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Kartellamt rät Stromkunden zum Wechsel

Handeln statt jammern: Angesichts der massiven Erhöhungen zum Jahreswechsel fordert der Chef des Kartellamts die Stromkunden zum Preisvergleich auf. Sogar der Wirtschaftsminister meldet sich zu Wort.

  Mehr als 500 Stromversorger erhöhen im neuen Jahr die Preise.

Mehr als 500 Stromversorger erhöhen im neuen Jahr die Preise.

Angesichts steigender Strompreise rät das Bundeskartellamt den Kunden zum Wechsel des Anbieters. "Auch wenn viele Stromversorger nun Kosten der Energiewende an die Verbraucher weitergeben, kann ein Anbieterwechsel in vielen Fällen zu erheblichen Einsparungen führen", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Süddeutschen Zeitung". "Man kann gar nicht eindringlich genug an die Verbraucher appellieren, Preise zu vergleichen und von ihren Wechselmöglichkeiten Gebrauch zu machen."

Ähnlich äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). "Ein Blick ins Internet lohnt immer", sagte er der "SZ". "Wer Anbieter und Strompreise vergleicht, kann oft Geld sparen." In den letzten Tagen haben Millionen Haushalte von ihren Versorgern erfahren, dass die Strompreise zum Jahresanfang steigen werden, insbesondere wegen des massiven Anstiegs der Ökostrom-Umlage.

Nach Einschätzung des Bundes der Energieverbraucher verlangen die Stromkonzerne ab dem kommenden Jahr zuviel Geld von ihren Kunden. Aufgrund der staatlich veranschlagten Mehrkosten dürften die Strompreise ab 2013 um sechs Prozent steigen - die Konzerne hätten im Schnitt aber Preiserhöhungen um zwölf Prozent angekündigt, sagte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag.

Ab dem kommenden Jahr steigt die Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien, die EEG-Umlage, von derzeit 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf 5,28 Cent. Sie macht rund 14 Prozent des Strompreises aus. Auch das Netznutzungsentgelt, rund 20 Prozent des Strompreises, wird im kommenden Jahr voraussichtlich steigen. Neu hinzu kommt eine Haftungsumlage für den Anschluss von Offshore-Windenergieanlagen.

AFP/AFP
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