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Sparsamer leben und Rücklagen nutzen: Deutschland schnallt den Gürtel enger

Viele Deutsche bremsen ihre Ausgaben: Sie wollen Abos kündigen und weniger Geld in Bars verfeiern, so eine Studie. Ein Fünftel hat ohnehin ganz andere Sorgen: Sie müssen ans Gesparte ran, um zu überleben.

Figuren stehen auf einem Berg aus Kleingeld

Rund 42 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen um ihre Finanzen.

Der Jahreswechsel ist ganz traditionell der Moment, in dem die eigene Lebensweise überdacht wird. Wie ist das mit der Ernährung, der Work-Life-Balance, dem Sport? Doch traut man einer Studie, kommt noch ein Punkt zur Liste der guten Vorsätze: Sparsamer leben. Und das aus zwei Gründen: Die eine Seite will gerne sparen, um sich besser zu fühlen - auch wenn dafür aktuell keine Notwendigkeit besteht. Die andere Seite muss allerdings den Gürtel enger schnallen, weil die finanzielle Situation nicht so rosig aussieht.

Sparen und finanzielle Sorgen

Der Gutscheinanbieter RetailMeNot (bis 2015 hieß das Unternehmen deals.com) hat in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass mehr als die Hälfte Geld spart, weil es ein gutes Gefühl vermittelt. Doch 42 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen ihre finanzielle Situation Sorgen bereitet. 22 Prozent fürchten sogar, in den Dispo zu rutschen oder dort weiterhin festzuhängen. Und 21 Prozent der Befragten gab an, in den Spardose greifen zu müssen, um die Ausgaben zu decken. Die Umfrage wurde unter 1000 deutschen Verbrauchern im Dezember 2015 durchgeführt.

Streamingdienste kündigen und weniger feiern

Die Sparfüchse (21 Prozent der Befragten) wollen sich von überflüssigen Abonnements - beispielsweise von Zeitschriften oder Streamingdiensten - trennen. Jeder fünfte Befragte will den Rotstift beim Ausgehen ansetzen. Der Restaurantbesuch oder Partynächte in Club und Bars soll vor allem in der Altersgruppe der 30 bis 49 Jährigen eingespart werden. Bei Lebensmitteln wollen dagegen nur sechs Prozent der Befragten weniger ausgeben.

Ostdeutsche sind ängstlicher

Auffällig: In den neuen Bundesländern machen sich statistisch mehr Menschen Sorgen um ihre Finanzen. Im Osten haben 47 Prozent Angst um ihr Geld, im Westen sind es nur 39 Prozent. Und: Nur 36 prozent der Frauen sehen die eigenen Finanzen kritisch. Dagegen sind 42 Prozent der Männer besorgt. Die sparsamsten Deutschen leben laut der Umfrage in Bayern: Dort sparen 62 Prozent der Befragten für das gute Gefühl. In Bremen sind es nur 39 Prozent.

kg
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