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4. September 2008, 15:23 Uhr
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Zehn Prozent der Deutschen sind bedürftig

8,3 Millionen Bürger oder zehn Prozent der Bevölkerung benötigen finanzielle Hilfe vom Staat - das kostet rund 45,6 Milliarden Euro im Jahr. Der größte Teil davon geht in Leistungen für Hartz IV. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern große Unterschiede.

Der weitaus größte Teil an Sozialleistungen des Staates fließt in Arbeitslosengeld II© Jen Schlüter/DDP

Rund zehn Prozent der Bundesbürger sind für ihren Lebensunterhalt auf Sozialleistungen angewiesen. Etwa 8,3 Millionen Menschen erhielten in Deutschland existenzsichernde Hilfen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die jetzt veröffentlichte Statistik zeigt den Stand von Ende 2006 auf.

Im Verlauf des Jahres 2006 gab der Staat für die soziale Mindestsicherung insgesamt 45,6 Milliarden Euro aus. Zu den Transferleistungen der sozialen Mindestsicherung zählen dem Bundesamt zufolge: Arbeitslosengeld II/Sozialgeld (Hartz IV), laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen sowie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (Sozialhilfe), Regelleistungen für Asylbewerber und Leistungen der Kriegsopferfürsorge.

Vor allem die Einwohner in den Stadtstaaten und den neuen Bundesländern waren der Statistik zufolge auf Leistungen der Mindestsicherung angewiesen. Mit der im Ländervergleich höchsten Bezugsquote von 20,1 Prozent erhielt jeder fünfte Berliner Leistungen zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts. In Bayern waren es nur 5,3 Prozent, in Baden-Württemberg 5,7 Prozent.

Rund 7,3 Millionen Menschen lebten Ende 2006 nach den Angaben des Bundesamtes von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld. Arbeitslosengeld II erhalten erwerbsfähige Personen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. Ihre im Haushalt lebenden nicht erwerbsfähigen Familienangehörigen, also vor allem Kinder, bekommen Sozialgeld. Die Ausgaben für Leistungen, die unmittelbar für den Lebensunterhalt gezahlt wurden, beliefen sich im Verlauf des Jahres 2006 auf rund 40,5 Milliarden Euro.

Daneben erhielten etwa 764.000 Bürger laufende Leistungen aus der Sozialhilfe, wie die Statistiker berichteten. Die Sozialhilfe bildet das soziale Auffangnetz für bedürftige ältere Menschen sowie für Personen, die wegen Krankheit oder einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung nicht mehr ins reguläre Erwerbsleben integriert werden können. Die Ausgaben dafür betrugen rund 3,7 Milliarden Euro. Rund 194.000 in Deutschland lebende Asylbewerber bekamen dem Bundesamt zufolge laufende Asylbewerberleistungen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Ausgaben lagen hierfür bei etwa 0,9 Milliarden Euro.

Die Kriegsopferfürsorge ist eine Leistung, die neben Kriegsbeschädigten und deren Hinterbliebenen bei Bedürftigkeit auch Soldaten, Zivildienstleistende, Opfer von Gewalttaten und Impfgeschädigte versorgt. 60.000 Menschen waren darauf angewiesen, die Ausgaben beliefen sich auf 0,5 Milliarden Euro.

AP
KOMMENTARE (10 von 11)
 
