Startseite

Angestellte scheitert mit 500.000-Euro-Klage

Im Prozess um die Rekordforderung von fast 500.000 Euro Schadenersatz wegen Diskriminierung hat die Klägerin eine Niederlage erlitten. Die Richter sprachen ihr lediglich gut 10.000 Euro zu. Die türkischstämmige Angestellte fühlte sich wegen ihrer Herkunft und ihres Geschlechts diskriminiert.

Eine türkischstämmige Versicherungsberaterin ist mit ihrer Rekordforderung von fast 500.000 Euro Schadenersatz wegen Diskriminierung zunächst gescheitert. Das Arbeitsgericht Wiesbaden wies am Donnerstag die Klage überwiegend ab und sprach ihr nur 10.818 Euro wegen Einkommenseinbußen zu.

Die Frau will von ihrem Arbeitgeber, der Versicherung R+V, 433.900 Euro als Ausgleich für Einkommenseinbußen und mindestens 43.270 Euro Schmerzensgeld erstreiten. Es ist die höchste bisher in Deutschland verhandelte Summe nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungs-Gesetz. Die Klägerin und ihre Anwälte kündigten an, als nächste Instanz das hessische Landesarbeitsgericht anzurufen.

Die Versicherungsberaterin aus Saulgau in Oberschwaben hatte sich benachteiligt gefühlt, weil R+V ihre Stelle wegen ihrer Schwangerschaft an einen Nachfolger vergeben hatte. Der wurde nach Darstellung der Frau auch noch besser bezahlt. Sie selbst war auf einen schlechter dotierten Posten versetzt worden. Das Gericht erklärte die Versetzung für nichtig, sie sei eine "Benachteiligung der Klägerin aufgrund ihrer Mutterschaft und damit wegen ihres Geschlechts".

Die Frau fühlte sich auch als geborene Türkin benachteiligt. Dem folgte das Gericht nicht. Es legte der Klägerin die Prozesskosten auf. Bei dem Streitwert von knapp einer halben Million Euro betragen allein die Gerichtskosten etwa 5900 Euro, dazu kommen die Anwaltskosten. In dem seit Februar in Wiesbaden verhandelten Prozess hatten die Vertreter von R+V stets erklärt, die Klägerin sei weder als Frau noch als Nichtdeutsche benachteiligt worden.

Bei ihrer Schadenersatzforderung hatte die Frau die jährlich erzielbaren Provisionen auf der alten und der neuen Stelle verglichen und den Unterschied bis zu ihrer Pensionierung hochgerechnet. Diese Schadensberechnung kommt für das Gericht "nicht in Betracht". Der Frau stünden lediglich drei Bruttogehälter in Gesamthöhe von 10.818 Euro zu.

DPA/DPA

Kommentare (0)

    Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

    Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
    Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
    Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
    Klar
    Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

    Partner-Tools