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Was Bund, Länder und KfW-Bank bieten

Die Subventionen für Hauskäufer sind längst nicht mehr so üppig wie früher. Aber auch heute gibt es Zuschüsse von Bund, Ländern und Kommunen.

Eigenheimzulage abgeschafft, Steuervorteile gestrichen: Die Staatshilfen für Hauskäufer fließen längst nicht mehr so üppig wie früher. Aber auch heute gibt es Zuschüsse fürs Eigenheim, die, über mehrere Jahre verteilt, Tausende von Euro bringen können. stern.de sagt, auf welche Förderungen Sie bauen können.

Wohn-Riester: Ein Modell mit vielen Tücken

Der Wohn-Riester, auch Eigenheimrente genannt, ist seit Anfang 2009 die wichtigste staatliche Förderung für den Hauskauf, die es in ganz Deutschland gibt - und nicht nur in einzelnen Bundesländern oder Gemeinden. Das System ist recht kompliziert, bietet aber vor allem Familien mit Kindern und Gutverdienern Vorteile bei Hauskauf und Darlehenstilgung. Es schafft Finanzierern jedoch zusätzliche Steuerlasten, wenn sie Rentner sind. Welche Bedingungen gelten und für wen sich der Wohn-Riester rechnet, erfahren Sie hier.

KfW-Darlehen: Zinshilfen vom Staat

Die staatliche KfW-Bank fördert Hausbau und -modernisierung, Eigentumserwerb und Energiespar-Investitionen mit zinsgünstigen Krediten, teils auch mit Zuschüssen. Das "KfW-Wohneigentumsprogramm" gilt für neue wie gebrauchte Häuser - Hauptsache, Sie ziehen selbst ein. Den Antrag müssen Sie für neue Häuser vor Baubeginn und für ältere spätestens direkt nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags stellen. Der KfW-Kredit beträgt höchstens 50.000 Euro und bis zu 100 Prozent der „förderfähigen Kosten“. Hierzu zählen bei Neubauten die Kosten für das Grundstück (wenn die Parzelle vor höchstens einem halben Jahr erworben wurde), für den Bau und für die Außenanlagen. Bei bereits bestehenden Häusern fließen neben dem Kaufpreis die Nebenkosten sowie Auslagen für Modernisierung, Instandsetzung und Umbau ein. Hierfür gibt die KfW zinsgünstige Kredite, die bis zu fünf Jahre tilgungsfrei sind und bis zu 35 Jahre laufen. Der Zins wird je nach Wunsch des Kunden für fünf bis zehn Jahre festgeschrieben. Darüber hinaus unterstützt die KfW-Bank Immobilienbesitzer und Bauherren beim Energiesparen. Das Grundprinzip: Je mehr sich eine (sanierte) Immobilie dem Neubaustandard annähert (Effizienzhaus 100) oder ihn unterbietet, desto kräftiger fällt die Förderung aus. Hier finden Sie Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen. Wenn Sie ein Haus in punkto "Barrierefreiheit" auf Vordermann bringen, hilft das KfW-Programm "Altersgerecht umbauen". Es fördert mit Zinszuschüssen, die Kredite laufen bis zu 30 Jahre lang, bis zu fünf Jahre sind tilgungsfrei. Unterstützt werden außerdem der Einbau zeitgemäßer Technik sowie altersgerechte Umbauten mit Investitionen bis zu 50.000 Euro - zum Beispiel der Ausbau von Schwellen und die Verbreiterung von Türen, die Überbrückung von Stufen, das Anbringen von Handläufen und nicht zuletzt der Einbau von Aufzügen.

So beantragen Sie die KfW-Mittel

Die Sonderförderung und die Investitionszuschüsse werden direkt bei der KfW beantragt. Das Formular für den Zuschuss muss zusätzlich von einem Energieberater unterschrieben werden. Der Weg zum KfW-Kredit führt dagegen immer über die Hausbank. Der Antrag muss vor Beginn der Sanierung gestellt werden. Nachfinanzierungen sind nicht möglich. Das Formular gibt es bei der Hausbank oder direkt bei der KfW: bestellservice@kfw.de oder per kostenfreiem Anruf im Infocenter: Telefon 0800/ 539 - 90 00 oder -90 02. Deckt der KfW-Kredit die Finanzierung nicht ganz ab, ergänzt die Bank die fehlende Summe mit einem Hausbankdarlehen (sofern genügend Sicherheiten vorhanden sind). Alle Immobilienbesitzer haben Anspruch auf ein solches KfW-Darlehen. Die KfW prüft lediglich, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. Achtung: Den Kredit, den Tilgungszuschuss und die Investitionszuschuss gibt es nicht für die Sanierung von Gebäuden, für die nach dem 1.1.1995 Bauantrag oder Bauanzeige gestellt wurde. Mehr Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie online auf kfw.de.

BAFA-Förderung: Zuschüsse für umweltfreundliches Heizen

Solarthermie, Biomasse, Wärmepumpen - Hausbesitzer, die in erneuerbare Energien investieren, erhalten vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse und Bonuszahlungen. Ab April 2012 werden zusätzlich auch Mini-Blockheizkraftwerke gefördert. Die BAFA-Förderung ist mit Teilen der KfW-Programme kombinierbar und gilt nur für Anlagen in Gebäuden, deren Bauantrag vor 2009 gestellt wurde. Neubauten werden grundsätzlich nicht unterstützt. Nähere Informationen gibt es hier.

Länderförderung: Zuständigkeits-Wirrwar in den Bundesländern

Nicht nur die Bundesrepublik verfügt über eine Förderbank, auch in den Bundesländern gibt es Pendants zur KfW-Bank, Hauskäufer mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen unter die Arme greifen. Beispielsweise bietet die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt Baukredite, die sich nicht nach den Kosten, sondern nach der Familiengröße und dem Jahreseinkommen richten. Die Bedingungen sind aber überall verschieden und ändern sich gelegentlich. Zudem sind verschiedene Ministerien - oft auch mehrere zugleich - für die Förderung zuständig. Über die aktuellen Programme der Bundesländer können Sie sich unter www.baufoerderer.de informieren.

Kommunen: Der Bürgermeister baut mit

Auch viele Städte und Gemeinden stellen Fördermittel bereit, besonders um junge Familien zu locken. Unterstützt wird beispielsweise der Kauf von Grundstücken über zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse. Das Portal Pro Eigenheim hat eine Datenbank mit über 800 Kommunen zusammengestellt.

Kirchen: Hilfe von ganz oben

Wer hätte das gedacht? Auch die katholischen Bistümer und die evangelischen Landeskirchen fördern den Bau von Eigenheimen. Die Palette reicht von niedrig verzinsten oder gar zinslosen Darlehen über Zuschüsse bis hin zu Erbbaurechten, mit denen Bauherren gegenüber einem herkömmlichen Grundstückskauf Geld sparen können. Hier finden Sie eine Übersicht des Portals Pro Eigenheim.

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