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Finanz-Tipps für jedes Alter

Welche Geldanlage die richtige ist, hängt wesentlich davon ab, in welcher Lebensphase Sie sich befinden. Anlage-Tipps für drei typische Lebenssituationen.

Grundsätzlich gilt, auf einem Bein steht es sich ebenso schlecht wie auf zwei linken. Bei der Geldanlage heißt das: Wer schon eine Lebensversicherung hat (z.B. privat oder als betriebliche Direktversicherung), braucht in aller Regel keine zweite.

Aber es könnte nicht schaden, zusätzlich mit Investmentfonds oder Bankprodukten zu sparen. Oder: Wer Immobilieneigentum in attraktiver Lage erben wird, muss nicht selbst in weitere Wohnungen und Häuser investieren, sondern spart das Geld besser in anderen Kapitalanlagen.

Denn wie immer bei der Geldanlage gilt: Ein breit gestreuter Mix ist wichtig. Und: Je jünger der Sparer ist, desto länger hat er Zeit, Vermögen aufzubauen und desto mehr kann er riskieren. 50-Jährigen Aktiensparen zu verordnen wäre ebenso falsch, wie 20-Jährigen ausschließlich Sparbücher als langfristige Anlageform anzubieten.

Lesen Sie im Folgenden die stern.de-Tipps für drei typische Lebenssituationen.

Jobeinsteiger

Die Lebenssituation:
Um die 30, Single und gut ausgebildet, am Karriereanfang. Vom Einkommen geht oft mehr als die Hälfte für Lebenshaltungskosten drauf. Trotzdem bleibt Karrierestartern häufig eine relativ hohe Summe, die in Vorsorgeprodukte angelegt werden kann.

Tipp: Anlagehorizont beachten


Zunächst einmal sollte eine kurzfristig verfügbare Rücklage für unvorhergesehen Ausgaben (z.B. Autoreparatur) gebildet werden. Dafür eignet sich ein Tagesgeldkonto. Als Richtgröße können drei bis vier Monatsgehälter gelten. Berufseinsteiger sollten zudem checken, ob der eigene Betrieb beim Sparen hilft, etwa mit vermögenswirksamen Leistungen. Wer mittelfristig eine Immobilie erwerben will, kann über Bausparen nachdenken. Soll das Geld langfristig angelegt werden, können Investmentfonds eine gute Wahl sein.

Familiengründer

Die Lebenssituation:
Mitte 40, meist auf dem Höhepunkt der beruflichen Karriere. Oft arbeitet ein Elternteil gar nicht oder nur Teilzeit, die eigene Immobilie muss abbezahlt werden. Die Kinder brauchen finanzielle Unterstützung.

Tipp: Schulden tilgen geht über Sparen


Wer eine Immobilie abbezahlt, sollte seine größte Kraft darauf verwenden. Denn die Kreditzinsen sind immer höher als die Sparzinsen. Steht Geld zur freien Verfügung, kann das Depot je nach Risikoneigung ausgerichtet werden: vom sicheren, aber wenig einträglichen Festgeld bis hin zu chancen-, aber auch risikoreicheren Aktienfonds. Sollte das Thema Altersvorsorge bisher nicht auf der Agenda stehen, wird es nun höchste Zeit.

Generation 50-Plus

Die Lebenssituation:
Mit 50-Plus ist man auf der Zielgeraden. Die Kinder sind ausgezogen, bis zum Renteneintritt dauert es nicht mehr allzu lange. Dementsprechend geht es nun vor allem um Kapitalerhalt.

Tipp: Jetzt kein Risiko mehr


Sicherheit geht vor: Jetzt sollte nicht mehr an der Börse spekuliert werden. Bundesanleihen bringen zwar eine geringe Rendite, sind aber bis dato risikolos. Gleiches gilt für Festgeldsparen und Banksparpläne. Sparprodukte, die erst hohe Kosten einspielen müssen, lohnen sich jetzt nicht mehr.

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