Startseite

Der Goldpreis fällt weiter

Ist die goldene Dekade beendet? Der Goldpreis fällt in atemberaubendem Tempo. Ein Experte spricht von "panikartigen Ausverkäufen". Nur ein kurzes Tief oder der Beginn einer Trendwende?

  Der Goldpreis hat seinen Sinkflug fortgesetzt und ist auf den tiefsten Stand seit vergangenem Sommer gerutscht

Der Goldpreis hat seinen Sinkflug fortgesetzt und ist auf den tiefsten Stand seit vergangenem Sommer gerutscht

Über Jahre ging es steil nach oben, nun scheint der Sturzflug programmiert. Der Goldpreis kommt immer stärker unter Druck, zuletzt ging der Abwärtstrend in einen freien Fall über. Freunde des gelben Edelmetalls brauchen starke Nerven, denn einige Experten sehen keine Momentaufnahme, sondern eine Trendwende. Investmentbanken und Profi-Anleger setzen Gold in großem Stil auf die Verkaufslisten. Es tauge nicht länger als "sicherer Hafen", sagt Spekulanten-Legende George Soros. Die "Todesglocken" läuten, meinen Experten der Citigroup. Nichts wie raus, rät Wall-Street-Riese Goldman Sachs seinen Kunden.

"Einst der gefeierte Star mit zwölf erfolgreichen Jahren hintereinander, scheint die goldene Dekade ein jähes Ende zu finden", heißt es in einer Analyse der NordLB.

Am Montag rutschte der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31 Gramm) bis unter die Marke von 1400 US-Dollar. Es ist der tiefste Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Talfahrt der vergangenen Tage ist atemberaubend: Am vergangenen Mittwoch kostete die Unze noch 200 Dollar mehr. Bereits am Freitag war der Kurs um etwa fünf Prozent eingebrochen. An der wichtigsten Rohstoff-Terminbörse in New York wurden an diesem Tag fast doppelt so viele Gold-Kontrakte wie im bisherigen Jahresdurchschnitt gehandelt.

Gründe noch unklar

Commerzbank-Experte Eugen Weinberg sieht einen "panikartigen Ausverkauf". Auf dem Papier wechselten gut 1140 Tonnen Gold den Besitzer. "Dies ist mehr als die gesamte jährliche Goldnachfrage von Indien oder China", die beiden größten Absatzmärkte der Welt. Zum Wochenauftakt setzte sich der Kursrutsch ungebremst fort.

Experten tun sich schwer, fundierte Gründe für die massiven Verluste zu finden. Die Aussicht auf ein frühzeitiges Ende der ultralockeren Geldpolitik in den USA spiele weiterhin eine Rolle, sagten Händler. Aus dem Protokoll der letzten Ratssitzung der US-Notenbank Fed war hervorgegangen, dass die Währungshüter die Liquiditätsflut immer kritischer bewerten. Die breite Mehrheit will spätestens zum Jahresende damit beginnen, die weit geöffneten Geldschleusen wieder zu schließen. Dadurch könnten Inflationsängste weiter sinken.

"Da Gold als Absicherung gegen Teuerungsrisiken allmählich an Bedeutung verliert, verabschieden sich immer mehr US-Anleger aus dieser Krisenanlage", sagt Analyst Thorsten Proettel von der LBBW. Zudem belasteten zuletzt Pläne der zyprischen Regierung, Goldreserven der Notenbank loszuschlagen, um einen Teil der nötigen Eigenbeteiligung am jüngst vereinbarten Rettungspaket aufzubringen.

Noch nicht die Zeit für Schnäppchen

Doch den wesentlichen Ausschlag dürfte einmal mehr der Herdentrieb der Finanzmärkte gegeben haben. Akteure wie Goldman Sachs, Sociét Générale, Citigroup oder Bank of America hatten zuletzt deutliche Verkaufssignale geliefert und damit die Richtung vorgegeben. Großinvestoren zogen massiv Mittel aus dem weltgrößten Goldfonds SPDR Gold Trust ab. Das Volumen erreichte den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren. Da viele Anleger bei Unterschreiten bestimmter Kursmarken automatisch verkaufen, um sich vor heftigeren Verlusten zu schützen, kann der Goldpreis bei einer Abwärtsdynamik leicht abstürzen.

Doch auch wenn das Ende des Gold-Booms tatsächlich eintreten sollte, halten viele Beobachter den derzeitigen Preisverfall für übertrieben. "Mittel- bis langfristig sehen wir weiterhin höhere Goldpreise", sagt Commerzbank-Stratege Weinberg. Allerdings könnte der Verkaufsdruck vorerst hoch bleiben. "Für Schnäppchenjäger ist es noch zu früh", warnt Eugen Keller vom Bankhaus Metzler.

Hannes Breustedt, DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools