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Wohnungsanpassung erhöht den Komfort

Eine Wohnung soll sich Ihren Bedürfnissen anpassen - nicht umgekehrt. Bei der Umgestaltung von Wohnungen sollte jedoch nicht nur ans eigene Alter gedacht werden.

Von Thomas Krause

  Gerade bei Umbauten im Bad geht es in erster Linie um das eigene Wohlbefinden

Gerade bei Umbauten im Bad geht es in erster Linie um das eigene Wohlbefinden

Wenn Karin Dieckmann über das Thema "altersgerechtes" Wohnen sprechen soll, kann sie sich beinahe schon aufregen. Die Frau von der Beratungsstelle "Barrierefrei Leben Hamburg" ist dann zwar auf ihrem Themengebiet, möchte es aber anders benannt wissen. "Der springende Punkt ist doch: es geht nicht um eine Frage des Alters, sondern um eine Frage des Wohnkomforts", sagt Dieckmann.

Speziell für Badezimmer sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Produkte auf den Markt gekommen, die zunächst einmal ein gutes Design haben, aber eher nebenbei auch noch als Hilfsmittel eingesetzt werden können. "Es muss nicht alles an Behinderung erinnern", sagt die Expertin. Ein gutes Beispiel seien flache Duschwannen. "Sie sehen einfach besser aus als die üblichen Duschwannen. In anderen europäischen Ländern sind die bodengleichen Duschen schon viel stärker vertreten, aber langsam setzen auch die deutschen Hersteller auf sie", sagt Dieckmann. Die Ausrutschgefahr beim Besteigen oder Verlassen der Dusche besteht eh unabhängig vom Alter.

Sein Zuhause noch wohnlicher machen

Der Wunsch, seine Wohnung umzubauen, muss also nicht aus einer Notwendigkeit heraus entspringen. Er kann auch einfach aufkommen, weil man sich zuhause noch wohler fühlen möchte. Wie auch immer die Motivation sein mag: Bei Mietwohnungen muss jede bauliche Veränderung mit dem Vermieter vorher abgesprochen werden.

Dabei ist es keineswegs so, dass die Vermieter sich grundsätzlich quer stellen. "Auch Vermieter haben ein Interesse, gute Mieter zu halten. Ein Vermieter darf aber verlangen, dass die Veränderungen beim Auszug zurückgebaut werden", sagt Dieckmann. In vielen Fällen einigen sich aber Mieter und Eigentümer sogar, die Kosten für Umbauten zu teilen. Die Kosten spielen dabei je nach Ausmaß der Veränderungen eine nicht zu vernachlässigende Rolle und stellen gerade für ältere Mieter ein Problem dar. So bekam eine Bekannte von Karin Diekmann keinen Bankkredit, weil sie älter als 60 Jahre war.

Förderungsantrag rechtzeitig stellen

Für gesundheitlich bedingte Umbauten können jedoch Fördermittel in Anspruch genommen werden. So zahlt die Pflegeversicherung einen Zuschuss von maximal 2557 Euro für Wohnungsumbauten - zumindest, wenn eine Pflegestufe vorliegt. Wohnungsämtern und Baubehörden halten ebenfalls Fördermittel bereit, deren Höhe aber von Bundesland zu Bundesland variiert. Der Antrag auf Förderung muss auf jeden Fall vor Baubeginn gestellt werden, soll er überhaupt eine Chance auf Bewilligung haben.

Die Finanzierung lässt sich aber relativ leicht vermeiden, indem man die Umbauten nach und nach vornimmt. "Gerade im Bad kann sich jeder selbst etwas Gutes tun. Vieles, was unter dem Etikett 'Wellness' verkauft wird, kann man auch als 'altersgerecht' verstehen", sagt die lebhafte Hamburgerin. Mit Dampf- oder Massagedüsen in der Dusche wird das Badezimmer zum Wohlfühltempel.

<Komfort und Vorsorge sind miteinander vereinbar

Inzwischen wenden sich auch viele Menschen an die Hamburger Beratungsstelle, weil sie bei einer Wohnungsrenovierung auch schon individuell vorsorgen wollen. "Die Vereinbarkeit von Komfort und Vorsorge ist eine erfreuliche Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren sicherlich durchsetzen wird", sagt Dieckmann. "Es wird Zeit, dass das Thema der Wohnungsanpassung sein Stigma verliert."

Von Thomas Krause

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