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Der Bankenrettungsfonds Soffin soll mit 480 Milliarden Euro Steuergeld die Kreditwirtschaft retten, ist aber vornehmlich wegen Personalquerelen in den Schlagzeilen. Nur einer hält sich unverdrossen an der Soffin-Spitze: der ehemalige baden-württembergische CDU-Finanzminister Gerhard Stratthaus - trotz einer fragwürdigen Vergangenheit.
Nachdem die laufenden Gespräche Mittwoch Abend ohne eine Annäherung bei der Steuerreform vertagt wurden, geht der Streit um zentrale Fragen der Reformpolitik ab heute Mittag weiter.
Die anhaltend hohen Spritpreise führen zu neuen Steuerausfällen. Das veränderte Konsumverhalten - die Bundesbürger tanken deutlich weniger - führt zu einer Mindereinnahme bei der Mineralölsteuer von 2,4 Milliarden Euro.
Dass in den Bundesländern, wie stern.de aufgedeckt hat, nicht konsequent gegen Geldwäsche vorgegangen wird, könnte jetzt der baden-württembergischen Regierung Ärger bereiten: Ein Finanzexperte hat Strafanzeige gegen Ministerpräsident Günther Oettinger gestellt - wegen Beihilfe zur Geldwäsche.
Kündigungen, Streit um Kompetenzen und den richtigen Kurs: Eine neue Behörde soll den Geldinstituten in der Krise helfen. Aber sie ringt mit sich selbst und der Politik.
Die Führungsriege des Banken-Rettungsfonds SoFFin ist wieder komplett: Hannes Rehm, früherer Vorsitzender der NordLB, übernimmt den Posten des kürzlich zurückgetretenen Chef-Verwalters Günter Merl. Und auch der dritte Stuhl des Leitungsausschusses ist wieder besetzt.
Paukenschlag beim Bankenrettungsfonds: Soffin-Chef Günther Merl tritt zum 31. Januar zurück. Er gab "persönliche Gründe" für seinen Schritt an. Doch es wird bereits darüber spekuliert, dass Merl wegen Querschüssen und Kompetenzgerangel hinwirft.
Die Krise hat die CDU erschüttert: Im Eiltempo wirft sie wirtschaftsliberale Grundsätze über Bord und setzt ihren Markenkern aufs Spiel - wie einst die SPD mit der Agenda 2010. Doch Parteichefin Angela Merkel lässt die Marktskeptiker gewähren.
Die Konjunkturpakete gehen ins Geld: Finanzminister Peer Steinbrück geht davon aus, dass die Stützungsmaßnahmen den deutschen Haushalt im kommenden Jahr sprengen werden und das Defizit über vier Prozent liegt. Von der Europäischen Union ist eine Defizitgrenze von drei Prozent vorgesehen.
Nach den von Kanzlerin Angela Merkel vorsichtig in Aussicht gestellten Steuersenkungen sehen sich die Befürworter eines solchen Schrittes im Aufwind. Doch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla stellte noch einmal klar: Der Kurs der Haushaltskonsolidierung werde fortgesetzt.
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