Die besten Spartipps für jedermann

8. Februar 2014, 14:29 Uhr

Der Strompreis steigt und steigt. Aber müssen wir deshalb automatisch mehr bezahlen? 17 Tipps, mit denen jeder seine Energiekosten sofort senken kann. Von Sven Rohde und Michael Brüggemann

Licht aus! So lässt sich am einfachsten Strom sparen. Aber dann sitzt man im Dunkeln. Sie können intelligenter Ihre Kosten senken und das Klima schützen. Spartricks, die nichts oder wenig kosten, gibt es jede Menge. Aber was bringt wie viel? 17 Tipps zum Energiesparen für jedermann auf dem Prüfstand.

Sind schaltbare Steckerleisten sinnvoll?

Bei den meisten Elektrogeräten lohnt es sich, den Stecker zu ziehen oder sie mit einer schaltbaren Steckerleiste vom Netz zu nehmen. Zu den großen Stand-by-Sündern gehören Fernseher, Receiver und DVD-Rekorder, Hifi-Anlagen, Computer samt Monitor, Drucker und DSL-Router. Der rote Leuchtschalter auf der Leiste muss aber auch tatsächlich gedrückt werden. In einer bundesweiten Umfrage fand das Öko-Institut Freiburg jedenfalls keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Steckerleisten - die Hälfte der Haushalte besitzt vier oder mehr davon - und dem tatsächlichen Ausschalten der Geräte.

Bewertung
• Investition: ab fünf Euro
• Amortisationszeit: nach wenigen Monaten
• CO2-Einsparung: rund 222 kg pro Jahr in einem Dreipersonenhaushalt
• Aufwand: im Prinzip einfach, allerdings eine Frage der Disziplin und Gewöhnung
Gesamturteil: ****

Spart ein Sparduschkopf wirklich?

Bei guten Produkten ist kaum zu merken, dass aus dem Sparduschkopf weniger Wasser fließt. Sicher ist: Mit einem Sparduschkopf lässt sich der Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Für den Geldbeutel macht sich das gleich zweimal bemerkbar, weil sowohl Wasser- als auch Energiekosten sinken. Übrigens: Im Durchschnitt duschen die Deutschen sechs Minuten.

Bewertung
• Investition: 20 bis 100 Euro
• Amortisation: einige Wochen
• CO2-Einsparung: bei 300 Duschen à sechs Minuten: zwischen 390 kg (Gasheizung) und 520 kg (Öl) pro Jahr
• Aufwand: gering
Gesamturteil: *****

Türen zu! Hilft das wirklich?

Ganz bestimmt. Aber Achtung! Eine verbreitete Gewohnheit ist es, im Winter die Tür zum Schlafzimmer zu öffnen, um dieses "etwas zu temperieren". Dabei strömen große Mengen Luftfeuchte aus den wärmeren Wohnräumen hinein, die von der kühleren Schlafzimmerluft nicht aufgenommen werden können. Die Feuchte schlägt sich dann an den Wänden nieder. Schimmel kann entstehen. Problem: Besonders in Haushalten mit Kindern ist der Tipp "Tür zu!" schwierig umzusetzen. Denn Kinder lieben offene Türen.

Bewertung
• Investition: kostenlos
• Amortisation: sofort
• Aufwand: gering
Gesamturteil: ****

Soll jedes Zimmer einzeln temperiert werden?

Vor allem in Altbauten lohnt es sich, die Temperatur individuell einzustellen. Als Richtwerte gelten: Schlafzimmer 16 bis 18 Grad, Küche 18 bis 20 Grad, Kinderzimmer 20 Grad, Wohnzimmer 20 bis 22 Grad, Bad 23 Grad. Aber: Wer fröstelnd unter der Decke liegt, nur um Energie zu sparen, tut sich auch keinen Gefallen.

Bewertung
• Investition: keine
• Amortisation: sofort
• CO2-Einsparung: 150 kg pro Jahr, wenn die Temperatur eines 30-Quadratmeter-Zimmers von 22 auf 20 Grad gesenkt wird
• Aufwand: gering
Gesamturteil: *****

Soll man die Heizung vor dem Verlassen der Wohnung herunterdrehen, oder zieht dann der Schimmel ein?

