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Irrtum bei Google Maps – falsches Haus abgerissen

Jeder wurde von seiner Navigation schon mal in die Irre geführt. Dumm nur, wenn das einem Abrisskran passiert und der dann das fasche Haus platt macht.

  Von dem großen Doppelhaus blieb nichts übrig.

Von dem großen Doppelhaus blieb nichts übrig.

Lindsay Diaz besaß die Hälfte eines Doppelhauses in der Nähe von Dallas. Das Haus war von einem Tornado zur Weihnachtszeit etwas mitgenommen, daher sollte das Anwesen renoviert werden. Aber stattdessen wurde es nun dem Erdboden gleichgemacht. Die Abrissfirma Billy L. Nabors Demolition gibt Google die Schuld. Sie hätten ein Haus mit der Adresse "7601 Cousteau Drive" abreißen wollen, aber aus unbekannten Gründe habe Google Maps den Abrisstrupp zu der Adresse "7601 Calypso Drive" geleitet. Ein Fehler, den mehrere Reporter allerdings nicht reproduzieren konnten. Wahrscheinlicher dürfte wohl sein, dass kein mysteriöser Bug, sondern eine Mischung von Vertipper, Autokorrektur und grober Nachlässigkeit für den Abriss verantwortlich war.

Hinzu kommt: Beide Häuser sehen exakt gleich aus und liegen nur eine Straßenkreuzung voneinander entfernt.

Rückschlag nach dem Sturm 

Aber wie dem auch sei, von Lindsay Diaz' Heim ist nur noch Sperrholz und die Bodenplatte aus Beton übrig geblieben. Das ist besonders tragisch, weil die junge Mutter seit dem Tornado vom 26. Dezember versucht hat, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Den Sturm überlebte sie damals, weil sie sich mit ihrem Baby in der Badewanne verkrochen hat. "Ich fuhr gerade von der Arbeit nach Haus, da rief mich die Nachbarin  an. Sie war ganz hysterisch und weinte am Telefon. Ich fragte sie, was denn los sei. Und da sagte sie mir, dass jemand mein Haus zerstört", erzählte Diaz dem lokalen Nachrichtendienst "Kera News."

  Die Adressen liegen eng beieinander.

Die Adressen liegen eng beieinander.

Die Frau ist am Boden zerstört, denn das Haus sei noch brauchbar gewesen. Ein Sachverständiger habe nach dem Sturm einen Bericht verfasst, sagte Diaz, der besagte, dass die Grundstruktur des Hauses in Ordnung sei. Nur eine Wand hätte man reparieren müssen und einige Teile des Daches. "Wir wollten im Sommer wieder einziehen. Nun sieht es so aus, als wäre der Tornado wieder gekommen und hätte nun wirklich alles mitgenommen."

Gernot Kramper
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