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Russlands Rubel rutscht auf Rekordtief

Der russische Rubel rutscht ab und erreicht einen historischen Tiefstwert. Grund dafür sind die Sanktionen gegen Russland, aber auch der schwächelnde Ölpreis.

  Der russische Rubel erreicht historisch schwächsten Kurs.

Der russische Rubel erreicht historisch schwächsten Kurs.

Der russische Rubel ist so schwach wie nie zuvor. Am Mittwoch kostete ein US-Dollar erstmals mehr als 80 Rubel. Der Kurs erreichte am Mittag den historisch schwächsten Stand von 80,4 Rubel. Grund für den Wertverfall seien die weiter gesunkenen Ölpreise, hieß es aus dem Handel.

Rubel fällt durch schwachen Ölpreis

Nach massiven Rückgängen seit Jahresbeginn ist der Preis für US-Rohöl am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit über zwölf Jahren gefallen.
Auch das Nordsee-Öl Brent hat sich weiter verbilligt. Die russische Wirtschaft ist stark von den Einnahmen aus Ölexporten abhängig. Seit Monaten leidet Russland unter den niedrigen Ölpreisen. Erschwerend hinzu kommen Sanktionen gegen die russische Wirtschaft im Zuge des Konflikts in der Ukraine.

Ölpreis im freien Fall

Der Ölpreis dominiere erneut das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten, schrieb Analyst Christian Henke vom Handelshaus IG.
Der freie Fall der Ölpreise hatte am frühen Morgen bereits die Börsen in Asien erneut kräftig durchgeschüttelt. In Tokio ging es zusätzlich belastet vom starken Yen, der Exporte verteuert, um fast 4 Prozent auf das Niveau von Herbst 2014 abwärts. In Hongkong wurde der Leitindex Hang Seng gar auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012 durchgereicht.

Ölmarkt "ertrinkt"

Am Rohölmarkt kehrt keine Ruhe ein. Am Mittwoch fielen die Preise für Erdöl abermals, nachdem sich zum Wochenstart noch eine Stabilisierung angedeutet hatte. Experten nennen als wichtigsten Grund das viel zu hohe Angebot sowohl seitens des Ölkartells Opec als auch anderer großer Förderländer. Am Dienstag hatte die Internationale Energieagentur IEA gewarnt, der Ölmarkt drohe im Überangebot zu "ertrinken".

Zudem befürchten Anleger, dass die sinkende Nachfrage in wichtigen Schwellenländern ebenfalls zum Ölpreisverfall beiträgt. Dies bedeutet auch Ungemach für die stark exportorientierte Wirtschaft hierzulande.

kg/DPA
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