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Banken drängen reiche Deutsche zur Selbstanzeige

Nach dem gescheiterten Steuerabkommen setzen Schweizer Banken jetzt auf Eigeninitiative. Reiche Deutsche sollen ihr Vermögen selbst offenlegen. Experten erwarten eine große Welle von Selbstanzeigen.

  Das Kreditunternehmen "Credit Suisse" hat bereits eine Liste mit Fachanwälten zusammengestellt, um ihre Kunden zu beraten

Das Kreditunternehmen "Credit Suisse" hat bereits eine Liste mit Fachanwälten zusammengestellt, um ihre Kunden zu beraten

Nach dem Scheitern des Steuerabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz drängen Schweizer Banken deutsche Kunden einem Bericht zufolge dazu, ihr verstecktes Vermögen per Selbstanzeige zu offenbaren.

Die "Süddeutsche Zeitung" zitierte den Steueranwalt Jan Olaf Leisner mit den Worten, in den kommenden beiden Jahren sei die "bislang größte Welle von Selbstanzeigen" zu erwarten. Schon jetzt hielten Finanzinstitute wie Credit Suisse Listen mit Fachanwälten für ihre Kunden bereit, die dabei helfen sollten, das unversteuerte Vermögen den deutschen Finanzbehörden zu melden.

Er sei sich sicher, dass schon in wenigen Jahren in der Schweiz "kein unversteuertes Geld" aus Deutschland mehr vorliegen werde, sagte der Anwalt der Zeitung. Unter anderem wegen angekaufter CDs mit Daten von Steuerhinterziehern haben Schweizer Banken seit Jahren immer wieder Ärger mit deutschen Steuerfahndern. Das deutsche Steuerabkommen mit der Schweiz war im Dezember nach monatelangem Ringen zwischen Koalition und Opposition endgültig gescheitert. Die Opposition sah in der geplanten Regelung noch zu viele Schlupflöcher für Steuersünder.

ins/AFP/AFP

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