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So machen Mieter ihre Wohnung energieeffizient

Energiesparen in der Mietwohnung ist gar nicht so leicht - vor allem, wenn das Haus energietechnisch nicht auf dem neuesten Stand ist. Was Mieter tun können, um Energie und Geld zu sparen.

Von Andrea Suhn

  Einige Maßnahmen, um Energie und Geld zu sparen, können Mieter ohne große Bedenken selbst durchführen

Einige Maßnahmen, um Energie und Geld zu sparen, können Mieter ohne große Bedenken selbst durchführen

  • Andrea Suhn

Wenn die Heizung nicht richtig funktioniert oder der Wind durch undichte Fenster und Türen pfeift, stoßen Mieter in punkto Energiesparen schnell an ihre Grenzen. Wärmedämmung oder die Modernisierung der Heizungsanlage und Warmwasserbereitung sind Sache des Vermieters. Nur in Ausnahmefällen können sie vom Mieter eingefordert werden. Wird der Vermieter nicht tätig, bleibt meist nur der Auszug.

Doch jeder Mieter kann durch kleine Maßnahmen auch selbst etwas tun. Dabei kann die Frage, welchen Modernisierungsmaßnahmen der Vermieter zustimmen muss, nicht pauschal beantwortet werden. Als Faustregel gilt: "Sind die Veränderungen ohne großen Aufwand rückgängig zu machen und sind keine Substanzschäden zu erwarten, muss nicht zwingend eine Erlaubnis eingeholt werden.

Im Zweifelsfall sollten geplante Einbauten jedoch immer rechtzeitig mit dem Vermieter abklärt werden", sagt Energieexpertin Birgit Holfert von der Verbraucherzentrale. Die folgenden Maßnahmen können Mieter jedoch ohne große Bedenken selbst durchführen:

Dichten Sie Fenster und Türen ab

Pfeift der Wind durch undichte Fenster und Türen können sich Mieter schnell und einfach selbst helfen. Dichtungsbänder aus dem Baumarkt kosten nicht viel und sind ohne große Mühe zu montieren. Der Einbau verhindert, dass wertvolle Energie verloren geht.

Bauen Sie programmierbare Thermostatventile ein

Viele Mietshäuser werden durch eine Zentralheizung gespeist. Wenn Mieter die Heizzeiten individuell steuern möchten, empfiehlt sich der Einbau von programmierbaren Thermostaten. Sie können so eingestellt werden, dass die Temperatur zu gewünschten Zeiten automatisch erhöht oder abgesenkt wird - auch in einzelnen Räumen. Ist niemand zu Hause, kann die Heizung auf Sparflamme laufen. Die Thermostate können selbst montiert oder durch einen Fachmann eingebaut werden. "Allerdings sollten die alten Thermostatköpfe gut aufbewahrt werden, denn sie sind Eigentum des Vermieters", sagt Birgit Holfert.

Dämmen Sie Heizkörpernischen

Viel Wärmeenergie geht an der Außenwand von Heizkörpernischen verloren. Die Außenwand wird von den Heizkörpern stark erwärmt und gibt diese Wärme nach außen ab. Sollte zwischen Heizkörper und der Außenwand ausreichend Platz vorhanden sein, können Mieter die Außenwand selbst dämmen. Dafür können hinter den Heizkörpern Dämmstoffplatten angebracht werden, die den Wärmeverlust reduzieren. Dämmplatten sind ebenfalls im Baumarkt erhältlich. Wichtig ist, dass die Platten vollflächig und lückenlos verklebt werden. "Sicherheitshalber sollten Mieter diese Maßnahme aber mit dem Vermieter absprechen, vor allem wenn sie zur Montage die Heizkörper abbauen müssen", rät Birgit Holfert.

Doch nicht nur beim Heizen kann man etwas tun. Auch bei der Warmwasseraufbereitung geht unter Umständen viel Energie verloren. Nach der Heizung ist die Wasseraufbereitung der zweitgrößte Energieverbraucher im Haushalt Besonders teuer kann es werden, wenn das warme Wasser mit elektrischem Strom erzeugt wird.

Nutzen Sie Einhebel-Mischarmaturen

Sind in der Mietwohnung Armaturen mit separaten Heiß- und Kaltwasserreglern in Bad oder Küche eingebaut, kann sich der Einbau so genannter Einhebel-Mischarmaturen lohnen. Mit ihnen können Mieter die Wassertemperatur so regeln, dass beim Abmischen nicht allzu viel warmes Wasser ungenutzt in den Ausguss fließt.

Tauschen Sie alte Duschköpfe aus

Ebenfalls Wasser sparen kann man mit dem richtigen Duschkopf. Tauschen Sie ihren alten Duschkopf gegen eine Sparbrause aus. Das Duscherlebnis bleibt dasselbe, allerdings fließen dank neuer Dosiersysteme nur etwa sechs Liter Wasser pro Minute durch den sparsamen Brausekopf. "Standard-Duschköpfe verbrauchen zwölf Litern oder mehr", sagt Birgit Holfert. Praktischer Nebeneffekt: Die Wassersparbrausen verkalken nicht so schnell.

Investieren Sie selbst in die Sanierung

Sollten Sie als Mieter größere Sanierungsmaßnahmen umsetzen wollen, wie beispielsweise den Einbau neuer Fenster, setzen Sie sich mit ihrem Vermieter zusammen und sprechen Sie über mögliche Ausgleichsmaßnahmen. In bestimmten Fällen kann es sich lohnen, wenn Sie in Ihre Mietwohnung oder Ihr Mietshaus selbst investieren. "Denkbar wäre zum Beispiel, mit dem Vermieter einen Deal auszuhandeln, dass man selbst die Kosten trägt, und der Vermieter im Gegenzug in den kommenden Jahren auf eine Mieterhöhung verzichtet, bis die Investitionen ausgeglichen sind", sagt Birgit Holfert. "Das lohnt sich natürlich nur, wenn man noch länger in der Mietwohnung bleiben möchte". Ansonsten müsse man sich auf andere Ausgleichsmaßnahmen verständigen. Die Energieexpertin rät zudem, alle Maßnahmen vertraglich festzuhalten. "Nur so kann man sichergehen, dass man später nicht auf den Kosten sitzenbleibt", sagt Holfert.

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