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Die Bahn darf Fahrkarten am Schalter teurer verkaufen als im Internet oder am Automaten.
Der massive Widerstand hat Wirkung gezeigt: Die Deutsche Bahn nimmt den umstrittenen Bedienzuschlag zurück. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Beschluss ist das Resultat eines Krisengipfels, der angesichts der lautstarken Proteste gegen die umstrittene Schalter-Pauschale einberufen worden war.
Sind 2,50 Euro Aufpreis für eine Bedienung am Schalter oder Telefon gerechtfertigt? Die Bahn meint ja und fordert den Betrag mit der Erhöhung der Preise ab Mitte Dezember. Vor allem Politiker sind gegen die Einführung und sprechen von der "Arroganz eines Monopolisten". Jetzt soll das Verkehrsministerium einschreiten.
Bahnchef Hartmut Mehdorn ist der Buhmann der Nation - und tut viel dafür, dass das so bleibt. Ein Gespräch über den Gang an die Börse, die Preise am Schalter und die Bahnhofsklos in Wanne-Eickel.
Im Kampf gegen den Bedienzuschlag der Deutschen Bahn gibt sich die Politik parteiübergreifend volksnah. Doch egal wie laut sie aufschreit, es ist doch nur pure Heuchelei. Denn die wichtigste Frage stellen sich in Berlin nur wenige: Warum wird Volksvermögen so billig verschleudert?
Die Deutsche Bahn wird ihre Ticketpreise für die zweite Klasse Mitte Dezember um rund 3,9 Prozent erhöhen. Auch die Bahncard wird teurer. Zudem wird es einen neuen "Bedienzuschlag" geben, wenn Kunden am Schalter oder per Telefon buchen.
Während die Bahn mit akuten Fahrplanproblemen kämpft, wird die angekündigte Preiserhöhung auf einzelnen Strecken etwas happiger ausfallen als bislang angenommen. Vor allem einige Strecken nach Berlin werden spürbar teurer. Immerhin läuft der Verkehr zwischen der Hauptstadt und Hamburg wieder besser.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat Bahnchef Hartmut Mehdorf aufgefordert, auf den umstrittenen Schalter-Zuschlag zu verzichten. Die zuvor vom Bahnchef angekündigten Ausnahmen bei der Service-Pauschale hält der Minister für nicht ausreichend.
Ein "Affront gegen die eigenen Kunden" nennt der Bundesverband der Verbraucherzentralen die Preiserhöhung der Bahn. Besonders der neue Schalter-Zuschlag erhitzt die Gemüter. Die Opposition wirft dem Konzern vor, seine Monopolstellung in Deutschland auszunutzen.
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