Schimmelgefahr droht, wenn die Wände unter 16 Grad abkühlen. Ansonsten lässt sich durch das Absenken der Temperatur ohne großen Aufwand Energie sparen. Bei einer älteren Ölheizung ist der Spareffekt am größten: Wer die Raumtemperatur tagsüber um vier Grad senkt, zum Beispiel von 20 auf 16 Grad, spart bis zu zehn Prozent Heizkosten. Noch besser: Man tauscht die alten Ventile gegen elektronisch geregelte, programmierbare Ventile. Mit diesen Mini-Computern lassen sich Zeit und Temperatur für jeden Raum individuell einstellen.

Bewertung
• Investition: keine/programmierbare Ventile zwischen 30 bis 120 Euro pro Stück
• Amortisation: mit der nächsten Heizkostenabrechnung/nach wenigen Jahren
• CO2-Einsparung: bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung 270 kg (Gasheizung) bis 370 kg (Ölheizung) pro Jahr
• Aufwand: gering
Gesamturteil: *****

Sind sieben Grad im Kühlschrank kalt genug?

Eine Temperatur bis maximal sieben Grad im Kühlschrank halten Experten vom Bundesinstitut für Risikobewertung aus hygienischer Sicht für noch akzeptabel. Allerdings muss das Gerät dann regelmäßig gereinigt werden - und es sollten folgende Regeln gelten: Lebensmittel gehören in geschlossene Behälter oder werden ganz abgedeckt. Frisches Gemüse kommt ins Gemüsefach. Fleisch, Fisch und Geflügel ins Fach darüber. Das alles gilt übrigens auch bei Temperaturen unter sieben Grad, denn Kälte ist kein Ersatz für Hygiene. Wer kurzfristig rohes Hackfleisch lagert, muss die Temperatur auf zwei Grad herunterfahren. Tipp: Überprüfen Sie die Temperatur an verschiedenen Stellen im Kühlschrank mit einem Thermometer.

Bewertung
• Investition: ein Thermometer für wenige Euro
• Amortisation: sofort
• CO2-Einsparung: in einem Dreipersonenhaushalt pro Jahr bis 70 kg
• Aufwand: gering, prüfen Sie die Temperatur aber regelmäßig
Gesamturteil: ****

Schadet es dem Computer, wenn der Energiesparmodus eingeschaltet ist?

Im Gegenteil: Je weniger die Festplatte arbeiten muss, desto länger hält sie. Energiesparhilfen sind bei modernen PCs und Notebooks inzwischen Standard. Bei Windows-Betriebssystemen lässt sich der Rechner über Systemsteuerung/Energieoptionen automatisch in den Stand-by-Modus (für kleine Pausen) oder den echten Ruhezustand (bei längerer Nicht-Nutzung) versetzen. Im Stand-by-Modus werden nur bestimmte Systemkomponenten wie Bildschirm oder Festplatte abgeschaltet. Ein Computer im Ruhezustand verbraucht nur noch so viel Strom wie ein Gerät, das ganz heruntergefahren wurde. Zu empfehlen ist der Ruhezustand: Der PC ist schneller wieder einsatzfähig, weil alle Programme und Dateien geöffnet bleiben. Zudem wärmt sich das Gerät weniger auf und saugt nicht mehr so viel Staub an. Beides schont die Elektronik und verlängert die Lebensdauer.

Bewertung
• Investition: keine
• Amortisation: sofort
• CO2-Einsparung: für einen sparsamen TFT-Monitor über 100 Stunden 1,3 kg, bei stromfressenden Modellen noch mehr
• Aufwand: einmal den richtigen Menüpunkt suchen
Gesamturteil: *****

Wäscheleine statt Wäschetrockner?

