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Der große Strompreisschock

Stromkunden droht zum Jahreswechsel eine beispiellose Erhöhungswelle. 30 Millionen Haushalte sind betroffen. stern.de zeigt, wer die Preise wie stark erhöht - und was Verbraucher tun können.

Von Daniel Bakir

  • Daniel Bakir

Dass es für Stromkunden deutlich teurer wird, deutet sich seit Wochen an. Nun ist klar, wie heftig die Erhöhungswelle ist, die auf die Verbraucher zurollt. Die Rechnung, die die Versorger zum Jahreswechsel schreiben, ist gesalzen: Mindestens 520 Unternehmen erhöhen im Januar oder Februar die Preise. Im Durchschnitt steigen die Stromkosten um 11,8 Prozent, in einzelnen Fällen sogar um 20 Prozent, wie das Vergleichsportal Toptarif berechnet hat. Insgesamt seien rund 30 Millionen Haushalte betroffen.

"Den Verbrauchern steht der bislang stärkste Strompreisanstieg seit Beginn der Energiemarkt-Liberalisierung 1998 bevor", sagt Daniel Dodt von Toptarif. Ein vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse im kommenden Jahr durchschnittlich 123 Euro mehr für Strom bezahlen. In der Spitze seien es sogar 206 Euro.

Betroffen sind sowohl Kunden von kleinen und mittelgroßen Unternehmen als auch die großer überregionaler Energieversorger. Eon erhöht die Strompreise nach Angaben des Vergleichsportals Check24 zum Jahresbeginn um rund zehn Prozent, Vattenfall langt unter anderem in Berlin und Hamburg zu. EnBW hat eine Preiserhöhung für Februar angekündigt. RWE erhöht laut Toptarif zunächst die Festpreis-, Nachtspeicher- und Wärmepumpentarife. RWE-Chef Peter Terium hatte bereits kürzlich im stern erklärt, dass Preiserhöhungen unvermeidlich seien.

Staatliche Abgaben steigen, die Industrie drückt sich

Als Grund für den Preisanstieg nennen die Versorger höhere Netzentgelte, die sie an die Betreiber der Stromnetze entrichten müssen, und staatliche Abgaben. Vor allem die Erhöhung der Ökostromumlage von 3,6 auf 5,3 Cent je Kilowattstunde schlägt im kommenden Jahr zu Buche. Insgesamt steigen die Kosten für staatliche Abgaben, Steuern und Umlagen von 11,7 Cent auf 14,4 Cent je Kilowattstunde, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vorrechnet. Staatliche Abgaben machen mittlerweile rund die Hälfte der Stromkosten deutscher Haushalte aus.

Befürworter der erneuerbaren Energien wehren sich allerdings dagegen, die Energiewende für den Preisschock verantwortlich zu machen. Der Bundesverband Erneuerbare Energien verweist darauf, dass nur ein Teil der EEG-Umlage der direkten Förderung von Energie aus Wind, Sonne und Wasser zuzurechnen ist. Ein großer Teil resultiere daraus, dass sich die Wirtschaft unzureichend an den Kosten beteilige. Denn die größten Stromverbraucher, sogenannte stromintensive Betriebe, sind von der Abgabe befreit. Sie profitieren zudem am meisten von den niedrigeren Preisen an der Strombörse infolge des zusätzlichen Angebots an Ökostrom.

Tatsächlich zahlt die Industrie nach Angaben des BDEW im kommenden Jahr noch nicht einmal für die Hälfte des verbrauchten Stroms die volle EEG-Umlage. Für 53 Prozent des Industriestroms ist die Umlage um 90 Prozent oder mehr reduziert. Ohne diese Ausgleichsregelung wäre die EEG-Umlage für die privaten Haushalte um ein Fünftel niedriger.

Was Verbraucher tun sollten

Angesichts der massiven Preissteigerungen kann sich ein Anbieterwechsel für viele Kunden lohnen. Dabei sollten die Verbraucher nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Vertragsbedingungen achten. "Da langfristig mit weiter steigenden Preisen zu rechnen ist, sollten die Kunden auf Verträge mit Preisgarantie setzen", empfiehlt Daniel Dodt von Toptarif. Diese sollte mindestens zwölf Monate gelten sowie sämtliche Preisbestandteile (auch Netzentgelte und staatliche Abgaben) umfassen.

Vorteilhaft sind zudem kurze Mindestvertragslaufzeiten und kurze Kündigungsfristen. Abzuraten ist von Vorauskassetarifen, da bei einer Pleite des Anbieters das Geld verloren ist. Auch mit Pakettarifen können Kunden reinfallen. Sollten sie die vereinbarte Strommenge überschreiten, wird der Mehrverbrauch zu höheren Preisen abgerechnet.

Eine Übersicht über die Preiserhöhungen finden Sie hier.Wollen Sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln, vergleichen Sie die Preise für Ihre Region in unserem Energieatlas.

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