Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper ist überraschend zurück in der Bankenszene. Der 74-Jährige, der bereits bei Daimler den Aufsichtsrat geführt hat und durch sein "Peanuts"-Zitat im Fall des Baulöwen Jürgen Schneider für Furore sorgte, soll neuer Aufsichtsratschef der kriselnden HSH Nordbank werden.
Die angeschlagene HSH Nordbank erhält eine Kapitalspritze von drei Milliarden Euro. Das hat die Hauptversammlung der HSH Nordbank am Mittwoch in Hamburg beschlossen. Die Entscheidung fiel einstimmig.
Die geplante Übernahme der Hypo Real Estate durch den Rettungsfonds Soffin rückt immer näher. Die EU-Kommission hat für eine Verstaatlichung ihr Okay gegeben. Nach Ansicht der Kommission wird der Wettbewerb mit dem Einstieg des Bundes nicht erheblich beeinträchtigt.
Die Hypo Real Estate steht kurz vor der Verstaatlichung. Zwar hat der Bund mit seinem Kaufangebot die Mehrheit an der krisengeschüttelten Immobilienbank knapp verfehlt. Nach der geltenden Rechtslage dürfte der Aktienbesitz dennoch für eine Übernahme ohne Enteignung reichen.
Der Bund hat sich offenbar mindestens 45 Prozent der Anteile an der Immobilienbank Hypo Real Estate gesichert. Damit ist eine Enteignung wahrscheinlich nicht mehr nötig. Der Kurs der HRE-Aktie schoss nach Bekanntwerden der Nachricht in die Höhe.
Die Chancen des Bundes sind deutlich gestiegen, die marode Hypo Real Estate ohne Enteignung zu verstaatlichen. Kurz vor Ablauf des Übernahmeangebots in der Nacht zum Dienstag schnellte der Aktienanteil des Bundes auf fast 41 Prozent hoch.
1,39 Euro je Aktie, so lautet das Übernahmeangebot der Bundesregierung an die Teilhaber der Hypo Real Estate. Großaktionär J.C. Flowers ist das nicht genug und lehnt die Offerte aus Berlin ab. Der Finanzminister reagiert gelassen: Dann komme eben die Enteignung.
Die Bundesregierung strebt eine 90-Prozent-Mehrheit bei der Hypo Real Estate an. Allerdings nicht mittels Enteignung, sondern über eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe. Das freiwillige Übernahmeangebot an die Aktionäre bleibt jedoch bestehen.
Das Übernahmeangebot des Bundes steht. Die Finanzaufsicht hat der Offerte der Bundesregierung zugestimmt. Die Aktionäre der maroden Bank müssen nun entscheiden: Entweder sie akzeptieren die angebotenen 1,39 Euro je Aktie, oder sie riskieren die drohende Enteignung.
Bei 290 Millionen Euro liegt das lang erwartete Übernahmeangebot des Bundes für die schwer angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate. HRE-Großaktionär J.C. Flowers reagierte am Donnerstag zurückhaltend.
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