Eine Indoor-Wäscheleine birgt ein hohes Risiko für Schimmelpilzbefall. Beim Trocknen einer Waschmaschinenladung gelangen mehrere Liter Wasser als feuchte Luft in den Raum, das sich an den Wänden absetzen und zu Schimmel führen kann. Die Nässe lässt sich nur mit Frischluft und erhöhtem Heizaufwand in den Griff bekommen. Das Freiburger Öko- Institut kam in einer Studie zu einem klaren Ergebnis: Trocknet die Wäsche im beheizten Raum bei gekipptem Fenster, ist der CO2-Ausstoß sogar höher als beim Einsatz eines Ablufttrockners - selbst wenn man den Herstellungs- und Entsorgungsaufwand des Geräts einbezieht. Noch schlechter schneidet die Wäscheleine im Vergleich zu besonders energieeffizienten Trocknermodellen ab, insbesondere Wärmepumpen-Trocknern. Eine Alternative in Mehrfamilienhäusern ist ein Gemeinschafts-Trockenraum mit Luftentfeuchter.

Bewertung Wäscheleine drinnen
• Investition: gering
• Amortisation: macht sich nicht bezahlt
• CO2-Einsparung: schön wär's
• Aufwand: keiner - lassen Sie es trotzdem
Gesamturteil: *

Bewertung Wäscheleine draußen
• Investition: wenige Euro
• Amortisation: macht sich mit jedem Trocknen bezahlt
• CO2-Einsparung: im Dreipersonenhaushalt bis zu 450 kg pro Jahr
• Aufwand: das Aufhängen kostet etwas Zeit, aber man kommt an die frische Luft
Gesamturteil: *****

Energiesparlampen rein: Lohnt das?

Ja! Energiesparlampen sparen im Vergleich zur Glühlampe nicht nur 80 Prozent Strom und Betriebskosten, sondern auch 80 Prozent CO2 bei der Herstellung. Der höhere Preis rechnet sich durch die Stromersparnis schon nach etwa einem Jahr. Nachteil: Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, wird Quecksilber in kleinsten Mengen frei. Die Scherben sollte man nicht mit bloßen Händen anfassen. Am besten in einen luftdichten Beutel packen. Fürs Kinderzimmer sind Lampen mit bruchsicherer Hülle empfehlenswert. Mittlerweile gibt es auch Modelle, in denen das Quecksilber mit Amalgam fest gebunden ist.

Bewertung
• Investition: 7 bis 9 Euro für eine 11-Watt-Energiesparlampe (entspricht 60-Watt-Birne)
• Amortisation: nach etwa einem Jahr
• CO2-Einsparung: 30 kg pro Jahr
• Aufwand: die Suche nach einer passenden Lampe ist manchmal schwierig
Gesamturteil: *****

Wie gut sind Halogenlampen?

Beim Kauf auf das Kürzel IRC ("infrarotbeschichtet") achten! IRC-Halogenlampen sind die einzigen Halogenlampen, die man als effizient bezeichnen kann. Standardhalogenlampen verbrauchen zum Teil sogar mehr Strom als Glühlampen. Was für sie spricht: Halogenlampen enthalten kein Quecksilber. Sie vertragen häufiges Ein- und Ausschalten besser als Energiesparlampen. Zudem erzeugen sie ein wärmeres Licht und haben eine sehr gute Farbwiedergabe. Das macht Halogenlampen zur Alternative für alle, die das Licht der Energiesparlampen nicht mögen. Oder bei denen eine Designerleuchte hängt, in der eine klobige Sparlampe nicht gut aussähe.

Bewertung
• Investition: 2 bis 4 Euro pro Stück
• Amortisationszeit: etwa ein Jahr
• CO2-Einsparung: wer die 60-Watt-Glühlampe durch eine 42-Watt-ICR-Halogenlampe ersetzt, spart 9 kg pro Jahr
• Aufwand: gering
Gesamturteil: ***

Wie gut sind LED-Lampen?

Der Preis für LED, kurz für "Light-Emitting Diode", war lange Zeit das größte Problem. Modelle mit Schraubsockel, die in herkömmliche Fassungen passen, kosteten zwischen 30 und 60 Euro. Mittlerweile gibt es aber gute Modelle (Toshiba E-Core, 5,5 Watt) für 15 Euro. Vieles spricht dafür, dass den winzigen Leuchtdioden die Zukunft gehört: Sie sollen bis zu 25 Jahre halten, extrem schaltfest sein und 80 Prozent Strom sparen. LED enthalten kein Quecksilber oder andere Giftstoffe und dürfen deshalb im Hausmüll entsorgt werden. Wer LEDs zu Hause ausprobieren will, sollte damit dort anfangen, wo das Licht oft und lange brennt.

