Energie sparen wird immer wichtiger. Damit Mieter und Hauskäufer die Energiekosten einer Immobilie vergleichen können, sind Energieausweise Pflicht. stern.de erklärt die Regeln und die Ausnahmen. Von Peter Neitzsch
Liegt das Traumhaus auch energetisch im grünen Bereich? Oder ist das Objekt ein Sanierungsfall? Käufer eines Eigenheims - aber auch künftige Mieter einer Wohnung - sollen das auf einen Blick erkennen können. Seit 2008 müssen Eigentümer beim Verkauf oder der Vermietung ihrer Immobilie deshalb einen Energieausweis vorlegen.
Die Energieeffizienz des Gebäudes wird dabei mit Hilfe einer Farbskala verdeutlicht: Im grünen Bereich ist der Energiebedarf am niedrigsten, je weiter die Farbe in Richtung Rot geht, desto mehr verbraucht die Immobillie. Auf dem Energieausweis sind außerdem Vergleichswerte angegeben, und es werden Modernisierungsmaßnahmen genannt.
Die Idee dahinter: Käufer wie Mieter sollen von Anfang an beurteilen können, wie hoch die Heiz- und Warmwasserkosten im Objekt ausfallen, wie viel Energie benötigt wird und wie es um Dämmung und Heizungsanlage bestellt ist. "Umso wichtiger in diesen Zeiten, in denen die Energiepreise explodieren", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.
Allerdings können Eigentümer nicht zur Modernisierung gezwungen werden, falls die Werte ihres Gebäudes schlecht ausfallen. Der Ausweis verpflichtet zu nichts, sondern gibt lediglich wirtschaftlich vertretbare Empfehlungen. Die Bundesregierung hofft so, Anreize für die Sanierung zu schaffen: Rund zwei Millionen Gebäude sollen in den nächsten Jahren den Empfehlungen entsprechend saniert werden. Das Ziel: Knapp 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid sollen bis 2020 auf diese Weise eingespart werden.
Doch nicht jeder Hausbesitzer braucht auch einen teuren Bedarfsausweis. Ausnahmen gelten für Neubauten, große Mietshäuser und selbstgenutzte Immobilien. stern.de sagt, ob und - wenn ja - welchen Energieausweis Sie benötigen, was das kostet und was es bringt.