Startseite

Stern Logo Ratgeber Miete

Alle Verträge im Überblick

Wir haben für sie einen Überblick über die verschiedenen Vertragsarten zusammengestellt.

  Der Mietvertrag des Deutschen Mieterbundes schützt Sie vor juristischen Fallstricken

Der Mietvertrag des Deutschen Mieterbundes schützt Sie vor juristischen Fallstricken

Mit den Mietverträgen verhält es sich ähnlich wie mit dem Wohnungsmarkt: Sie sind unübersichtlich und manchmal sehr kompliziert. Hier erhalten Sie eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Mietverträgen. Nehmen Sie sich die Zeit, vor einer Unterschrift die verschiedenen Klauseln genau zu lesen. Bei Ungenauigkeiten oder Zweifeln an der Rechtmäßigkeit bestimmter Klauseln, fragen Sie Ihren Vermieter oder auch beim Deutschen Mieterbund nach.

Mündlicher Mietvertrag

Vorteil eines mündlichen Mietvertrages ist, dass grundsätzlich die gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches gelten, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Dann hätte der Mieter mit Schönheitsreparaturen nichts zu tun, und er müsste auch keine Nebenkosten zahlen.

Allerdings sind mündliche Verträge eher die Ausnahme - nicht zuletzt wegen dieser unbestreitbaren Vorteile für den Mieter. Sondern auch, weil die Gefahr besteht, dass nach einiger Zeit Streit über die Frage entsteht, was nun eigentlich konkret vereinbart ist.

Unbefristeter Mietvertrag

Der "normale" Mietvertrag. Er wird mündlich oder schriftlich, meist als Formularmietvertrag abgeschlossen. Das Mietverhältnis läuft auf unbestimmte Zeit. Ein Vertragsende ist nicht vorgesehen. Für Mieter gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Für den Vermieter gelten Kündigungsfristen - je nach Wohndauer - zwischen drei und neun Monaten. Will er kündigen, braucht er einen gesetzlich anerkannten Kündigungsgrund, zum Beispiel Eigenbedarf.

Nachteil der unbefristeten Mietverträge ist, dass bei Privatvermietern schnell die Eigenbedarfskündigung drohen kann. Inbesondere bei "Einliegerwohnungen" oder in Zwei-Familienhäusern, in denen der Vermieter mitwohnt besteht somit geringer Kündigungsschutz. Mieterhöhungen sind bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich.

Achtung: Bei unbefristeten Mietverträgen kann das Kündigungsrecht für beide Seiten für maximal vier Jahre ausgeschlossen werden. Dafür müssen Mieter und Vermieter ausdrücklich vereinbaren, dass sie auf ihr Kündigungsrecht für einen bestimmten Zeitraum verzichten. Die Frist beginnt mit dem Datum des Vertragsschlusses.

Zeitmietvertrag

Schriftlicher Mietvertrag, meist Formularmietvertrag, in dem das Vertrags- und Mietende von vornherein festgelegt wird.

Heute gibt es praktisch nur noch den so genannten qualifizierten Zeitmietvertrag. Hier muss bei Vertragsabschluss im Mietvertrag ein Befristungsgrund vereinbart werden. Zum Beispiel, dass nach der Vertragszeit der Vermieter die Wohnung selbst benötigt. Oder dass umfangreiche Umbau- oder Abrissarbeiten vorgesehen sind, sodass die Räume nicht mehr bewohnbar sind. Oder dass die Wohnung als Dienstwohnung genutzt werden soll. Bei diesen qualifizierten Zeitmietverträgen muss der Mieter bei Vertragsende ausziehen, wenn der ursprüngliche Befristungsgrund noch vorliegt.

Während der Laufzeit des Vertrages können Vermieter oder Mieter in der Regel nicht kündigen. Der Mieter hat nur dann ein Sonderkündigungsrecht, wenn der Vermieter etwa eine Mieterhöhung oder eine Modernisierung ankündigt. Auch eine fristlose Kündigung ist im Extremfall möglich - allerdings nur bei schwersten Vertragsverletzungen durch den Vermieter.

Andererseits darf der Mieter in der Wohnung bleiben, wenn der ursprüngliche Befristungsgrund inzwischen entfallen ist - und das sogar unbefristet. Dafür muss er aber in jedem Fall selbst tätig werden. Er kann frühestens vier Monate vor Vertragsende eine Stellungnahme des Vermieters verlangen, der dann binnen eines Monats antworten muss.

Achtung: Qualifizierte Zeitmietverträge müssen immer schriftlich vereinbart werden. Das gilt auch für die Angabe des Befristungsgrundes. Ist das Schriftform-Erfordernis nicht eingehalten, gilt der Mietvertrag als unbefristeter Mietvertrag.

Alter Zeitmietvertrag

Bis zum 31. August 2001 konnten auch einfache Zeitmietverträge, das heißt befristete Mietverträge, abgeschlossen werden. Hier war kein Befristungsgrund notwendig. Am Ende der vorgesehenen Vertragszeit konnte der Mieter die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen. Erhielt der Vermieter zwei Monate vor Ablauf des Mietverhältnisses dieses Fortsetzungsverlangen, konnte er das Vertragsverhältnis nur beenden, wenn er einen Kündigungsgrund hatte, zum Beispiel Eigenbedarf.

Wichtig: Befristete Mietverträge dieser Art dürfen heute nicht mehr vereinbart werden. Dennoch gelten alle einfachen Zeitverträge auch heute noch weiter, die vor dem 1. September 2001 geschlossenen wurden. Diese werden nun wie ein unbefristeter Mietvertrag behandelt. Der Mieter kann also mit der gesetzlichen Frist von drei Monaten kündigen.

Staffelmietvertrag

Schriftlicher Mietvertrag, in dem nicht nur die Anfangsmiete, sondern auch die zukünftigen jährlichen Mietsteigerungen festgelegt werden. Die jeweilige Endsumme oder der jährliche Erhöhungsbetrag müssen im Vertrag stehen. Zeitlich unbefristete Staffelmietverträge können mit der normalen gesetzlichen Frist von drei Monaten gekündigt werden.

Anders sieht es aus, wenn ein befristeter Staffelmietvertrag abgeschlossen wurde. Auch hier muss heute ein Befristungsgrund angegeben werden. Während der Laufzeit kann der Vermieter nicht kündigen. Der Mieter darf erstmals zum Ablauf des vierten Jahres kündigen. Danach immer. Es gilt dann die gesetzliche Kündigungsfrist.

Indexmietvertrag

Schriftlicher Mietvertrag, in dem nicht nur die Anfangsmiete festgelegt wird, sondern auch die Frage, wie die Miete in den nächsten Jahren steigen wird. Der Mietpreis wird hier gekoppelt an einen Preisindex für allgemeine Lebenshaltung des Statistischen Bundesamtes.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools