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28. Mai 2008, 15:59 Uhr

Inflationsrate schießt auf drei Prozent

Rekordpreise für Benzin und Diesel haben die Inflation unerwartet stark angeheizt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhten sich die Lebenshaltungskosten im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent. Für den Spätsommer befürchten Experten noch höhere Werte.

Vor allem die gestiegenen Ölpreise haben für einen Schub bei den Verbraucherpreisen gesorgt© Roland Weihrauch/DPA

Der hohe Ölpreis hat die Inflation in Deutschland im Mai auf drei Prozent springen lassen. Wie das Statistische Bundesamt meldete, kletterte die jährliche Teuerungsrate auf 3,0 Prozent. Im April hatte sie noch bei 2,4 Prozent gelegen.

Nach Berechnungen der Commerzbank gingen im Mai allein 1,3 Prozentpunkte der Teuerungsrate auf die höheren Energiepreise zurück. Auf den Preissprung bei Nahrungsmitteln seien rund 0,7 Prozentpunkte entfallen. Mittlerweile erwarten Ökonomen auch für das Gesamtjahr eine Teuerungsrate von drei Prozent - das wäre der höchste Wert seit 15 Jahren.

Nach Angaben der Statistiker hat sich Heizöl im Mai gegenüber dem Vorjahr je nach Bundesland zwischen 49 und 64 Prozent verteuert. Das war einer der stärksten Preisanstiege der vergangenen Jahre. Diesel wurde zwischen 25 und 27 Prozent teurer. Die Preise für Lebensmittel stiegen um sieben bis neun Prozent. Insbesondere für Milch, Käse und Brötchen mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen.

Die jährliche Inflationsrate liegt damit über dem Zielkorridor der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Raten von knapp unter zwei Prozent von Preisstabilität spricht. Da die Energiekonzerne Preiserhöhungen für Erdgas und Fernwärme angekündigt haben, erwarten die meisten Experten, dass die Teuerungsrate im Spätsommer auf bis zu 3,5 Prozent steigt.

 
 
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