Der Energiekostenlawine den Kampf ansagen

26. Oktober 2005, 09:30 Uhr

Der Winter 2005 soll "einer der teuersten der Nachkriegsgeschichte" werden. Gegen die Energiekostenlawine können Verbraucher jedoch etwas tun.

Steigende Heizkosten: Wollsocken und Handschuhe sind keine Alternative©

Öl, Gas, Strom - die Energiekostenlawine rollt. Ein Ende der Preisrunden ist nicht in Sicht, denn Stromkonzerne kündigen zum Jahresende weitere Erhöhungen an. "Der Winter 2005 droht einer der teuersten der Nachkriegsgeschichte zu werden", fürchtet die Stiftung Warentest. Wer nicht weiß, wie er bei immer höheren Energiekosten sparen soll, bekommt bei Verbraucherzentralen und ähnlichen Organisationen Tipps. Auch bei Stiftung Warentest findet man viele brauchbare Ratschläge.

Heimliche Stromfresser auf Diät setzen Auch Strom sparen: Das Abschalten von Stand-by-Geräten und der Kauf sparsamer Haushaltsgeräte hilft. Die Stiftung Warentest rät, heimliche Stromfresser auf Diät zu setzen: Vor allem bei Kühl- und Gefriergeräten sollte man auf Verbrauchswerte achten, denn sie sind immer am Netz.

Wichtig: Kühlschrank und Gefriertruhe nicht neben Heizung oder Herd stellen und auch direkte Sonneneinstrahlung meiden. Bei Waschmaschinen gelte, dass in neuen Geräten oft das 40-Grad-Buntprogramm für saubere Bettwäsche und Handtücher ausreiche. "Weißes und Buntes, Unempfindliches von Wolle und Feinwäsche trennen. So können Sie stets das optimale Programm nutzen." Strom spare man auch, wenn man beim Kochen auf fest schließende Deckel, passende Topfgröße zur Kochstelle und wasserarmes Garen achte. "Schalten Sie Kochstelle und Backofen schon vor dem Garende ab. Die Restwärme reicht aus." Wahre Sparwunder seien außerdem Energiesparlampen.

AP

Regelmäßig heizen

Bei massiven Häusern mit Ziegelmauerwerk ist vor allem gleichmäßiges Heizen wichtig. Wenn die Räume auskühlen, braucht es viel mehr Energie, um wieder auf angenehme Grade zu kommen. Darum Heizung auf reduzierter Stufe laufen lassen, auch wenn man nicht zu Hause ist. Anders bei Energie sparenden Bauten in Holzständerbauweise, deren Wände kaum Wärme speichern und sich rasch wieder aufheizen lassen.

Angemessene Temperatur wählen

Jedes Grad mehr oder weniger bedeutet bis zu sechs Prozent höhere oder niedrigere Heizkosten. Die Temperatur in Wohn- und Esszimmern sollte 20 Grad betragen, sagen die Verbraucherschützer. In Kinderzimmern und Bädern seien 22 bis 23 Grad üblich, in Schlafzimmern 16 Grad. In Kellerräumen reichten schon sechs Grad.

Energie optimal nutzen

Wer eine eigenständige Heizanlage älteren Modells hat, sollte über einen Austausch nachdenken. Moderne Heizkessel sparen gegenüber alten Geräten viel Energie. Besonders empfehlenswert seien Brennwertkessel - vorausgesetzt, Heizung und Schornstein passen dazu.

Wärmedämmung

Vor allem die Dachdämmung sei eine kurzfristig realisierbare Investition, die sich meist schon in der ersten Heizperiode auszahle. Bei großen Glasfronten gehe auch viel Energie verloren, moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung und gedämmtem Rahmen sparten dagegen Energie.

Richtig lüften

Stoßlüften mehrmals am Tag ist den Verbraucherschützern zufolge besser als dauerhaft gekippte Fenster. Allein 100 Euro könnten durch richtiges Lüften ohne Dauerkippstellung und die Nachtabsenkung der Heizung auf 16 Grad gespart werden.

Standort der Heizkörper

Die Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Entfernen Sie Möbel, Vorhänge und schwere Gardinen vor den Heizkörpern und über den Ventilen.

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