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So vererben Sie Ihre Depots sicher

Die Erbschaftsteuer wird auf Basis des Depotwertes am Todestag ermittelt. Erben kommen oft nicht sofort an das Vermögen heran - und der Wert zerrinnt eventuell. Vollmachten können helfen.

Von Robert Kracht

  Ohne Vollmachten können Erben oft nur tatenlos zusehen, wie ein Depot in sich zerfällt

Ohne Vollmachten können Erben oft nur tatenlos zusehen, wie ein Depot in sich zerfällt

Wenn Erben von Depots mit der Bank des Verstorbenen Kontakt aufnehmen, müssen sie oft feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, sofort über die Wertpapiere zu verfügen. Um sie auf das eigene Konto umbuchen oder eine Wertpapierorder für das Nachlassdepot aufgeben zu können, brauchen sie entweder den Erbschein oder das Testament nebst Eröffnungsprotokoll. Erst dann erhalten sie die volle Verfügungsgewalt. Der hierfür erforderliche Weg über das Amtsgericht kann sich über mehrere Monate, bei Erbstreitigkeiten gar über Jahre hinziehen. Für die Nachkommen kann der fehlende Zugriff auf das Depot schlimme Folgen haben.

Sie müssen möglicherweise tatenlos zusehen, wie die Kurse von Aktien und Zertifikaten sinken oder Terminkontrakte wertlos verfallen. Ein solches Szenario wäre in doppelter Hinsicht ärgerlich: Zum einen schmilzt das geerbte Vermögen, zugleich entsteht eine große Lücke zwischen der Steuerbelastung und dem Gegenwert des Erbes. Denn das Finanzamt interessiert sich nicht dafür, wann die Nachkommen über das Kapital verfügen können. Zur Berechnung der Erbschaftsteuer zieht der Fiskus immer die Kurse vom Todestag heran.

Das kann im Extremfall dazu führen, dass die Erbschaftsteuer aus dem verbleibenden Wert des Depots kaum noch finanzierbar ist. Davon betroffen sind insbesondere entfernte Verwandte, die niedrigere Freibeträge, dafür aber höhere Steuersätze haben. Auch wenn das strenge Stichtagsprinzip ungerecht erscheinen mag, der Bundesfinanzhof hat es in mehreren Urteilen gebilligt. Er hält es selbst dann für legitim, wenn beispielsweise Optionsscheine zwischenzeitlich vollständig wertlos geworden sind. Das Argument der Richter: Umgekehrt würden auch nach dem Tod entstandene Kursgewinne nicht von der Erbschaftsteuer erfasst.

Um solchen Unwägbarkeiten aus dem Weg zu gehen, sollten bereits zu Lebzeiten Vorkehrungen getroffen werden. Sinnvoll ist, den potenziellen Erben eine Vollmacht über die betreffenden Konten einzuräumen, die auch erst ab dem Todeszeitpunkt in Kraft tritt. Sofern die Nachkommen noch nicht bekannt sind, kann auch ein Dritter bevollmächtigt werden. Die Erben können diese Vollmacht zwar später widerrufen.

Besonders bei der älteren Generation ist es beliebt, den letzten Willen im Bankschließfach zu deponieren. Diese Methode ist aber ungeeignet. Denn die Erben kommen erst per Erbschein oder eröffnetem Testament zum Tresorinhalt. Diese Legitimation können sie aber gar nicht vorlegen, weil sich diese wiederum im Safe befindet, den die Bank nicht öffnet.

Ganz andere Schwierigkeiten bereiten Konten im Ausland. Diese bleiben oft unentdeckt, weil der ehemalige Besitzer die Unterlagen separat aufbewahrt hat. Weist der Erblasser hingegen konkret im Testament auf die Auslandskonten hin, droht diese Gefahr nicht. Dafür erfährt aber das heimische Finanzamt automatisch davon, weil es eine Kopie erhält. Hier vermuten die Beamten sofort Schwarzgeld. Generell ist es bei Auslandskonten ratsam, zu Lebzeiten eine Vertrauensperson einzuweihen oder Hinweise auf die Vorgehensweise an einem sicheren Ort zu hinterlegen.

FTD

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