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Der nächste Skandal bei der Deutschen Bank

Die skandalgeschüttelte Deutsche Bank kommt nicht raus aus den Schlagzeilen. Die Bank soll Schummel-Software bei Devisengeschäften eingesetzt haben, um sich auf Kosten der Kunden zu bereichern.

Deutsche Bank soll Schummel-Software eingesetzt haben

Die Deutsche Bank soll Schummel-Software eingesetzt haben.

Die Deutsche Bank hat einen neuen Skandal zu bewältigen: Bei Devisengeschäften soll die Bank Schummel-Software eingesetzt haben, um Kundenaufträge künstlich zu verzögern - und sich dadurch selbst zu bereichern, berichtet der "Spiegel" in der aktuellen Ausgabe. Genutzt wurde die spezielle Software auf der hauseigenen Handelsplattform "Autobahn", die für den Devisenhandel verwendet wird. Aber auch auf anderen Plattformen kam wohl die Software zum Einsatz. Im Dezember wurde bei einem New Yorker Gericht eine Sammelklage gegen das Geldhaus eingereicht.

Deutsche Bank: Trickserei beim Devisenhandel?

Die Software soll Kundenaufträge im Devisenhandel unnötig verzögert haben. Der Bank entstand so ein Zeitvorteil: Entwickelte sich der Kurs in eine für die Bank ungünstige Richtung, so wurden Aufträge zurückgewiesen. In anderen Fällen musste die Kunden plötzlich deutlich schlechtere Kurse hinnehmen als zuvor angezeigt wurde. So soll die Bank Kasse gemacht haben. Ein Sprecher der Deutschen Bank wies die Vorwürfe zurück. 

Trickserei bei Devisengeschäften untersuchen Aufseher schon seit längerer Zeit. Vor allem Großbanken agieren auf diesem billionenschweren Markt - und bereichern sich. Die Deutsche Bank beteuert, mit den Aufsichtsbehörden zu kooperieren, berichtet der "Spiegel". Bei den großen Währungen Euro, Dollar oder Yen habe es offenbar keine Hinweise auf Schummelei gegeben, allerdings wurden in der Vergangenheit Unstimmigkeit bei argentinischen Peso und beim russischen Rubel bekannt. Händler wurden daraufhin vom Dienst suspendiert.

Weitere Klagen gegen die Deutsche Bank angekündigt

Die klageführende Kanzlei Hausfeld kündigte zwei weitere Klagen in dieser Sache gegen die Deutsche Bank an, diesmal allerdings am Finanzplatz London. In der ersten Klage soll es um eine mögliche Kartellbildung im Devisenhandel gehen. Kläger sind Unternehmen, Pensionsfonds und andere Banken. In der zweiten Klage, die auch noch in der ersten Jahreshälfte eingereicht werden soll, soll es ebenfalls um den Einsatz von Schummel-Software gehen.  

kg
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