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So dreist zocken Banken beim Dispokredit ab

Die Banken bekommen zum Nullzins Geld - doch das geben sie nicht an Kunden weiter. Beim Dispo sahnen die Geldhäuser kräftig ab. Einige Banken sind besonders frech - und verstecken die hohen Kosten.

Dispo: Beim Zins langen Banken ordentlich zu

Dispo: Beim Zins langen Banken ordentlich zu

Obwohl Banken derzeit zum Nullzins an Geld kommen, knöpfen sie ihren Kunden immer noch happige Dispozinsen ab. Und das lohnt sich, denn die Deutschen haben sich laut der Bundesbank derzeit 34 Milliarden Euro von den Banken gepumpt. "" berichtet, dass jeder Prozentpunkt mehr beim Dispozins die Banken um 340 Millionen Euro reicher macht.

Es lohnt sich also für die Kunden, genauer bei den Konto- und Kreditkosten hinzusehen. "Finanztest" hat aktuell die Dispozinskonditionen untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend: Entweder verlangen die Banken überzogen hohe Zinsen von den Kunden - oder sie verschleiern die Kosten durch niedrige Dispozinsen, aber saftige Kontoführungsgebühren. Insgesamt wurden 1433 Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken) untersucht. Kleiner Hoffnungsschimmer: Im Vergleich zum Test im vergangenen Jahr sind die Dispozinsen minimal gesunken. Dennoch verlangen die Geldhäuser durchschnittlich immer noch fast 10 Prozent.

Volksbank verlangt besonders hohen Dispozins

Vor allem die regionalen Banken sind besonders teuer. "Unrühmlicher Spitzenreiter beim Dispozins mit 13 Prozent und mehr sind die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost mit ihrem Direkt- und Klassik-Konto (13,75 Prozent), die Raiffeisenbank Aulendorf (13,06 Prozent) und die VR-Bank Landsberg-Ammersee (13.02 Prozent", berichtet "Finanztest". 

Überregionale Banken nur im Dispo-Mittelfeld

Aber auch überregionale Großbanken sind nicht immer ein Schnäppchen. So landen die Postbank und die Deutsche Bank nur im Mittelfeld des Tests. Bei der Commerzbank (maximal 10,5 Prozent) und der Targobank (maximal 12,59 Prozent) kommen Kunden auch nicht günstig an Geld. Günstigste überregionale Bank wurde die Skatbank mit dem Trumpfkonto. Hier zahlen Kunden 4,24 Prozent, wenn sie das Konto überziehen. Dahinter folgt die Augsburger Aktienbank mit 4,8 Prozent. 

Kontogebühren statt hohem Dispozins

Finanztest kritisiert vor allem die Taktik der Banken, günstige Dispozinsen mit Premium-Konten zu kombinieren, die für Kunden am Ende deutlich teurer sind. Der Kunde bekommt allerlei Zusatzangebote und kann sich günstiger Geld leihen - doch die Gebühren sind so hoch, dass ein Standardkonto mit höherem Dispozins günstiger gewesen wäre.

Den gesamten Test, Tipps zum Kontowechsel und einen Produktfinder gibt es gegen Gebühr unter www.test.de.

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