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Besser als Immoscout? Zoomsquare will das Google für Wohnungen werden

Wer eine neue Wohnung sucht, muss unzählige Immobilien-Plattformen und Seiten von Hausverwaltungen durchforsten. Eine Firma aus Österreich macht damit Schluss und verspricht nichts anders als eine Revolution auf dem Mietwohnungsmarkt.

  Ein Start-up will die Wohnungssuche im Netz revolutionieren.

Ein Start-up will die Wohnungssuche im Netz revolutionieren.

Nichts ist lästiger, als eine neue Wohnung zu suchen: Unzählige Wohnungsportale wollen durchkämmt werden, dann gibt es noch private Angebote, Seiten von Maklern und Hausverwaltungen, die auch noch mit eigenen Angeboten aufwarten - und auch bei Facebook finden sich zunehmend "Nachmieter gesucht"-Posts, die von Freunden fleißig geteilt werden. Bis sich der Wohnungssuchende durch all die Angebote gekämpft hat, ist die gewünschte Bleibe längst neu vermietet.

Ein Start-up aus Österreich will diese Praxis jetzt ändern. Zoomsquare nennt sich das Wiener Unternehmen, dass die Suche nicht nur vereinfachen, sondern gänzlich verändern will. Denn das Portal bündelt die Angebote sämtlicher Portale, Wohnungsunternehmen und privater Anbieter. "Unser Anspruch ist es, unabhängig von der Art der Quelle - ähnlich wie Google - alles was nach einem Immobilieninserat aussieht zu indexieren und dem Suchenden zugänglich zu machen", sagt Andreas Langegger, einer der Gründer von Zoomsquare. Auch Posts bei Facebook werden bei der Suche berücksichtigt. 

Makler machen schwere Zeiten durch

Spätestens seit dem das Bestellerprinzip in Deutschland gilt - also derjenige auch den Makler bezahlen muss, der ihn beauftragt hat - ist der Markt für Wohnungsangebote im Wandel.

Finanztest nahm im vergangenen Herbst einige neue Anbieter unter die Lupe, die den Maklerjob übernehmen und Vermieter und Mieter zusammenbringen. Denn den teuren Maklerservice wollen beide Seiten des Mietwohnungsmarktes nicht mehr bezahlen. Das ändert auch die Form, wie Wohnungen angeboten und gesucht werden. Früher galt im Netz immer noch das alte Prinzip einer Zeitung: Wer eine Anzeige schaltet, muss dafür zahlen. Die neuen Portale ändern dies. So wird bei einigen Anbietern erst dann eine Provision fällig, wenn der Mietvertrag unterschrieben ist.

Zoomsquare: Google für Wohnungen

Zoomsquare geht sogar noch weiter: Der Dienst durchkämmt das Netz nach allem, was irgendwie nach Immobilienanzeige aussieht. "Klassische Portale oder Metasuchmaschinen präsentieren nur jene Wohnungen und Häuser, für deren Inserierung sie auch Geld bekommen", sagt Langegger. "Alle anderen online verfügbaren Immobilien, die aber einen erheblichen Anteil ausmachen, fallen dort und damit für die Masse der Wohnungssuchenden unter den Tisch." Zoomsquare ist zunächst in Berlin gestartet, will aber weitere Städte in die Suche aufnehmen und eine App im Tinder-Stil soll im März auf den Markt kommen. 

Investoren finanzieren Start-up

Finanzieren will sich das Start-up durch die Auswertung der gesammelten Daten für die Immobilienbranche. Zunächst kann die Firma auf Investorengeld von namhaften Unternehmern zurückgreifen: Zuletzt investierte Alberto Sanz, Ex-Chef von Autoscout24, und Arne Kahlke, der Gründer von Singleportal Elitepartner und inzwischen Chef des Airbnb-Konkurrenten Wimdu, in das Start-up.

Gut - und ausbaufähig

Das Unternehmen wirbt damit, schon zum Start allein in Berlin bereits 20.000 Objekte im Index zu haben. Wer auf die Seite der Firma geht, wird zunächst enttäuscht: Nur knapp 3700 Wohnungen sind in Berlin im Angebot. Zum Vergleich: Immobilienscout24 bietet 4444 Wohnungen in Berlin. In Hamburg hingegen zieht der Neuling am Markt vorbei: knapp 3200 Angebote findet Zoomsquare für die Hansestadt, Immobilienscout kann lediglich rund 1500 Wohnungen anbieten. Allerdings ruckelt es noch ein wenig bei Zoomsquare: Will man sich nur Angebote in einzelnen Stadtteilen anzeigen lassen und zoomt in die Karte, werden dennoch auch Wohnungen außerhalb des Bereichs angezeigt. Aber noch ist die Seite auch als Beta-Version unterwegs. 

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