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Warum nicht alle Geschäfte EC-Karten akzeptieren

Mit der EC-Karte wird jede fünfte Zahlung in Deutschlands Geschäften getätigt - doch längst nicht alle Läden akzeptieren Kartenzahlung. Das liegt an den Gebühren der Banken. 

EC-Karte

Die EC-Karte ist aus Deutschlands Alltag kaum noch wegzudenken. Im Jahr 2014 wurden rund 2,7 Milliarden Transaktionen getätigt, annähernd jede fünfte Rechnung wird in Deutschland mit dieser Karte beglichen. Wir heben mit ihr Geld ab und sie wird nahezu in allen Geschäften akzeptiert. Allerdings nicht bei jedem Betrag. Oft weist ein Schild im Kassenbereich auf die magische Grenze von zehn Euro hin - erst dann ist die Kartenzahlung möglich. 

Grund für die Kostenschwelle: Früher kostete es 0,3 Prozent des Kaufbetrags, wenn der Kunde mit EC-Karte und Pin-Nummer bezahlen wollte. Bei einem Einkauf unter 25 Euro wurden pauschal acht Cent fällig.

Laut dem Handelsverband kamen pro Jahr so rund 250 Millionen Euro zusammen, die die Banken eingenommen haben. Eine EU-Gesetzesnovelle beschränkt diese Praxis. Bei Debitkarten - zu denen auch die in Deutschland genutzte EC-Karte gehört - werden nur noch 0,2 Prozent des Zahlungsbetrags fällig. Diese Regelung gilt auch im europäischen Ausland. 

Keine Pflicht zur Kartenzahlung

Dennoch: Auch wenn die neue Regelung günstiger für den Kunden wird, können Verbraucher immer noch nicht überall mit Karte zahlen. Kleinere Bäckereien, Kioske oder Eisdielen bieten das Zahlungsverfahren immer noch selten an. "Das ist erlaubt", sagt Rechtsanwalt Nierenz der "Frankfurter Rundschau", "denn es besteht keine allgemeine Pflicht, Kartenzahlung zu akzeptieren."

Kartenzahlung mit Unterschrift ist billiger

Allerdings bleibt Händlern ein Schlupfloch, denn nur die Zahlung mit Karte und Pin kostet Gebühr. "Wenn Sie Ihre Pin am Terminal an der Kasse eingeben, wird eine Online-Anfrage zur Autorisierung an die Bank gestartet", sagt Tanja Beller vom Bankenverband dem "MDR". "Indem die Bank diese Anfrage frei gibt, gibt sie auch eine Zahlungsgarantie gegenüber dem Händler ab und Ihr Konto wird mit dem Betrag belastet." Diese Garantie muss von den Händlern bezahlt werden. Um die Kosten zu umgehen, bieten viele Geschäfte das Zahlungsverfahren mit Unterschrift an. Hier entstehen zwar keine zusätzlichen Kosten - doch der Händler geht ein Risiko ein. Denn bei diesem Lastschriftverfahren können Kunden dem Kaufbetrag innerhalb von acht Wochen nach Abbuchung widersprechen. 

kg

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