Bewertung
• Investition: 15 bis 60 Euro
• Amortisation: nach einem oder wenigen Jahren
• CO2-Einsparung: im Vergleich zur 60-Watt-Glühlampe 33 kg
• Aufwand: gering
Gesamturteil: ***

Sollen Stromfresser im Haushalt immer so schnell wie möglich ausgetauscht werden?

Für Kühl- und Gefrierschränke gibt es eine klare Antwort: Ist das Gerät älter als zehn Jahre, ist ein Austausch sinnvoll. Voraussetzung: Das neue Gerät muss den Effizienzklassen A++ oder A+++ angehören. Dann verbraucht es im Vergleich zum Vorgänger nicht einmal halb so viel Strom. Und schon nach wenigen Jahren werden Energieaufwand und CO2-Ausstoß, die bei Entsorgung und Herstellung anfallen, ausgeglichen. Für den Geldbeutel lohnt es sich auch - allerdings erst sehr viel später: Je nach Gerät und Energieersparnis dauert es acht Jahre und länger, bis der Anschaffungspreis wieder drin ist. Bei anderen Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Trockner bringt ein vorzeitiger Austausch aus Sicht der CO2-Bilanz in der Regel keine Vorteile.

Bewertung
• Investition: je nach Gerätetyp und -modell mehrere Hundert Euro
• Amortisation: wenn die Stromersparnis über die Lebensdauer höher als der Anschaffungspreis ist
• CO2-Einsparung: ein Kühlschrank Effizienzklasse A++ spart im Vergleich zu einem zehn Jahre alten Modell 100 kg pro Jahr
• Aufwand: gering, aber hohe Investition
Gesamturteil: ****

Soll man beim Kochen von Strom auf Gas umstellen?

Wenn nur auf die Energieeffizienz geachtet wird: ja! Ein Gasherd verbraucht im Vergleich zum Elektroherd nur etwa die Hälfte an Primärenergie. Das Gas erzeugt direkt Wärme, während der Strom erst unter hohem Aufwand aus anderen Energieträgern gewonnen wird. Dadurch wird, wenn man den deutschen Strommix zugrunde legt, beim Kochen mit Gas etwa halb so viel CO2 freigesetzt. Dieses Argument für den Gasherd gilt aber nicht mehr, wenn man mit CO2-freiem Ökostrom kocht. Am sparsamsten geht das mit einem Induktionskochfeld. Allerdings sind Induktionsherde mit Preisen ab 1000 Euro noch so teuer, dass sich die Investition allein wegen der Energieeinsparung nicht rechnet. Zudem funktionieren sie nur mit magnetischem Kochgeschirr, das alte muss ausgemustert und ersetzt werden. Anders ist es beim Gasherd: Der mit rund 300 Euro im Vergleich zu einem Standardelektroherd etwas höhere Anschaffungspreis macht sich durch die Stromersparnis schnell bezahlt. Vorausgesetzt allerdings, es ist bereits ein Gasanschluss im Haus vorhanden. Ein Neuanschluss würde nämlich mit Kosten von rund 2500 Euro die Rechnung sprengen.

Bewertung
• Investition: ab 300 Euro
• Amortisation: wenige Jahre
• CO2-Einsparung: im Dreipersonenhaushalt rund 100 kg im Jahr
• Aufwand: Installation nötig
Gesamturteil: ***

Soll Kleidung bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden? Und ist das dann auch hygienisch?

Waschen bei 30 Grad, dazu ein mildes Colorwaschmittel - in vielen Haushalten ist der ökologische Waschgang längst Routine. Doch Experten wie Martin Exner, Direktor am Hygiene-Institut der Universität Bonn, warnen vor "Umweltschutz auf Kosten der Gesundheit". Exner und sein Team kamen im Test mit Staphylokokken, die Infektionen der Haut oder der Atemwege verursachen, zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Bakterien überleben Niedrigtemperaturwaschgänge mit Colorwaschmitteln meist völlig unbeschadet. Erst Waschgänge ab 40 Grad mit bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel töten die Keime ab. Nun kursieren natürlich in einem normalen Haushalt nicht ständig gefährliche Keime. Wenn nicht gerade ein Familienmitglied an einer Infektion leidet oder Pflegebedürftige im Haus leben, darf auch weiter energiesparend gewaschen werden. Ein- bis zweimal im Monat sollte aber ein 60-Grad-Waschgang mit Vollwaschmittel inklusive Bleichmittel drin sein. Damit verhindert man auch, dass sich in der Waschmaschine Bakterien und Pilze vermehren.

