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So senken Sie Ihre Energiekosten

Ihre Stromrechnung wird jedes Jahr teurer, und die Nebenkosten gehen durch die Decke? Das muss nicht sein. Mit ein paar Tricks können Sie ganz einfach Ihre Heizkosten senken und Strom sparen.

Von Elke Schulze

Heiz- und Stromkosten gelten mittlerweile als "zweite Miete", sie machen den Löwenanteil der Wohnnebenkosten aus. Aber es geht auch anders.

Die meisten Sparmaßnahmen haben wenig mit Verzicht zu tun. Es genügt, die Energie besser zu nutzen und echte Stromfresser zu eliminieren. Ein neuer Kühlschrank oder Geschirrspülmaschine, beispielsweise, verbraucht bis zu 40 Prozent weniger Energie als Geräte vor zwanzig Jahren.

Mit diesen Verhaltenstipps zum Energiesparen leben Sie merklich günstiger und tun noch etwas für Ihr grünes Gewissen. Diese Tipps sind in zwei grobe Bereiche gegliedert: Im ersten Teil erfahren Sie, wie Sie den Verbrauch von Heizenergie verringern, im zweiten Teil, wie Sie Strom sparen können.

Heizen

Im Winter soll es drinnen schön kuschelig sein. Aber doch nur in den Räumen, die man auch nutzt. Halten Sie Türen zu wenig beheizten Räumen ständig geschlossen.

- Senken Sie nachts und bei Abwesenheit die Raumtemperatur um fünf bis acht Grad. Ersparnis: fünf bis zehn Prozent.

- Schalten Sie die Heizung aber nie ganz aus. Heizen Sie lieber gleichmäßig, damit die Räume nicht unnötig auskühlen.

- Eigentlich hat man es schon gehört, aber trotzdem lässt man die Fenster oft gekippt stehen. Dabei verbraucht am wenigsten Energie, wer mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten kräftig lüftet. Das sorgt für Durchzug, die Frischluft zirkuliert, ohne dass die Wände auskühlen.

- Ein kleiner Tipp mit großer Wirkung: Heizkörper sollten nicht verdeckt oder zugestellt werden, damit sich die Wärme ungehindert ausbreiten kann.

- Versuchen Sie insgesamt, Ihre Heizungsanlage sparsamer zu betreiben. Wählen Sie eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur für das Heizungsverteilsystem. Und lassen Sie von einem Fachmann überprüfen, ob die Leistung der Heizungspumpe verringert werden kann.

- Achten Sie darauf, dass die Heizungspumpe im Sommer auf Sommerbetrieb umgestellt oder ganz ausgeschaltet ist.

Warmwasser

Inzwischen ist es so, dass gut isolierte Neubauten für die Zubereitung des Warmwassers fast genau so viel Energie benötigen wie fürs Heizen. Hierin liegt ein oft unbeachtetes Sparpotenzial.

- Wählen Sie für den Dauerbetrieb des Warmwasserspeichers eine Temperatur von maximal 60 Grad. Das verhindert auch, dass die Heizstäbe verkalken.

- Wer in den Urlaub fährt, sollte beim Warmwasserspeicher den Bedienknopf auf Frostschutz einstellen.

Kochen und Backen

- Heizen Sie den Backofen nur vor, wenn es unbedingt sein muss, zum Beispiel bei Brot oder Blätterteig. Stellen Sie den Kuchenteig ansonsten in den kalten Ofen - das spart bis zu 20 Prozent Energie.

- Wie auch beim Ofen, kann man beim Herd die Restwärme gut nutzen und das Gerät fünf bis zehn Minuten vor Ende der Garzeit abschalten.

- Achten Sie darauf, dass Topf und Kochstelle denselben Durchmesser haben und immer den Deckel benutzen, denn Kochen ohne Deckel verbraucht dreimal so viel Energie.

- Energie spart auch, wer mit möglichst wenig Flüssigkeit kocht. Zum Dünsten benötigen Sie nicht mehr als ein Achtel Liter Wasser pro Kilo.

Wäsche

Noch vor 20 Jahren verbrauchten Waschmaschinen nicht nur eineinhalbmal mehr Strom als heutige Geräte. Auch der Wasserverbrauch ist um fast drei Viertel gesunken von 150 auf knapp 40 Liter. Bei 550 Kilo Wäsche, die eine dreiköpfige Familie durchschnittlich pro Jahr wäscht, ist das eine echte Ersparnis.

- Trotzdem lohnt es sich, wenn Sie bei normal verschmutzter Wäsche auf die Vorwäsche verzichten und die Energiesparprogramme nutzen.

- Wäschetrockner gehören zu den energieintensivsten Haushaltsgeräten. Deshalb zahlt sich der Kauf eines mit dem Energiesparlabel ausgezeichneten A-Geräts (sehr energieeffizient) in der Regel schnell aus. Am effizientesten sind Wäschetrockner mit Wärmepumpe, da sie mittels Rückgewinnung einen Teil der Abluftwärme für den Trockenvorgang nutzen.

- Haben Sie die Möglichkeit, die feuchtwarme Abluft über einen Schlauch ins Freie zu leiten? Dann kaufen Sie einen solchen Ablufttrockner. Er ist in Anschaffungs- und Betriebskosten günstiger als ein Trockner, der die Feuchtigkeit im Gerät kondensiert.

- Nutzen Sie das Fassungsvermögen von Trockner und Waschmaschine voll aus.

Geschirrspülen

Abwaschen schont vielleicht Ihre guten Gläser, aber es kostet Strom, Wasser und Zeit. Eine Maschine ist nicht nur deutlich bequemer, von Hand zu spülen verbraucht anstatt einer auch rund zwei Kilowattstunden. Und viel länger dauert es allzumal.

Kühlschrank

- Achten Sie darauf, die Temperatur nicht tiefer als nötig zu stellen. Das verbraucht nicht nur Strom, jedes zusätzliche Grad führt auch zu einer CO2-Erhöhung von sechs Prozent. Für den Kühlschrank sind sieben Grad optimal, fürs Gefriergerät gelten minus 18 Grad.

- Sorgen Sie dafür, dass die Luft ungestört zirkulieren kann, um einen Wärmestau zu verhindern.

- Für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt reicht ein Kühlschrank mit 150 Litern Nutzinhalt aus. Ansonsten gilt: rund 60 Liter pro Person.

- Stellen Sie Kühlgeräte nie neben der Heizung oder dem Herd auf und schützen Sie sie vor direkter Sonne.

Computer und Unterhaltung

Gehören Sie auch zu den Leuten, die nonstop online sind? Schalten Sie Computer und Bildschirm bei längeren Arbeitspausen und über Nacht lieber aus. Bildschirmschoner zum Beispiel reduzieren den Stromverbrauch nicht.

- Auch im "Leerlauf" verbrauchen die Netzteile von Handys oder Laptops Strom. Ziehen Sie deshalb die Stecker von Ladegeräten nach dem Ladevorgang aus der Steckdose. Denn nur, weil ein Elektrogerät ausgeschaltet ist, bedeutet das leider nicht, dass es keinen Strom mehr verbraucht.

- Das Stand-by-Ärgernis: Viele Geräte befinden sich - auch wenn sie ausgeschaltet sind - im Stand-by-Betrieb. In dem sie manchmal sogar mehr Strom verbrauchen als in ihrer Betriebsfunktion. Dagegen hilft eine abschaltbare Steckerleiste. So lässt sich mit einem Klick der Verbrauch reduzieren. Neue Geräte haben hier dazugelernt:

- Beim Neukauf eines Fernsehers können Sie auf Geräte mit Öko- oder Auto-off-Schalter achten. Die schalten sich nach einer Stunde stand-by automatisch aus.

- Kaufen Sie nur Faxgeräte mit Sleep-Modus. Sie bleiben auch dann betriebsbereit, wenn das Netzteil ausgeschaltet ist.

- Neue Computer sind meist mit einem Energiespar-Managementsystem ausgerüstet. Es versorgt nur diejenigen Komponenten mit Strom, die akut für den Betrieb benötigt werden.

Licht

Festbeleuchtung muss nicht sein. Einen erheblichen Teil Ihres Stromverbrauchs können Sie mit Schummerlicht einsparen. Denn das Beleuchten einer Wohnung ist im Schnitt genauso teuer wie Kochen und Backen zusammen. Wie können ein paar Glühlampen mit je 60 Watt Leistung die gleichen Stromkosten verursachen wie ein Herd mit 3000 Watt? Das Geheimnis liegt in der Nutzungszeit. Eine Lampe brennt eben viel länger.

- Sparen Sie trotzdem nicht an der Sicherheit: Außenbereiche, Treppen und Keller benötigen ausreichend Licht. Durch den Einsatz von Bewegungsmeldern können Sie den Energieverbrauch aber auch hier reduzieren.

- Bevorzugen Sie bei längeren Betriebszeiten Energiesparlampen. Die sparen gegenüber herkömmlichen Glühlampen bis zu 80 Prozent. Halogenlampen hingegen sind zwar sehr hell, aber keine Energiesparlampen.

Alle Tipps beherzigt? Dann sind Sie auf gutem Wege, ein vorbildlicher Energiesparer zu werden. Mal ehrlich - so mühsam war es doch auch nicht. Und Sie können die nächste Stromrechnung gelassen erwarten.

Von Elke Schulze

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