Die Preise steigen derzeit besonders schnell: Auch die Inflationsrate in der Eurozone hat im Juni einen Rekordwert erreicht. Was bedeutet das für die Ersparnisse der Bürger? Und vor allem: Was kann man tun, um sein Geld vor dem Wertverfall zu schützen? Lesen Sie hier, was für Alternativen es zum Sparbuch gibt. Von Elke Schulze

Die Inflationsrate im Euroraum steigt auf einen Rekordwert, doch man kann sein Geld vor dem Wertverfall schützen© Michael Gottschalk/ddp
Mit einer Inflationsrate von vier Prozent hat die Teuerung in der Eurozone im Juni einen Rekord erreicht. Der bisherige Rekordwert von 3,7 Prozent im Mai sei damit deutlich übertroffen worden, teilte das europäische Statistikamt Eurostat auf Grundlage einer vorläufigen Schätzung mit. Es ist das erste Mal seit Beginn der regelmäßigen Inflationsmessungen durch Eurostat im Jahr 1997, dass die Preise um vier Prozent über dem Vorjahresmonat liegen.
Die Deutschen haben notorische Sorge vor einer Geldentwertung. Nichts beunruhigt uns so sehr wie die Teuerung. Nach einer Umfrage von infratest bereitet sie 86 Prozent der Deutschen große Sorgen. Die Zeiten stabiler Preise scheinen vorbei.
Die vorläufige Schätzung bezieht sich auf frühe Datenangaben aus 9 der 15 Staaten der Währungsunion, darunter Deutschland. Sie ist in der Regel sehr zuverlässig: Von den 24 vorläufigen Schätzungen der vergangenen zwei Jahre waren laut Eurostat 14 exakt, die übrigen 10 wichen nur um 0,1 Prozentpunkte von der endgültig festgestellten Inflationsrate ab. In die Inflationsmessung von Eurostat gehen Lebensmittel- und Energiepreise, Wohnungsmieten und Telefongebühren, die Kosten für Kleidung, Körperpflege und Haushaltsgeräte, aber auch für Fahrzeuge, Unterhaltungselektronik und Restaurantbesuche ein. Auch die Kosten für Bankdienstleistungen und einzelne Versicherungen werden berücksichtigt.
Aber auch bei einer steigenden Inflation muss niemand hilflos zusehen, wie sein Vermögen schrumpft. Es gibt lukrative Alternativen zum Sparbuch.