Startseite

Stern Logo Ratgeber Miete

Was tun, wenn es Ärger gibt

Schimmel an der Wand und laute Musik. Täglich ärgern sich Mieter über Mietmängel und steigende Kosten. 300.000 Fälle landen jährlich vor Gericht. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Zoff vermeiden können.

  Circa 50 Millionen Deutsche leben in einem Mietverhältnis, nur ein Bruchteil überwirft sich mit dem Vermieter

Circa 50 Millionen Deutsche leben in einem Mietverhältnis, nur ein Bruchteil überwirft sich mit dem Vermieter

Das Haus ist ein Traum, der Vermieter auch. "Machen Sie es sich hübsch hier, ganz wie Sie wollen", sagt er. "Einen Kamin hätten Sie gern, wo soll er denn hin? Und wenn was zu erledigen ist, melden Sie sich, ich komme so bald wie möglich." So schön kann ein Mieterleben in Deutschland sein.

Es geht aber auch anders: Das Fenster schließt schon seit dem letzten Winter nicht mehr richtig, der Vermieter schickt astronomische Nebenkostenabrechnungen und ist ansonsten nie zu erreichen und der Nachbar scheint in seiner Einzimmerwohnung eine Diskothek mit täglichem Open End zu betreiben. So mies kann ein Mieterleben auch sein. Die Zahl der davon Betroffenen ist erschreckend. Immerhin landen jährlich rund 300.000 Fälle von Mietstreitigkeiten vor Gericht.

Rund 82 Millionen Menschen leben in Deutschland, davon sind nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) 50 Millionen Mieter, insgesamt gibt es knapp 22 Millionen Mietverhältnisse. Jedes einzelne birgt seine individuellen Probleme, manche wiederum sind so häufig, dass sie Eingang in die "Hitliste" des DMB finden. Warum beispielsweise soll ich als Mieter Grundsteuer zahlen? Muss ich wirklich komplett renovieren, obwohl ich die Wohnung schon nach einem Dreivierteljahr gekündigt habe? Und warum bekomme ich noch eine Betriebskostennachforderung, obwohl ich schon vor fast zwei Jahren ausgezogen bin?

Lässt sich das Problem nicht in einem vernünftigen Gespräch mit dem Vermieter lösen, hilft nur noch eine Rechtsberatung. Denn im Dickicht des Deutschen Mietrechts gerät der Laie schnell ins Straucheln. Kundige Hilfe gibt es bei auf Mietrecht spezialisierten Rechtsanwälten und bei den Mietervereinen. Allein 320 Vereine sind im Deutschen Mieterbund organisiert. Wer Beratung sucht, muss zunächst Mitglied werden. Zwischen 50 und 80 Euro verlangen die Vereine als Jahresgebühr. Dafür hat das Mitglied das Recht, wann immer es Not tut, eine Beratung zu suchen. Und sei es auch nur, um sich die Nebenkostenabrechnung erklären zu lassen.

Mieter in Beratungsnot

Wie groß der Beratungsbedarf ist, belegt die Statistik des Mieterbundes. Allein 1,25 Millionen Rechtsberatungen haben die Juristen der Mietervereine des DMB im Jahr 2010 durchgeführt. Der Mieterbund hat vermerkt, um welcher Art Anfragen es jeweils ging - und auf dieser Basis eine Rangliste erstellt.

Seit Jahren Spitzenreiter bei den Mieterproblemen sind die Betriebkosten. Über 35 Prozent aller Beratungsgespräche drehten sich 2010 um das Thema. Die explodierenden Energiekosten haben die Aufmerksamkeit der Mieter offenbar deutlich geschärft. Bei jedem fünften Gespräch standen Wohnungsmängel im Fokus der Beratung, an dritter Stelle folgen "Allgemeine Vertragsangelegenheiten". Hier geht es um Rechte und Pflichten, die sich aus dem Mietvertrag ergeben: Darf ich ein Haustier halten? Darf ich auf dem Balkon grillen? Darf mein Kinderwagen im Treppenhaus stehen?

Drastisch gestiegen ist der Beratungsbedarf in Sachen Schönheitsreparaturen. "Wir schätzen, dass in rund 75 Prozent aller Mietverträge unwirksame Schönheitsreparaturklauseln vereinbart sind. Hier lohnt sich eine Rechtsberatung für Mieter fast immer", meint Lukas Siebenkotten, Direktor des DMB.

Nur selten vor Gericht

Ziel der Mietervereine ist es, einen Prozess zu vermeiden. Die gute Nachricht: Das gelingt fast immer. "In über 95 Prozent aller Fälle kann der Streit zwischen Mieter und Vermieter außergerichtlich beigelegt werden", sagt DMB-Sprecher Ulrich Ropertz. Einzig bei einer Kündigung durch den Vermieter lande der Streit im Regelfall vor Gericht. Dann aber hat der Mieter mit dem Mieterverein einen schlagkräftigen Rechtsbeistand auf seiner Seite.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools