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Die CD mit Daten von deutschen Steuerhinterziehern aus Luxemburg wird dem Fiskus bis zu 900 Millionen einbringen. Außerdem rechnet die Steuergewerkschaft mit vielen Selbstanzeigen.
Griechenland heizt seinen Steuersündern ein. Die Namen von 15.000 Menschen sollen in der kommenden Woche öffentlich gemacht werden. Sie schulden ihrem Staat fast 40 Milliarden Euro.
Und wieder eine Steuer-CD: Ein weiterer Datenträger mit Angaben über mögliche Steuerhinterzieher einer Liechtensteiner Bank beschäftigt laut einem Zeitungsbericht die deutschen Behörden.
Bisher konnten Steuerbetrüger sich sogar dann noch selbst anzeigen, wenn die Steuerprüfer bereits im Haus waren. Damit ist jetzt Schluss - darin sind sich die Bundesländer einig. Doch nicht nur deswegen brechen härtere Zeiten für Steuersünder an: Die Finanzverwaltung NRW hat eine CD mit brisanten Daten gekauft.
Die Zeit der Selbstanzeigen ist vorbei. Nach Auswertung der Schweizer Steuersünder-CD greifen die deutschen Finanzbehörden durch. Hausdurchsuchungen sind die Folge. Es geht um ein Anlagevermögen in Milliardenhöhe.
Baden-Württemberg macht Ernst im Kampf gegen Steuerhinterzieher: Die Behörden im "Ländle" schicken Verdächtigen nach Erhalt von Daten aus der Schweiz jetzt Ermittler ins Haus. Wer sich im Südwesten nicht selbst angezeigt hat, muss zittern.
Post-Chef Klaus Zumwinkel wird beschuldigt, mehrere Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Im stern.de-Interview erklärt Finanzexperte Lars Feld, wie der Staat den Fall Zumwinkel begünstigt hat - und fragt sich, warum nicht viel mehr Menschen Steuern hinterziehen.
Der Bundestag muss das neue deutsch-schweizerische Steuer-Abkommen noch absegnen. Die Kritik ist vehement. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter spricht gar von "staatlich organisierter Geldwäsche".
Aus dem eigenen Lager hagelt es Kritik an Kanzlerin und Finanzminister. Soll der Staat die berüchtigte Daten-CD kaufen? Das fragt sich auch die stern.de-Redaktion. Er muss es, findet Hans Peter Schütz. Er darf es keinesfalls, meint Manuela Pfohl.
Armer Peer Steinbrück: Ob Freund oder Feind, alle prügeln auf den scharfzüngigen Finanzminister ein, weil er es wagt, bei seinem Kampf gegen Steuerflucht selbst Österreich und Luxemburg rhetorisch hart anzugehen. Dabei nennt Steinbrück die Dinge nur beim Namen. Peinlich ist, dass selbst SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier den kompetenten Minister zurückpfeifen will.
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