Es geht um viel Geld

27. März 2006, 15:37 Uhr

Anlageberater helfen bei der Wahl der besten Anlageform. Ihre Empfehlungen können weit reichende Folgen haben, denn oft geht es bei ihren Kunden um viel Geld. Über die Höhe des Gehalts entscheiden oft Erfolgsprämien, vor allem aber die Region.

Wenn Anlageberater die Arbeit aufnehmen, ist oft viel Geld im Spiel©

Über vier Billionen Euro haben die Deutschen auf der hohen Kante, hat die Bundesbank ermittelt. Bei der Wahl der besten Anlageform für diese Gelder helfen Anlageberater. Vermögens- und Anlageberater, die auch unter den Bezeichnungen Investmentberater, Kapitalanlageberater oder Finanzportfolioberater tätig sind, arbeiten bei Banken, Sparkassen oder Finanzdienstleistern. Sie wählen aus einer Vielzahl von Produkten diejenigen aus, die den Bedürfnissen und Zielen des Kunden am besten entsprechen und stellen einen Mix aus verschiedenen Produkten, das Portfolio, zusammen.

Zu den Anlageformen, die Anlage- und Vermögensberater ihren Kunden vermitteln, gehören beispielsweise Fonds, Aktien, Anteilsscheine, Schuldverschreibungen, Kapitallebens- und Rentenversicherungen, Bausparverträge, aber auch Unternehmensbeteiligungen, Immobilien oder Börsentermingeschäfte. Um kompetente Empfehlungen oder Warnungen aussprechen zu können, verfolgen Anlageberater die Entwicklungen auf den Geld- und Kapitalmärkten.

Was verdienen Anlageberater in …durchschnittliches Jahresbruttogehalt
Frankfurt61.129 €
München52.280 €
Hamburg49.933 €
Berlin54.272 €
Köln47.193 €
Ostdeutschland ohne Berlin30.605 €
Schweiz111.365 €
Luxemburg66.929 €

Die meisten Anlageberater sind Bankkaufleute mit entsprechender Zusatzausbildung oder Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studienrichtungen mit bankwirtschaftlicher Ausrichtung. Vorausgesetzt wird in jedem Fall Berufserfahrung, denn die Empfehlungen und Entscheidungen von Anlageberatern erfordern neben Wissen auch Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

Topgehälter in Frankfurt

Die Hälfte aller Anlageberater erhält nach PersonalMarkt-Auswertung Prämien. Dieser variable Anteil macht zwischen 10 bis 20 Prozent des Gehalts aus. Die Gehälter von Anlageberatern fallen dennoch sehr unterschiedlich aus. Am besten verdienen Anlageberater in Frankfurt, nämlich durchschnittlich 61.000 Euro jährlich. Darin enthalten sind sämtliche variable und nichtvariable Anteile. Es folgen die Städte Berlin (54.000 Euro) und München (52.000 Euro). Deutlich weniger verdienen Anlageberater in Ostdeutschland (ohne Berlin): Hier liegt das durchschnittliche Jahresbruttogehalt bei rund 30.600 Euro jährlich. Der Blick über die Grenze zeigt, dass die Gehälter von deutschen Anlageberatern geradezu bescheiden daherkommen: In der Schweiz beispielsweise verdienen Anlageberater durchschnittlich rund 111.000 Euro jährlich. In Luxemburg liegt das durchschnittliche Gehaltsniveau bei rund 67.000 Euro.

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