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Das hat sich Hank Paulson sicher anders vorgestellt: Mit seiner annähernd billionenschweren Rettungsaktion für den Bankenmarkt steht der US-Finanzminister alleine da. Die Kollegen der anderen G7-Staaten wollen zumindest keine derartigen Programme auflegen. Sie haben andere Pläne, um das System ihrer Länder krisenfest zu machen.
Der Vater war Finanzminister und Anwalt eines starken Staates. Umso mehr erzürnt es Max Josef Strauß, wie sanft Berlin und Brüssel die Zocker anpacken. Dabei wäre alles so einfach. Eine Polemik.
Obama hat den Investmentbanken den Kampf angesagt, lässt aber zwei Hauptschuldige in der Krise gewähren: die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Niemand weiß einen Ausweg - Experten rechnen mit der nächsten Blase.
Barack Obama, seit drei Monaten im Amt und seit neustem stolzer Hundebesitzer, steckt in einem Dilemma: Um der Wirtschaftskrise Herr zu werden, braucht er die mächtigen Finanzoligarchen von der Wall Street. Gleichzeitig aber will er deren Einfluss beschneiden. Was nun, Mr. President?
George W. Bush spricht von einem "historischen Treffen". Die Erklärung des Weltfinanzgipfels enthält viel Grundsätzliches - auch eine stärke Kontrolle der Hedgefonds. Doch Kritiker bemängeln fehlende Konjunkturprogramme.
Es waren Tage, in denen in Washington über das Schicksal der Welt entschieden wurde: Es ging um nichts Geringeres als die Rettung des globalen Finanzsystems. Bei unzähligen Treffen und auf Partys spekulierten die Mächtigen auch über den Untergang eines Hegemons.
Nun soll es der Staat richten - das vermeintlich tumbe Monster, das nur noch dazu da war, im freien Spiel der Wirtschaft nicht im Weg zu stehen. Ausgerechnet in den USA, dem Fixstern der Turbokapitalisten, rettet der Staat, also wir alle, jetzt die Marktwirtschaft. Der Jubel der Börsianer ist fehl am Platz. Ein Abgesang.
Im Gegensatz zur Lehman-Pleite hat die US-Regierung beim Versicherungskonzern AIG die Notbremse gezogen und das Unternehmen verstaatlicht. Was wie ein undurchsichtiger Schlingerkurs aussieht, ist wohl durchdacht. Eine Pleite von AIG hätte eine Kettenreaktion auslösen können.
Ruhe bewahren und durchatmen! Bei der Finanzmarktkrise handelt es sich bislang lediglich um eine gesunde und notwendige Korrektur. Dass dabei einige gut bezahlte Investmentbanker ihren Job verlieren, ist weder sozial noch volkswirtschaftlich ein Problem.
Die Ereignisse auf dem US-Finanzmarkt halten die Welt in Atem: Faule Hypothekenkredite gefährden nun auch die Stabilität deutscher Banken. Experten glauben gar, die Krise könnte die ganze Welt in eine Rezession stürzen. Nun unterbreitet US-Finanzminister Paulson seine Rettungs-Vorschläge.
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