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Von Marketing bis IT: Was Frauen und Männer in Büro-Jobs verdienen

Weibliche Fach- und Führungskräfte verdienen im Schnitt zwar weniger als ihre männlichen Pendants. Allerdings: In bestimmten Jobs werden Frauen nicht so stark abgehängt, wie eine Auswertung von Stepstone zeigt.

Studie über Gender Pay Gap zum Equal Pay Day

Die "Gender Pay Gap", also die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern, ist zum Equal Pay Day wieder ein diskutiertes Thema

In dieser Woche wird die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen wieder Thema, denn am 19. März ist Equal Pay Day. Das bedeutet: Von Beginn des Jahres bis zu diesem Datum arbeiten Frauen theoretisch umsonst, wenn man die im Schnitt um 22 Prozent schlechtere Bezahlung in Arbeitstage umrechnet. Laut einer Studie der Online-Jobbörse Stepstone ist die Gehaltslücke sogar noch größer, wenn man sich allein Fachkräfte anguckt. Für Fach- und Führungskräfte hat das Portal eine durchschnittliche Einkommensdifferenz von 29 Prozent ermittelt.

Die gute Nachricht für Frauen ist: Es gibt durchaus Berufsfelder, in denen Frauen ebenfalls hohe Gehälter erzielen und die Lücke zu den Männern deutlich kleiner ist, wie ein Blick in die Daten zeigt. So erzielen weibliche Fachkräfte in der IT-Branche annähernd so hohe Gehälter wie Männer - im Schnitt sind es nur 7 Prozent weniger. Auch für Ingenieure und technische Berufe ist der Rückstand mit 13 Prozent unterdurchschnittlich. 

Grafik zu Gender Pay Gap kurz vor dem Equal Pay Day

Ähnlich sieht es im Personalwesen (14 Prozent Differenz) und im Feld Finance und Controlling (17 Prozent) aus. "Wo die Nachfrage nach hoch qualifizierten Fachkräften steigt, entwickeln sich auch die Gehälter positiv. Von dieser Tendenz, die wir im gesamten Fachkräftemarkt beobachten, scheinen auch weibliche Fachkräfte zu profitieren", sagt Stepstone-Geschäftsführer Sebastian Dettmers.

Bereinigte Gehaltslücke dürfte kleiner sein

Für die Gehaltsstudie befragte Stepstone mehr als 50.000 Fach- und Führungskräfte. Bei den Zahlen handelt es sich um den unbereinigten Pay Gap. Das heißt: Faktoren wie unterschiedliche Qualifikation oder Berufserfahrung, die für einen Teil der Gehaltsunterschiede verantwortlich sind, sind nicht berücksichtigt. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Frauen zwar auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit weniger verdienen. Allerdings schrumpft die so bereinigte Lücke auf etwa ein Drittel des Bruttowertes - von 22 Prozent auf nur noch 7 Prozent.

Auch in den oben genannten Berufsfeldern dürfte der Gender Pay Gap tendenziell schrumpfen, wenn individuelle Faktoren berücksichtigt werden.

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