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Finanztest prüft: Was kann der neue Online-Zahldienst Paydirekt?

Rund zehn Jahre nach dem Start von Paypal bieten Banken und Sparkassen einen eigenen Zahldienst an. "Finanztest" hat sich das System genauer angesehen - und dabei einige Schwachstellen gefunden.

  Per Kreditkarte, Bezahldienst oder doch auf Rechnung? Finanztest hat sich Online-Bezahlsysteme angesehen.

Per Kreditkarte, Bezahldienst oder doch auf Rechnung? Finanztest hat sich Online-Bezahlsysteme angesehen.

Lange hatten Banken und Sparkassen an einem eigenen Bezahlsystem im Netz getüftelt. Im November war es dann soweit, das System Paydirekt wurde gestartet. Damit brachten die deutschen Geldhäuser einen Paypal-Konkurrenten rund zehn Jahre nach dem Start des Branchenprimus auf den Markt. Zu spät, wurde schnell vermutet.

" Finanztest" hat sich Paydirekt genauer angesehen. Um das Bezahlverfahren nutzen zu können, brauchen Kunden eine Email-Adresse und ein Girokonto. Dann können sie sich im Onlinebanking-Bereich ihrer Bank für den Dienst registrieren. Ist die Anmeldung durch eine Tan bestätigt worden, kann es auch gleich losgehen mit dem Shoppen und Bezahlen im Netz.

Nur 22 Shops bieten Paydirekt an

Allerdings klappt das bislang nur sehr eingeschränkt. Bis Ende Januar hätten gerade einmal 22 Shops diese Bezahlfunktion angeboten, berichtet "Finanztest". Und: Nur der Elektronikshop Alternate ist ein größerer Shops, ansonsten setzen eher kleinere Nischenanbieter auf Paydirekt. So finden sich unter den teilnehmenden Händlern der Einrichtungsshop Torquato oder Sport-Tiedje, nach eigenen Angaben "Europas Nr.1 für Heimfitness". Allerdings sollen bald weitere Shops dazukommen, so hoffen zumindest die Banken und Sparkassen. Zum Vergleich: Paypal wird weltweit von sieben Millionen Shops akzeptiert. Paydirekt ist hingegen nur für Händler aus Deutschland. 

Paypal und der Datenschutz

Zwar ist Paypal riesig, doch Verbraucherschützer kritisieren immer wieder den laxen Umgang mit Nutzerdaten, denn die Server von Paypal stehen eben nicht in Deutschland. Und somit gilt das schärfere Datenschutzgesetz nicht. Hier kann Paydirekt punkten, denn die Daten werden im Inland gespeichert und nicht mit Drittanbietern geteilt. Mit diesem Argument will Paydirekt auch User überzeugen, denen Paypal bislang zu unsicher war.

Doch schon bei der Handhabung gibt es wieder Abzug für Paydirekt. Denn während Nutzer komfortabel mit der Paypal-App Transaktionen einsehen und auch bezahlen können, ist das bei Paydirekt nicht möglich. 


Den gesamten Test zu Online-Bezahlsystemen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Finanztest oder im Netz gegen Gebühr auf www.test.de.

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