Startseite

Vattenfalls Ärger mit der Frist

Stromriese Vattenfall will wie viele Anbieter zum 1. Januar die Preise erhöhen. Bei einigen Kunden hat er aber laut Verbraucherzentrale Hamburg die Frist verpasst. Es wäre ein peinliches Versäumnis.

Immer dieser Ärger mit den Fristen. Es gibt wohl kaum einen Kunden, der nicht schon mal den Stichtag verpasst hat, zu dem er eigentlich den alten Handyvertrag oder ein unnötiges Jahresabo kündigen wollte. Ausnahmsweise trifft der Fristen-Frust nun mal nicht den Verbraucher sondern ein Unternehmen: Der Energieversorger Vattenfall plant, wie mehr als 500 weitere Anbieter, zum 1. Januar die Preise zu erhöhen. Darüber hat er möglicherweise viele Kunden zu spät informiert.

Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet, bei ihr hätten sich zahlreiche Kunden gemeldet, die den entsprechenden Brief erst am 21. November erhalten hätten. "Das Erhöhungsschreiben hätte aber am 20. November bei den Kunden eingehen müssen", sagt Günter Hörmann von der Verbraucherzentrale Hamburg. Denn die gesetzliche Frist für eine Ankündigung der Erhöhung beträgt genau sechs Wochen - und keinen Tag weniger. Die Preiserhöhung sei daher unwirksam.

Vattenfall ist anderer Meinung: "Die Benachrichtigung ist form- und fristgerecht erfolgt", sagte ein Sprecher stern.de. Die Briefe seien bis zum 19. November rausgegangen und würden die Kunden bis zum 24. November erreichen. Das würde reichen, um den Stichtag 20. November zu wahren.

Nächtliche E-Mails an Kunden

Die Verbraucherzentrale geht dagegen von einem Versäumnis Vattenfalls aus und berichtet von nächtlichen "Verzweiflungsaktionen". So sei ein Kunde in der Nacht vom 20. auf den 21. per E-Mail informiert worden und ihm zugleich ein postalisches Schreiben angekündigt worden. Die Verbraucherzentrale rät betroffenen Kunden, Vattenfall auf das Fristversäumnis hinzuweisen und auf der Beibehaltung des Preises zu bestehen.

Ob es wirklich ratsam ist, einen solchen Kleinkrieg anzuzetteln, muss jeder selbst wissen. Es gibt allerdings eine deutlich einfachere Option, die funktioniert, ganz egal welche Seite recht hat: Preise vergleichen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

bak

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools