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Kostenfalle Wohnungswechsel

Doppelte Miete, überflüssige Schönheitsreparaturen, Fehler bei der Kaution: Jedes Jahr verschenken Mieter mehrere Hundert Millionen Euro - weil sie ihre Rechte beim Wohnungswechsel nicht kennen.

  Mieter, die ihre Rechte kennen und nutzen, sparen bares Geld

Mieter, die ihre Rechte kennen und nutzen, sparen bares Geld

Ein Umzug will gut geplant sein, sonst kann er teuer werden: So verschenken Mieter im Umzugsfall regelmäßig bares Geld, warnt der Deutsche Mieterbund. Und das nur, weil sie ihre Rechte nicht ausreichend kennen - oder schon beim Abschluss des neuen Mietvertrags Fehler machen. Schon beim Umzugstermin passieren oft die ersten: Da ein Wohnungswechsel selten Knall auf Fall erfolgt, sollte der Termin möglichst langfristig gewählt werden. Denn es ist besonders ärgerlich, wenn übergangsweise zwei Mieten für die alte und die neue Bleibe gezahlt werden müssen, weil nicht rechtzeitig gekündigt wurde.

Streitpunkt Wohnungsrenovierung

Zuviel Geld zahlen Mieter nach Ansicht des Mieterbundes oft für die Renovierung der Wohnung vor dem Auszug. Denn in Millionen Mietverträgen finden sich unwirksame Schönheitsreparaturklauseln. Wer seine Rechte kennt, kann also auch hier sparen.

Unwirksam sind nach Urteilen des Bundesgerichtshofs zum Beispiel Klauseln, die starre Renovierungsfristen vorgeben, anteilige Kostenübernahmen nach festen Berechnungsgrundlagen fordern, eine Auszugsrenovierung unabhängig von der Wohndauer festschreiben, beim Auszug immer das Entfernen der Tapeten verlangen oder Abweichungen von der bisherigen Ausführungsart von der Zustimmung des Vermieters abhängig machen. Der Mieter sollte also seinen Mietvertrag genau daraufhin prüfen, ob er überhaupt zur Renovierung verpflichtet ist. Ist er es nicht und renoviert trotzdem, bleibt er in der Regel auf den Kosten sitzen.

Die Kaution, die sie für die alte Wohnung hinterlegt haben, betrachten viele Mieter als stille Reserve, die sie gleich für die neue Wohnung nutzen können. Sie sollten aber unbedingt darauf bestehen, dass Sie die hinterlegte Mietsicherheit mit Zins und Zinseszins zurückbekommen. Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution so anzulegen, dass sie marktübliche Zinsen bringt. Die Mietkaution für die neue Wohnung darf höchstens drei Monatsmieten betragen, ohne Betriebskostenvorauszahlungen. Mieter können die Kaution in drei Raten zahlen, die erste bei Beginn des Mietverhältnisses.

Nicht immer ist Provision gerechtfertigt

Mitunter wird für die Vermittlung der neuen Wohnung eine Maklerprovision gefordert. Sie darf höchstens zwei Monatsmieten, ohne Betriebskostenvorauszahlungen, zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Mieter sollten aber sehr sorgfältig prüfen, ob sie für diese Leistung überhaupt zahlen müssen. Das ist nur dann der Fall, wenn zwischen Makler und Mieter ein Vertrag besteht. Außerdem muss der Makler die Wohnung wirklich vermittelt oder die Möglichkeit zur Anmietung nachgewiesen haben. Und der Mieter muss tatsächlich einen Mietvertrag mit dem Vermieter für diese Wohnung abgeschlossen haben.

Kein Anspruch auf Maklerprovision besteht, wenn der Makler gleichzeitig Eigentümer, Vermieter oder Verwalter der Mietwohnung ist. Eine zu Unrecht gezahlte Maklerprovision kann der Mieter zurückfordern. Sein Anspruch verjährt nach drei Jahren.

Es lohnt sich also, vor einem Umzug den Mietvertrag genau zu studieren und sich eventuell von einem Fachmann beraten zu lassen. Damit lassen sich unter Umständen einige Tausend Euro sparen.

Reiner Fischer/DDP/DDP

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