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So führen Sie das Pflegetagebuch

Mit einem Pflegetagebuch lässt sich der Hilfebedarf exakt dokumentieren. Das ist wichtig, damit die Pflegekasse bei der Einstufung die nötige Hilfe auch bewilligt.

Von Andreas Heiber

  Das Pflegetagebuch dokumentiert jede Tätigkeit zeitgenau

Das Pflegetagebuch dokumentiert jede Tätigkeit zeitgenau

Um Leistungen der Pflegeversicherung zu beziehen, ist ein (auch formloser) Antrag bei Ihrer Pflegekasse (Krankenkasse) zu stellen. Die möglichen Leistungen sind in drei Pflegestufen eingeteilt. Um festzustellen, ob und welche Pflegestufe zu bewilligen ist, erfolgt eine Begutachtung in Ihrer Wohnung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder andere beauftragte Gutachter. Auf der Basis dieses Gutachtens entscheidet die Pflegekasse über die Pflegestufe. Die Entscheidung gilt dann ab Antragseingang, also eventuell auch rückwirkend.

Der Hausbesuch durch die Gutachter wird oft erlebt wie eine Prüfungssituation. Meist ist man aufgeregt und will nicht unbedingt zeigen oder sagen, wie viel fremde Hilfe man doch im Alltag benötigt. Das Pflegetagebuch kann dann helfen, die wirklich benötigte Hilfe und Unterstützung darzustellen.

Sehr hilfreich ist es, wenn beim Besuch des Gutachters, den dieser vorher schriftlich ankündigt, ein Angehöriger oder falls möglich und vorhanden ein Mitarbeiter des Pflegedienstes anwesend ist. Im Rahmen des Besuches wird der Gutachter mit Ihnen auch besprechen, ob und welche technischen Hilfsmittel (z.B. Gehhilfen, Handgriffe etc.) sinnvoll wären. Hier kann die Pflegeversicherung Leistungen erbringen oder mit finanzieren.

Menschen mit Einschränkungen der Alltagskompetenz (z.B. Weglauftendenzen; Demenzen) erhalten zusätzlich zu den Leistungen der Pflegestufe monatliche Leistungen in Höhe von 100 Euro oder 200 Euro für spezielle Betreuungsleistungen. Auch dies wird im Rahmen der Begutachtung festgestellt.

Bei der Einstufung von Kindern gelten Sonderregelungen, um deren Hilfebedarf vom Pflegebedarf gleichaltriger Kinder zu unterscheiden. Ihr Pflegedienst, die Pflegekasse und der MDK werden Sie hierzu gern ausführlich beraten.

Sind Sie mit der Entscheidung über die Pflegestufe nicht einverstanden, können Sie einen Widerspruch einlegen. Sinnvoll ist es, sich das Gutachten des MDK von der Pflegekasse zuschicken zu lassen, um zu prüfen, was der Gutachter anders als Sie beurteilt hat. Die Begutachtungsanleitung finden Sie auch unter: www.mds-ev.de.

Einstufungsvoraussetzungen

Die Einstufung in eine Pflegestufe hängt im Wesentlichen vom Hilfebedarf ab, den ein Pflegebedürftiger bei gesetzlich festgelegten Tätigkeiten hat. Diese sogenannten „regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens“ (§ 14 Pflegeversicherungsgesetz) gliedern sich in die Bereiche Grundpflege und Hauswirtschaft:

Zur Grundpflege gehören:
• Körperpflege: umfasst das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- u. Blasenentleerung
• Ernährung: umfasst das mundgerechte Zubereiten, die Aufnahme der Nahrung
• die Mobilität: umfasst das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung.

Zu Verrichtungen der Hauswirtschaft gehören die Tätigkeiten Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung, das Beheizen.

Zusätzlich zählen die sogenannten Verrichtungsbezogenen krankenspezifischen Pflegemaßnahmen dazu. Dies sind Behandlungspflegeleistungen wie das Anziehen von Kompressionsstrümpfen, die untrennbar mit einer Verrichtung (hier „Ankleiden“) verbunden sind.

Es muss nun ermittelt werden, wie viel Zeit für die Hilfe bei den Verrichtungen der Grundpflege benötigt wird. Dabei werden verschiedene Hilfearten berücksichtigt: nicht nur die Unterstützung und teilweise oder vollständige Übernahme einer Verrichtung, sondern auch die Beaufsichtigung (z.B. beim Essen) oder die Anleitung (z.B. beim Waschen). Es zählt jene Zeit, die ein Familienangehöriger oder eine andere nicht ausgebildete Pflegeperson normalerweise benötigt.

  Beispiel für ein Pflegetagebuch

Beispiel für ein Pflegetagebuch

Über ein Pflegetagebuch kann die Hilfeart, die Häufigkeit pro Tag sowie der Zeitaufwand festgehalten werden. Und so wird das Pflegetagebuch verwendet:
• Pro Tag wird ein Formular genutzt. Sinnvoll ist die Dokumentation einer ganzen Woche.
• In der Spalte „Hilfeart“ wird festgehalten, wie die Hilfe erfolgte. Die Kürzel sind am Formularende bzw. auf der Rückseite des Formulars abgedruckt.
• Pro Hilfeleistung werden der Zeitpunkt und vor allem die Dauer fest gehalten. Das Formular erlaubt die Dokumentation von bis zu acht verschiedenen Zeitpunkten. Das ist hilfreich, wenn beispielsweise viele Toilettengänge festzuhalten sind. Die Spalten „Uhrzeit“ zeigen auch, ob Hilfen in der Nacht (in der Zeit von 22 bis 6 Uhr) regelmäßig erfolgt sind – dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Pflegestufe 3.

Formulare für Pflegetagebücher gibt es bei den Kassen zum Download.

Kombinationsleistung

Die Pflegesachleistungen und das Pflegegeld können auch kombiniert werden. Wenn man die Pflegesachleistungen nicht zu 100 Prozent ausschöpft, erhält man einen Anteil des Pflegegeldes. Dabei wird zunächst ausgerechnet, um wie viel Prozent die Pflegesatzleistung nicht ausgeschöpft wurde, und dieser Prozentwert ist dann der Maßstab für das verbleibende Pflegegeld.

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