Bewertung
• Investition: kostenlos
• Amortisation: bei jedem Waschgang
• CO2-Einsparung: in einem Dreipersonenhaushalt, der mit 30 statt 40 Grad wäscht, im Jahr 50 kg
• Aufwand: keiner
Gesamturteil: ****

Stets Wasserkocher, Eierkocher und Kaffeemaschine nutzen?

Ist ein Heer aus Kleingeräten, die alle unter großem Energieaufwand hergestellt werden, tatsächlich energiesparender als ein Herd? Ja, ist es. Ein Wasserkocher oder eine (einfache!) Kaffeemaschine brauchen rund 40 Prozent weniger Energie als eine elektrische Herdplatte. Das gilt für gusseiserne Herdplatten genauso wie für Ceranfelder. Über den gesamten Lebenszyklus der Haushaltsgeräte betrachtet, machen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß für Herstellung, Transport und Entsorgung nur etwa ein Prozent des Gesamtenergieaufwands aus. Die kleinen Küchenhelfer entlasten also tatsächlich die Umwelt. Zu beachten: An Kaffeemaschinen und Mikrowellen leuchten immer öfter Display-Anzeigen und Sonderfunktionen, die selbst im Stand-by-Betrieb noch ordentlich Strom ziehen. Bei vielen Espressomaschinen vermiest zudem der Herstellungs-, Verpackungs- und Entsorgungsaufwand für Pads oder Kapseln die Ökobilanz.

Bewertung
• Investition: unter 100 Euro, Kaffeemaschinen auch mehr
• Amortisation: unterschiedlich, Wasserkocher nach weniger als zwei Jahren
• CO2-Einsparung: wer mit einem Wasserkocher täglich drei Liter Wasser erhitzt, statt sie auf den Herd zu stellen, spart 44 kg pro Jahr
• Aufwand: gering
Gesamturteil: ****

Soll man beim Kauf vor allem auf den Energieverbrauch achten?

Wer seinen alten Röhrenfernseher mit 70 Zentimeter Bildschirmdiagonale durch ein LCD-Gerät mit 100 Zentimeter Diagonale ersetzt, hat oft doppelt so hohe Stromkosten. Sparen lässt sich am besten mit Geräten, die der eigenen Nutzung entsprechen: Notebook statt Desktop-Rechner - das bringt es! Auch elektronische Innovationen können ein Gewinn fürs Klima sein: So können Vielleser (das sind laut Öko-Institut Leute, die pro Jahr mehr als elf Bücher lesen) die Umwelt entlasten, wenn sie vom Buch auf einen E-Book- Reader umsteigen.

Bewertung
• Investition: abhängig vom Gerät
• Amortisation: unterschiedlich, effiziente Geräte müssen nicht immer teuer sein
• CO2-Einsparung: bis zu 50 Prozent
• Aufwand: relativ hoch für Information, Geräte und Preisvergleich
Gesamturteil: ***

Was tun, wenn zu Türen und Fenstern hinaus geheizt wird?

Gleich in den Baumarkt gehen und Gummidichtungen kaufen. Die Energieverluste bei undichten Außenwänden, Dächern, Türen und Fenstern sind enorm, der Jahresheizwärmebedarf kann bis auf das Doppelte ansteigen. Neubauten müssen deshalb generell luftdicht gebaut werden. Wer Fenster und Türen abdichtet, spart Heizkosten und beugt Bauschäden (durch Kondensation von Wasser im Mauerwerk) vor. Durch regelmäßiges Stoßlüften oder eine Lüftungsanlage lässt sich Schimmelpilz vermeiden.

Bewertung
• Investition: rund 27 Euro pro Meter Gummidichtung
• Aufwand: gering
Gesamturteil: *****

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