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Die Zypern-Rettung ist ein Tabubruch. Der Staat bedient sich an Konten von Sparern, auch Europäer in anderen Ländern fürchten um ihr Geld. Wie geht es weiter mit der Eurokrise? Hier ein paar Fakten.
Zypern muss sein Geschäftsmodell aufgeben. Die Eurogruppe betrachtet das Vorgehen als Blaupause für andere Staaten mit aufgeblähter Bankenlandschaft. Malta und Luxemburg kriegen das Zittern.
Um zwölf Uhr sollen die Banken auf Zypern wieder öffnen. Die Polizei ist in Bereitschaft, die Angst vor einem Massenansturm auf die Geldhäuser ist groß. Die zyprische Börse bleibt vorerst geschlossen.
Erstmals seit elf Tagen öffnen an diesem Donnerstag Zyperns Banken - für sechs Stunden. Die Angst vor einem Sturm auf die Geldhäuser ist weiterhin groß. Sicherheitskräfte sind in Bereitschaft.
Zypern ist gerettet, aber Reiche drücken sich. Obwohl der Inselstaat Guthaben einfror, flossen Hunderte Millionen ab. Nun geht die Angst vor Kapitalflucht um - befeuert vom Chef der Eurogruppe.
Nach der Zypern-Rettung in letzter Minute betonen Politiker und Wirtschaftsexperten die Einmaligkeit der Maßnahmen. Was geschehen ist, sei ein "Einzelfall". Es könne kein Modell für Europa werden.
Die Euroretter meinen, das Richtige getan zu haben, auch wenn Zypern ein Tal der Tränen durchlaufen wird. Doch viele Probleme bleiben. Bange Blicke richten sich auf Spanien, Griechenland und Italien.
Beschließen, korrigieren, Schuld zuweisen - so verliert die EU als Institution Kapital, das mehr wert ist als all die Milliarden zur Rettung des Euro: Glaubwürdigkeit. Erklärt den Menschen Europa!
Die Kanzlerin sieht sich genötigt, ihre Sparergarantie von 2008 zu wiederholen. Doch der Fall Zypern zeigt: Der Wert dieser Versprechen ist begrenzt, Notfalls langt der Staat zu.
Die geplanten Zwangsabgaben auf Sparguthaben in Zypern verunsichern Millionen Anleger in Europa. Mit Blick auf Sorgen deutscher Sparer ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel erklären, dass ihre vor knapp fünf Jahren gegebene Garantie für die Spareinlagen in Deutschland Bestand habe.
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