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So sparen Sie nachhaltig Energie

Es kann mitunter anstrengend sein, weniger Strom, Öl oder Gas zu verbrauchen. Doch Energiesparen nutzt nicht nur dem Klima sondern auch dem Geldbeutel. Eine kleine Gebrauchsanweisung.

Von Roman Heflik

  Mit der Wahl der richtigen Glühlampe kann es anfangen: das Energiesparen

Mit der Wahl der richtigen Glühlampe kann es anfangen: das Energiesparen

  • Roman Heflik

Kommt Ihnen dieses Gespräch vielleicht bekannt vor?

Partygast A: "Energiesparlampen sind doch die letzten Funzeln!"
Partygast B: "Stimmt. Und sparsame Kühlschränke sind zu teuer!"
Partygast A: "Und dadurch, dass ich das Licht in der Küche ausknipse, rette ich das Klima auch nicht."
Partygast B: "Ja, da muss sich halt die Politik etwas einfallen lassen."

Es wäre vorschnell, die zwei Partygäste als Umwelt-Muffel oder Energiespar-Miesmacher zu bezeichnen. Beide haben ja Recht - teilweise zumindest: Nicht jede Energiesparlampe strahlt so hell wie die gute alte Glühbirne. Und in der Tat dürfen sich Politiker nicht damit begnügen, ihre Wähler bloß zum Kauf effizienter Haushaltsgeräte aufzufordern.

Sparlampen werden besser, Hausgeräte günstiger

Trotzdem irren die Partybesucher: Sparlampen werden immer besser, energieeffiziente Hausgeräte immer günstiger. Vor allem aber ist Energiesparen nichts, was nur Politiker und Energieexperten angehen würde. Ebenso gut könnte man behaupten, Wahlen seien nur etwas für Politiker und Extremisten. In Wahrheit liegt im Verringern des eigenen Energiekonsums etwas sehr Demokratisches: Sie stimmen durch Ihr Verhalten mit darüber ab, wie die Zukunft aussehen soll.

Wer Stromsparlampen oder Brennwertkessel anschafft, der signalisiert der Wirtschaft: Wir wollen künftig effizientere Produkte. Wer sein Haus dämmen will und dazu Förderkredite beantragt, der zeigt Politikern und Nachbarschaft: Wir sind bereit, nachhaltiger zu leben und zu wohnen. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen und anzufangen.

Nicht nur das Klima, auch den Geldbeutel schonen

Dieses Zeichen kann einen mächtigen Hebel bewegen. Gelänge es, ein Fünftel des Stroms einzusparen, der in Deutschland jedes Jahr für Beleuchtung verbraucht wird, dann würde die vermiedene Energie in Form von Kohlen einen Zug von knapp 2000 Kilometer Länge füllen. Ließe sich auch die Heizenergie um ein Fünftel reduzieren, würde der Zug der nicht verfeuerten Kohlen auf 23.000 Kilometer Länge anwachsen.

Durch das Energiesparen lässt sich jedoch nicht nur das Klima, sondern vor allem der eigene Geldbeutel schützen. Nach Berechnungen des Bundesministeriums für Umwelt zahlen die Verbraucher beispielsweise etwa jeden siebten Euro ihrer Stromrechnung für den reinen Standby-Betrieb ihrer Haushaltsgeräte. In der Energie-Checkliste gibt der Ratgeber zahlreiche Tipps, womit jeder Einzelne am schnellsten seine Kosten bei Strom und Heizung drücken kann. Die Palette ist breit und reicht vom Kauf des richtigen Wäschetrockners bis hin zur Dämmung zugiger Häuserwände.

Moderne Geräte können zu falschem Verhalten führen

Es wäre aber falsch zu glauben, mit dem Erwerb des neuen Trockners sei die gute Tat bereits vollendet. Manchmal nämlich kann so ein modernes Gerät zum völlig falschen Verhalten führen. Das hat im 19. Jahrhundert bereits der englische Ökonom William Stanley Jevons festgestellt: Verbrauchsarme Motoren würden noch lange nicht den Gesamtverbrauch des Kraftstoffs senken. "Das Gegenteil ist der Fall", notierte er. Das "Jevons' Paradoxon" nannte man diese Beobachtung: Je sparsamer ein Gerät, desto öfter oder desto laxer benutzen Menschen es.

Wie Sie diesen Fehler vermeiden können, zeigt Ihnen der Beitrag zum Energie-Verhalten. Oder wussten Sie schon, dass Sie beispielsweise 20 Prozent weniger Energie benötigen, wenn Sie zum Kuchenbacken auf das Vorheizen verzichten? Energieberater Joachim Weise zeigt weitere Tricks, mit denen sich Stromrechnung und Nebenkosten kräftig senken lassen.

Es hängt also vor allem von einer Person ab, wie umweltfreundlich und billig Ihr Haushaltsgerät, Ihr Lichtmittel oder Ihr Fahrzeug letztlich ist: von Ihnen und Ihrem Willen, Energie und Geld einzusparen. Der -Ratgeber "Energiesparen" hilft dabei.

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