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Ikea muss sich einen neuen Namen suchen

Ikea darf nicht mehr Ikea heißen: Ein indonesisches Gericht hat dem schwedischen Möbelkonzern die Verwendung des Namens verboten. Denn das Phantasiewort Ikea hat in Indonesien eine Bedeutung. 

Ikea muss sich in Indonesien einen neuen Namen suchen

Ikea braucht einen neuen Namen - zumindest in Indonesien muss sich der schwedische Möbelkonzern eine neue Bezeichnung suchen.

In Indonesien muss Ikea eine Schlappe einstecken: Das oberste Gericht des Landes verbietet dem Konzern, den Namen im Land weiter zu tragen. Denn den Begriff Ikea als Namen gibt es bereits im Land - und er hat auch etwas mit Möbeln zu tun.

Ganz leicht lag der Fall für die Richter allerdings nicht. Bereits 2010 ließ sich Ikea den Namen im Register eintragen. Doch Ikea ist mit seinem Namen in Indonesien nicht allein, denn Ikea steht als Akronym für die Rattanindustrie (Intan Khatulistiwa Esa Abadi). Als im Dezember 2013 ein Rattanhersteller sich das Kürzel sichern lassen wollte, war der Streit vorprogrammiert. Ein Jahr später landete der Fall vor Gericht - und das Rattanunternehmen bekam recht.

Oberstes Gericht verbietet Ikea-Namensnutzung

Das oberste Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Ikea von dem Namensrecht jahrelang keinen Gebrauch gemacht habe, somit könne dies auch gelöscht werden. Ikea hatte erst Ende 2014 die erste Filiale im Land eröffnet. Der Fall war im Mai vergangenen Jahres verhandelt worden, wurde aber erst jetzt auf der Internetseite des Gerichts veröffentlicht.

Ob Ikea sich nun umbenennen will, ist nicht bekannt. Allerdings muss Ikea auch nicht sofort seine Geschäft in Indonesien einstellen. Der Franchisenehmer kann zunächst ungeachtet des Urteils die  Arbeit weiter fortführen.

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Ikea und irre Namen

Der Begriff  Ikea wurde vom Firmengründer entwickelt. Der Name des schwedischen Möbelkonzerns Ikea setzt sich aus einem Initialengemisch zusammen: Der Firmengründer Ingvar Kamprad verwendete das "I" und das "K" aus seinem Namen und hing noch die ersten Buchstaben von Elmtaryd und Agunnaryd daran - das sind der Hof und das Dorf, wo er aufgewachsen ist. Ähnlich wie beim Firmennamen bekommen auch viele Ikea-Produkte phantasievolle Namen. Zwar entspringen einige Namen von Sofas und Küchengeräten skandinavischen Sprachen - doch auch eine große Portion Kreativität sind dabei, beispielsweise beim verzinkten Regal Hyllis.

 
Der vordere Teil des Namens bezieht sich auf das schwedische Wort Hylla, das übersetzt Regal bedeutet. Den hinteren Teil könnte man salopp mit Dingsda übersetzen. Das "Regal-Dingens" wäre die sehr holprige Entsprechung auf Deutsch. Von solchen Namen, die mit dem "Is" am Ende spielen, gibt es einige Beispiele.





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