. .
Geld & Finanzen
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
9. Oktober 2007, 10:12 Uhr

Chavez macht Weltbank Konkurrenz

Auf Initiative des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez haben sieben südamerikanische Staaten eine Entwicklungsbank gegründet. Die soll als eine Art Konkurrenz zur Weltbank dienen und Kredite "nicht mit einer bestimmten Wirtschaftspolitik" verknüpfen.

"Gründungsvater" der Banco del Sur: Hugo Chavez© AP

Sieben südamerikanische Staaten haben die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank für den Subkontinent als Alternative zur Weltbank beschlossen. Die Banco del Sur (Bank des Südens) solle bei einem Präsidentengipfel am 3. November in Caracas ins Leben gerufen werden, heißt es in einer in Rio de Janeiro nach einem Ministertreffen veröffentlichten Erklärung. Die Hauptstadt Venezuelas solle auch Sitz des Instituts sein. Die Gründung der Entwicklungsbank geht auf eine Initiative des umstrittenen venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez und des argentinischen Präsidenten Nestor Kirchner zurück.

Finanzierung von Entwicklungsprojekten

Der Gründungsbeschluss wurde den amtlichen Angaben zufolge von Wirtschafts- und Finanzministern aus Brasilien, Argentinien, Bolivien, Ecuador, Paraguay und Uruguay unterzeichnet. Die Bank des Südens soll demnach in erster Linie Entwicklungsprojekte finanzieren und die Integration in Südamerika fördern. Sie werde "eine zentrale Rolle im Rahmen einer neuen regionalen Finanzarchitektur spielen".

"Wir haben alle Hindernisse aus dem Weg geräumt", sagte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega. Sein venezolanischer Amtskollege Rodrigo Cabezas sprach von einer "historischen Entscheidung". Die Bank solle nicht als Machtinstrument missbraucht werden, so Cabezas. "Die Kredite sollen nicht von einer bestimmten Wirtschaftspolitik abhängig gemacht werden", sagte er. Die ersten Kredite sollen schon in der ersten Hälfte des kommenden Jahres gewährt werden.

Beide Minister sagten, alle Mitgliedsländer würden bei Abstimmungen im Verwaltungsrat der Bank unabhängig von ihrer Größe nur eine Stimme haben. Offiziell nicht bestätigt wurden unterdessen Medienberichte, wonach die Bank ein Gründungskapital von sieben Milliarden US-Dollar, umgerechnet fünf Milliarden Euro, haben soll. Laut Mantega, sollen zumindest in einer ersten Phase Ländern außerhalb der Region keine Kredite gewähren.

Viele südamerikanische Länder sind mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) unzufrieden. Vor allem der Linksnationalist Chàvez wirft den internationalen Finanzinstitutionen "Erpressung" bei der Kreditvergabe vor. Sie seien Instrumente des Imperialismus.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Nihat.Savmaz (09.10.2007, 10:58 Uhr)
yeeaaahhh....
the revolution goes on...
MEHR ZUM ARTIKEL
Weltbank-Präsident Robert Zoellick, der Aufräumer

Er verhandelte 1989 über die deutsche Einheit und diente als stellvertretender US-Außenminister. Jetzt soll der erfahrene Spitzendiplomat Robert Zoellick auf Wunsch von Präsident Bush die Weltbank leiten. Doch kaum designiert, steht er schon in der Kritik. mehr...

London Chavez zahlt Armen Bahn-Tickets

Londonern, für die Busfahrten zu teuer sind, wird das Busticket von Hugo Chavez persönlich bezahlt. Knapp 25 Millionen Euro Unterstützung stellt der venezolanische Staatschef zur Verfügung. London revanchiert sich dafür mit Stadtplanung. mehr...

Weltbank Schuldenerlass für ärmste Länder in Sicht

Ein Befreiungsschlag von historischem Ausmaß könnte für die ärmsten Länder der Welt auf der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank Wirklichkeit werden: der Erlass von Milliardenschulden. mehr...

 
Partnerangebot Zinsen — der große Unterschied Zinsen — der große Unterschied Bank ist nicht gleich Bank

Wollen Sie Ihrer Bank Geld schenken? Oder lieber die besten Zinsen sichern? mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (21/2012)
"Europa braucht den Euro nicht!"