzehnten die Verantwortung über Alles und werden Hoch bezahlt , frage ich mich wofür ?
Medley (09.11.2008, 19:31 Uhr)
Leben Sie. Wir ruinieren ihre Existenz
@Eboz
Die Langenkämpers wollten doch keine hohe Rendite, sondern eine sichere, risikolose Anlage. Ist im Artikel schwarz auf weiß nachzulesen.
@anjothe
Soso, sie glauben also kein Wort von dem was im Artikel steht...Dann lesen sie mal das:
"Praktiken der Bankberater
„Ich habe Sie betrogen“
von Melanie Bergermann, Wirtschaftwoche
In vielen Filialen deutscher Banken herrschen Zustände wie in einer Drückerkolonne. Jetzt packen Bankberater aus: Wie sie Kunden belügen, weil sie dem Vertriebsdruck, den Drohungen und Demütigungen ihrer Vorgesetzten nicht mehr gewachsen sind. Sie sind Opfer und Täter zugleich. Der Report über ein Tabuthema..............."
Link zum Artikel: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/ich-habe-sie-betrogen;1389647
leboz (09.11.2008, 16:58 Uhr)
auch für Langenkämpers
gilt der Satz "Trau, schau, wem". Das ist doch im übrigen bekannt. Wenn man eine hohe Rendite haben will, muß man ein hohes Risiko in Kauf nehmen.
makira (09.11.2008, 16:22 Uhr)
Einfluss
Solange die Banken sagen wo es lang geht, wird sich nichts daran ändern. Wenn man die Kapitalerträge genauso mit Steuern und Abgaben belegen würde, könnte der Staat in Geld schwimmen.
acitapple (09.11.2008, 15:06 Uhr)
erst besser machen...
dann über die bösen banker motzen. bei mir sitzen einige von denen, die sich von der front zurückgezogen haben, eben aus den genannten gründen. leider macht nicht jeder finanzberater den beruf nur aus spaß, ist also auf sein gehalt angewiesen um z.b. eine familie zu ernähren. schon mal daran gedacht, daß es nicht gerade einfach ist in so einer situation eine umschulung zu machen ?? oder daran, daß die leute bei der berufswahl keinen blassen schimmer davon hatten, wo sie da hineingeraten ? da läßt sich schön einfach motzen und alle über einen kamm scheren. hey, ich hab ne tolle idee: stellen wir einfach alle bankmitarbeiter an die wand ! sollte doch kein problem sein, oder ?
und wenn wir schon dabei sind schauen wir uns mal die anderen branchen an, die man genauso einfach handhaben kann: versicherer, bauunternehmer, alle möglichen handwerker, politiker, beamte, journalisten, lebensmittelfabrikanten...usw.
sekretariat (09.11.2008, 15:04 Uhr)
Selbsterkenntnis?
Liebe Banker, konstruktive Selbstkrititk würde glaube ich auch eine Analyse der eigenen Position umfassen. Fragen wie: Warum finde ich meinen Beruf trotzdem so gut? Sollte man sich doch auch stellen. Hat den ein oder anderen vielleich doch das Geld, das Prestige und die Karrieregeilheit in diese Position gebraucht? Die kollektive Opferrolle nehme ich da keinem ab.
Knaatschie (09.11.2008, 14:50 Uhr)
so läuft es in den Banken
Als ehemaliger Vermögensberater kann ich dem Artikel nur zustimmen.
Fakt ist, die Zinsmarge (Zinsertrag aus Geldanlage und Geldverleihung) geht bei den Banken kontinuierlich seit Jahren zurück. Da jede Bank aber Gewinn machen will bzw. muss, müssen die Erträge über die Provisionen fliessen.
Wer schon mal was vom Magischen Dreieck der Geldanlage was gehört hat, der weiss, dass man höhere Erträge entweder über eine längere Laufzeit oder über höhere Risiken erzielen kann. Da aber kaum ein Anleger langfristig anlegen möchte, bleibt nur der andere Weg übrig.
...und bevor das Geld das Haus verlässt...
Was im Einzelhandel geiz ist geil ist, trifft abgewandelt auch auf die Banken und deren Kunden zu.
Und zu einigen Kommentaren gegen die Bänker möchte ich nur folgendes sagen : Die Berater an der Front sind die ärmsten Schweine. Die bekommen einerseits von den Kunden auf die Fresse, weshalb die Konditionen schlechter sind wie bei der Direktbank und auf der anderen Seite müssen Sie sich andauernd rechtfertigen, warum sie diesen oder jenen Schrott noch nicht verkauft haben.
Dieser Verkaufsdruck hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die meisten Berater waren viele Jahre auch als tatsächlich objektive und faire Berater zugunsten der Kunden tätig. Es wurde Wert auf eine langfristige und gute Vertauensbasis gelegt. Diese Berater sind nicht mehr erwünscht. Man benötigt Verkäufer, weil nur noch der kurzfristige Erfolg fehlt. Der Kunde ist egal.
Ich hörte von Beratern einer Großbank, dass am Jahresende 3% des Kundenvolumens als Ertrag bei der Bank sein muss. Die Rendite am Kapitalmarkt hat das nichr hergegeben.
Ich bin zwar immer noch als Bänker tätig, aber mittlerweile im Innenbetrieb. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich den Laden schon verlassen - aber als alleiniger Geldverdiener mit minderjährigen Kinder und abzuzahlendem Haus fällt dieser Schritt ab 40 Jahren nicht leicht.
Glauben Sie mir, die meisten Bänker würden gerne richtig beraten, man lässt sie aber nicht !!!
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