Padi908586 (05.09.2008, 13:59 Uhr)
@ gmathol
Oh ja, alle bekommen dann 800 Euro im Monat, keiner arbeitet mehr und jeder hat ein Trabi.
War da nicht schon mal was?
gmathol (05.09.2008, 09:52 Uhr)
Arme vereinigt euch...
...und waehlt links, damit endlich die Verschwendung fuer Militaer gestoppt werden kann.
Geld fuer US Krawalle und Voelkermord ist ja offensichtlich immer vorhanden.
terrax (05.09.2008, 07:18 Uhr)
Der Münteeffekt - nur 3Millionen Arbeitslose!
Wenn man von allen Arbeitslosen die HarzIV-Empfänger, Umschüler und Praktikanten herausrechnet, dann hat man den Münteeffekt der SPD!
Das das Geschwafel von Müntefehring am Anfang des Jahres in der Bild-Zeitung, daß wir nur um die 3 Millionen Arbeitslose haben Blödsinn war, das wußte eh Jeder. Und nun kommt Münte noch mal wieder... Mal schauen was als nächstes für ein Münteeffekt kommt. Das Volk hats schon immer gewußt. Aber das statistische Bundesamt weis es erst seit gestern.... Tja aber das sind ja die schlauen des Landes so wie Forsa-Gülle die müssens ja wissen und nicht das Volk.
starmax (05.09.2008, 05:33 Uhr)
Ein großer Teil sind Lohnersatzkosten
also das, was der Staat den AN bei nicht existenzfähigen Löhnen zusätzlich bezahlt. Eine reine Arbeitgeber-Subvention (!!!) also, wo man sich selber in die Tasche scheißt...nur damit es nicht so offensichtlich wird.
Dr_Dolittle (05.09.2008, 00:55 Uhr)
Sachleistungssystem
Ich bin für "Auszahlung" der sozialen Leistungen "auf Überweisungsschein", also nicht als cash aufs Konto, sondern mit Bezugsschein für Spezial-Aldi für Mehl, Brot, Butter etc. dann regeln sich viele Dinge von allein. Alkohol, Zigaretten und Handys werden selbstverständlich rationiert.
Funktioniert bei den Ärzten ja auch - die kriegen ja auch kein "richtiges" Geld sondern nur Punkte für die Überweisung. Allerdings müssen die hart dafür arbeiten.
Das hätte auch noch einen Vorteil: Dann bleibt das Harz IV-Geld nämlich auch hier und wird nicht "nach Hause" geschickt...
ganzbaf (04.09.2008, 22:53 Uhr)
"(Manager tot, Kapitalismus kaputt)"

Endlich mal eine gute Nachricht! ;O)
Padi908586 (04.09.2008, 21:11 Uhr)
@Putinki
Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Ich habe in 9 Ländern gewohnt, somit 9 systeme kennengelernt. Deutschland ist ein Paradies und es gibt noch Leute die sich beschweren. Irgendwann ist dieser wahnsinn aber nicht mehr zu bezahlen. Wenn man die ganzen Meldungen und Fernsehsendungen sieht kann ich mir nur gratulieren das ich da ich im Ausland lebe nicht in diesen Schmarotzertopf einzahlen muss.
Sicherlich gibt es hilfsbedürfnisse, aber das können nicht 10 Mio sein.
Putinki (04.09.2008, 20:03 Uhr)
Bedürftig
Je höher die staatliche Unterstützung, desto höher wird die Zahl der Bedürftigen werden. Das ist ein Naturgesetz, welches nicht einmal die Kommunisten, Utopisten, Traumtänzer und die schärfsten und hochkarätigsten Experten beeinflussen können. Sie können solch eine Misere nur für ihre eigenen Interessen schäbigst ausnutzen ala Luxus Oskar & Co. Das Gesetz geht ungefähr so. "Jeder Mensch mit einem gesunden Menschen Verstand optimiert immer den Nutzen seiner Arbeitskraft". Wenn nun Harz IV (Nichts tun, Elternzeit, etc.) mehr bringt als eine reguläre Arbeit, dann wird eben Harz IV gewählt. So werden Generationen von Harz IV Empfängern herangezüchtet. Die LINKE ist sehr interessiert an einer solchen Entwicklung. Das sind nämlich ihre potentiellen Wähler, so wie sich die Grünen auf die Deutschen mit "Immigrationshintergrund" verlassen. So ist es nicht nur in Deutschland. Dieses Gesetz gilt für das Universum. Darum enden solche Entwicklungen auch immer chaotisch und tötlich, sobald kein Geld mehr da ist (Manager tot, Kapitalismus kaputt)
Padi908586 (04.09.2008, 19:13 Uhr)
Es ist jawohl...
...ein Unterschied ob man sagt 10% der Deutschen sind bedürftigt oder 10 % der Deutschen beziehen Hartz IV. Es gibt mit Sicherheit jede Menge Sozialschmarotzer, die dann auch noch auf Teneriffa, Mallorca oder Thailand sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Sind die auch Bedürftigt?
Maria1000 (04.09.2008, 18:35 Uhr)
Es wird Zeit für ein (niedriges!) "Grundgehalt für alle wenn mittlerweile 10 % sich durchfüttern
lassen! Davon mindestens wiederum 9/10 von den Jüngeren absichtlich!
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