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Zinsrückgang erspart Deutschland 120 Milliarden Euro

Niedrige Zinsausgaben und eine günstige Einnahmeentwicklung haben dazu geführt, dass Deutschland seit Beginn der Finanzkrise eine Milliarden-Summe eingespart hat - allein 37 Milliarden Euro in 2013.

  Finazminister Wolfgang Schäuble warnt vor Verwerfungen in der Weltwirtschaft infolge zu hoher Liquidität aufgrund niedriger Zinsen

Finazminister Wolfgang Schäuble warnt vor Verwerfungen in der Weltwirtschaft infolge zu hoher Liquidität aufgrund niedriger Zinsen

Der deutsche Staat hat durch den Zinsverfall seit Beginn der Finanzkrise einem Zeitungsbericht zufolge rund 120 Milliarden Euro eingespart. Allein im Jahr 2013 hätten die öffentlichen Haushalte durch den Zinsrückgang seit 2007 fast 37 Milliarden Euro weniger ausgeben müssen, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Berechnungen der Bundesbank. 2007 und damit vor der Finanzkrise lag die durchschnittliche Verzinsung deutscher Staatsanleihen danach bei 4,3 Prozent. 2013 seien es nach Bundesbank-Angaben noch 2,6 Prozent gewesen.

Die Zinsentwicklung ist neben der Rekordbeschäftigung und den hohen Steuereinnahmen ein wesentlicher Grund für die Rückführung der Haushaltsdefizite in Deutschland. Im kommenden Jahr will der Bund erstmals seit 1969 keine neuen Schulden mehr aufnehmen. "Bund, Länder und Kommunen konsolidieren ihre Haushalte derzeit vor allem aufgrund der niedrigen Zinsausgaben und der günstigen Einnahmeentwicklung", sagte der Wirtschaftsweise Lars Feld der Zeitung.

Schäuble verteidigt Geldpolitik der EZB

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank verteidigt, die Notenbank aber auch aufgefordert, die Zinsen nur so lange extrem niedrig zu lassen, wie dies nötig sei. Zum einen schrumpfen durch die niedrigen Zinsen die Sparvermögen der Bürger und damit auch deren Altersvorsorge. Zum anderen haben Schäuble und andere Finanzpolitiker vor Verwerfungen in der Weltwirtschaft infolge zu hoher Liquidität aufgrund der niedrigen Zinsen gewarnt.

mod/Reuters/Reuters
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