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Angesichts der Klimaanlagen-Probleme in ICE-Zügen der Deutschen Bahn hat die Bahngewerkschaft Transnet den Bund aufgefordert, dem Staatskonzern mehr Geld für Investitionen zu belassen.
Die Bahngewerkschaft Transnet besteht auf einem einheitlichen Flächentarifvertrag für alle Bahnen in Deutschland.
Er ist gerade erst ein halbes Jahr im Amt und wirft schon das Handtuch: Der Chef der größten Bahngewerkschaft Transnet, Lothar Krauß, räumt seinen Posten. Seit dem Wirbel um den Wechsel von Krauß-Vorgänger Norbert Hansen in den Bahn-Vorstand verliert Transnet massiv Mitglieder.
Bahnfahrer bleiben an diesem Donnerstag von Streiks verschont. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird frühestens für Freitag zu Arbeitsniederlegungen aufrufen. Dafür treffen sich Vorstandschef Hartmut Mehdorn und der Vorsitzende der GDL, Manfred Schell, um Lösungen zu erörtern.
Nach einer knappen Woche Hitze-Drama bei der Bahn hat Konzernchef Rüdiger Grube angekündigt, die Kühlsysteme zu erneuern und eine Erneuerung der Klimaanlagen des ICE-2 zu prüfen. Mit dem Sparkurs der Bahn hätten die Probleme in den Hitze-Zügen nichts zu tun.
Schlechte Leitlinien, zu wenig Beamte und teilweise sogar unbesetzte Reviere: Laut Bundesrechnungshof ist es um die Sicherheit in vielen Bahnhöfen und Zügen schlecht bestellt. Die Gewerkschaft der Polizei sieht sogar mehr Gewalttäter als Beamte unterwegs.
Im Eiltempo pflanzt Rüdiger Grube - 100 Tage im Amt - dem letzten Großkonzern in Staatsbesitz seine Kultur ein. Nach außen konziliant und bei den Mitarbeitern beliebt, fegt der neue Chef die Führungsetage aus. Angst macht sich breit - vor allem bei den Mehdornianern.
Hartmut Mehdorn beugt sich dem Druck: Mehr als zwei Wochen nachdem der stern den Datenskandal bei der Bahn aufgedeckt hat, hat sich der Konzernchef für den Massenabgleich von Mitarbeiterdaten bei den Beschäftigten entschuldigt. Die Gewerkschaften akzeptierten, bestehen aber weiter auf eine lückenlose Aufklärung der Affäre.
Es wird eng für Bahnchef Hartmut Mehdorn: Nachdem das Unternehmen eine weitere Überprüfungsaktion unter nahezu allen Bahnmitarbeitern zugegeben hat, werden Rücktrittsforderungen immer lauter. Sollten sich die Berichte bestätigen, "wird sich Herr Mehdorn nach einer anderen Tätigkeit umsehen müssen", sagte der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz.
Die Überprüfung von Mitarbeitern bei der Deutschen Bahn hat ein deutlich größeres Ausmaß als bisher bekannt. Auch im Jahr 2005 gab es einen Datenabgleich im großen Stil. Betroffen waren damals alle knapp 220.000 Beschäftigten. Auch dieses "Screening" hatte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn der Öffentlichkeit verschwiegen.
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