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Bundesanleihen bieten Sicherheit

Deutsche Staatsanleihen gelten als besonders verlässlich und genießen bei Anlegern höchstes Vertrauen. Bund und Länder sind ihren Zahlungsverpflichtungen bisher noch immer nachgekommen.

  Finanzanlage für Entspannte: Der Bund wirbt mit einer Schildkröte für die Staatsanleihen

Finanzanlage für Entspannte: Der Bund wirbt mit einer Schildkröte für die Staatsanleihen

In Krisenzeiten sehnen sich Anleger nach sicheren Optionen. Die gibt es schon seit über einem Jahrhundert, doch lange Zeit wurden Anleihen des Staates als zu unrentabel abgetan. Doch spätestens seit der weltweiten Finanzkrise erleben Bundesanleihen als sichere Anlage eine Renaissance. Schließlich bürgt der deutsche Staat mit seinem Vermögen und Steueraufkommen.

Extrem sichere Geldanlage

Zu Zeiten der Finanzkrise stehen die eher konservativen deutschen Anleger bei der Bundesfinanzagentur Schlange, denn Bundesanleihen bieten eine extrem sichere Geldanlage. Gerade deutsche Staatsanleihen gelten als Fels in der Brandung, in beinahe jeder Talkshow werden Bundeswertpapiere als Rundum-Sorglos-Paket gepriesen. Nur im äußerst unwahrscheinlichen Fall eines Staatsbankrotts würde ein Ausfall von Zins und Tilgung drohen.

Als die Finanzagentur des Bundes im Herbst 2008 ausgerechnet mit einer Schildkröte für Investments in Staatspapiere warb, hagelte es hämische Kommentare. Die sprechende Schildkröte "Günther Schild" als erfahrener Anlageberater rühmte sich ihrer mehr als 100-jährigen Erfahrung. Vermutlich müsse man mindestens ein solches Alter erreichen, bis man mit Renditen im Schildkrötentempo ein Vermögen aufbauen könne, hieß es damals.

Der Staat braucht immer Geld

Genervt vom zweiten großen Börsencrash binnen weniger Jahre haben sich viele Sparer zwischenzeitlich für Bundesschatzbriefe oder Bundesanleihen entschieden – größtmögliche Sicherheit zählt in Zeiten der Krise eben mehr als die Fantasie auf hohe Renditen.

Bundesanleihen sowie die ab 2013 nicht mehr verkauften Bundesschatzbriefe sind Papiere, mit denen der Bund sich jenes Geld ausleiht, was er zum Ausgleich des Bundeshaushalts braucht. Wenn man in den Nachrichten hört, dass der Bund wieder Milliarden Schulden macht, bedeutet dies also nichts anderes, als dass entsprechend Bundesanleihen und weitere Wertpapiere ausgestellt werden, vor allem an institutionelle Anleger wie Versicherungsgesellschaften und Banken.

Man braucht zum Einstieg übrigens keine Bank, denn die Bundesfinanzagentur - ehemals Bundeswertpapierverwaltung und davor Bundesschuldenverwaltung, was vom Namen her wohl passender war - verwaltet für Anleger kostenlos deren Wertpapierkonto für Bundesschatzbriefe, Bundesanleihen oder andere Bundeswertpapiere.

Bundesanleihen – feste Bindung für 10 oder 30 Jahre

Als langfristige und besonders sichere Geldanlage kommen Bundesanleihen infrage. Der Bund begibt sie mit einer Laufzeit von zehn und 30 Jahren. Der Anleger kann schon zum Zeitpunkt des Kaufs von Bundesanleihen aus gebotenem Zinssatz (Koupon) und Laufzeit die spätere Auszahlung hochrechnen.

Bundesanleihen kann man über die Börse oder direkt über die Bundesfinanzagentur kaufen oder verkaufen. Wer die Wertpapiere allerdings vor Ablauf der Regellaufzeit wieder verkaufen will, sollte wissen, dass die Notierungen schwanken und deshalb auch Kursverluste möglich sind - die im Normalfall von der Verzinsung abgefedert werden.

Wegen der konkurrenzlos hohen Sicherheit dieser Wertpapiere ist die Nachfrage der Anleger im Moment aber enorm. Das drückt die ohnehin mauen Zinsen Richtung Null. Ende 2012 lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen deutlich unter zwei Prozent - und damit unterhalb der Inflationsrate. Wer aber vom allgemeinen Run auf die Bundeswertpapiere tatsächlich profitiert, ist der Staat: Denn die Kreditaufnahme ist auf diesem Weg für ihn so günstig wie nie.

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