Startseite

Versorger erhöhen wieder ihre Preise

Strom wird immer teurer: Im ersten Halbjahr haben 360 Anbieter Ihre Tarife angehoben. Auch in den kommenden zwei Monaten werden weitere Energieunternehmen die Preise die Preise erhöhen.

Der Trend hält an: Viele Stromanbieter erhöhen im Mai und Juni ihre Preise. "Insgesamt verteuert sich der Strombezug im ersten Halbjahr 2010 bei mehr als 40 Prozent aller örtlichen Grundversorger - etwa 360 Unternehmen - um durchschnittlich 5,9 Prozent", sagt Energie-Experte Thorsten Bohg vom Verbraucherportal TopTarif. "Mit 60 Unternehmen haben im Gegenzug lediglich rund sieben Prozent der lokalen Stromanbieter Preissenkungen von drei Prozent im Mittel vorgenommen oder konkret angekündigt."

Tarife werden deutschlandweit teurer

Auch in den kommenden Wochen werden zahlreiche Verbraucher quer durch die Republik wieder tiefer für ihren Strom in die Tasche greifen müssen. Insgesamt steigen die Strompreise im Mai und Juni bei mindestens 38 weiteren Versorgern im Schnitt um knapp sechs Prozent und in der Spitze bis 16 Prozent. Unter anderem mit Eon Avacon, Eon Hanse, Eon Westfalen-Weser und Eon Bayern vier Regionaltöchter des größten deutschen Energiekonzerns im nächsten Monat ihre Tarife. Teurer wird es im Mai auch für die Kunden des größten ostdeutschen Regionalversorgers enviaM sowie in Erfurt, Gütersloh und Speyer.

"Ein betroffener Familienhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4000 kWh muss im Rahmen der angekündigten Preiserhöhungen mit zusätzlichen Mehrkosten von durchschnittlich 56 Euro, vereinzelt sogar mit bis zu 144 Euro rechnen", so Bohg. Bei lediglich drei Versorgern wird der Strom in den kommenden beiden Monaten günstiger.

Erhöhte EEG-Umlage soll schuld sein

Als Hauptargument für die gestiegenen Tarife geben die meisten Versorger die Verteuerung der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien an. Mit der Umlage werden Investitionen in Ökostrom subventioniert, zum Beispiel für Solarzellen und Windkrafträder. Tatsächlich stieg die Umlage nach ihrer bundesweiten Vereinheitlichung zum Jahreswechsel von durchschnittlich 1,2 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Strom auf 2,047 Cent. Auf der anderen Seite sind aber die Beschaffungskosten der Konzerne seit Mitte 2008 erheblich gesunken.

"Mit Blick auf die jeweilige Beschaffungsstrategie wird auch die unterschiedliche Preispolitik der einzelnen Unternehmen in der jetzigen Phase deutlich", so Bohg. "Versorger, die aktuell ihre Preise stabil halten oder senken, haben meist einen kurzfristigeren Beschaffungsmix und können die aus der Anhebung der EEG-Umlage entstehenden Mehrkosten kompensieren."

Sie sind nicht an langfristige Verträge mit Großversorgern gebunden und können so auch kurzfristig kostengünstiger Strom einkaufen.

Kommentare (0)

    Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

    Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
    Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

    Partner-Tools