10. September 2012, 12:20 Uhr

Ein Fünftel aller Beschäftigten arbeitet für Niedriglöhne

Taxifahrer, Frisöre, Kellner: Vor allem diese Arbeitnehmer müssen in Deutschland mit niedrigen Löhnen auskommen. Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Zahl der Geringverdiener immer weiter an.

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Friseur-Azubis in Berlin: Die Schere zwischen den untersten und den höchsten Einkommen ist weiter auseinandergegangen©

In Deutschland arbeitet ein Fünftel der Beschäftigten (20,6 Prozent) für Niedriglöhne. Die Niedriglohngrenze lag 2010 bei 10,36 Euro brutto in der Stunde. "Niedriglohn heute bedeutet niedrige Rente morgen", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, am Montag bei der Bekanntgabe einer neuen Erhebung in Berlin. 2006 habe die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten noch bei 18,7 Prozent gelegen. Der Anstieg spiegele einen langfristigen Trend wider.

Niedriglöhne werden vor allem im Taxigewerbe, in Friseur- und Kosmetiksalons, im Reinigungsgewerbe sowie in der Gastronomie gezahlt.

Egeler wies darauf hin, dass die Lohnspreizung zwischen den untersten und höchsten Einkommen weiter zugenommen hat. Mit dem Zuwachs der Niedriglohnempfänger sei auch ein Anstieg der atypischen Beschäftigung - etwa in Form von Minijobs oder Zeitarbeit – einher gegangen.

In der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Niedriglohngrenze von 10,36 Euro sind die Einkommen der Arbeitnehmer von Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten nicht enthalten. Diese machen etwa ein Fünftel aller abhängig Beschäftigten aus.

jar/DPA
 
 
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