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Berlin ist pleite - Berlin lebt

Klar, die Hauptstadt ist ein Sanierungsfall: 50 Milliarden Euro Schulden, 312.000 Arbeitslose, eine Katastrophe. Aber auf den Trümmern wächst das Neue: Junge Kreative nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand.

Diese Stadt ist eine Zumutung. Ihre Straßen sind kaputt, ihre Schulen schlecht. Es riecht nach Hundekacke. Das Schwimmbad an der Ecke haben sie dichtgemacht, weil für so was schon lange kein Geld mehr da ist. Bei der Fahrt durch die selbst ernannte Metropole: hektargroße Industriebrachen, die still in der Frühsommersonne liegen. Ganze Hochhausblöcke - menschenleer. Überall Zeichen des Niedergangs, als sei diese Hauptstadt von einer seltsamen, leprösen Schwindsucht befallen.

An vielen Stellen einfach nur grandiose Leere: kein Blumenbeet, kein Spielplatz und kein Geschäft. Nichts. Nur Leere und Hundekacke und "Siggi’s Bierschwemme". An solchen Plätzen kann man schon ins Grübeln kommen: Ist das hier noch Berlin? Oder ist das schon Bukarest?

Dann wieder kleine heile Welten. Man kann am Gendarmenmarkt sitzen und Bier trinken und sich langsam wegträumen, nach Italien vielleicht - bis die resolute Kellnerin die Rechnung eintreibt: "Ham Se 's nich' kleiner? Dit is' hier keene Wechselstube!" Dann weiß man wieder: Das hier ist Berlin, unverwechselbar.

Berlin hat die höchsten Einnahmen aller Bundesländer

"Beware of the schnauze", warnt der "Economist" englischsprachige Touristen, die eine Reise in Deutschlands Hauptstadt planen. Sie kommen trotzdem. Elf Millionen Hotelübernachtungen zählten die Statistiker vergangenes Jahr in Berlin - mehr als in Hamburg oder München. Alle kommen. Trotz Schnauze und Hundekacke.

Was, um Himmels willen, ist das für eine Stadt? Thilo Sarrazin, der Finanzsenator, würde sagen: das Armenhaus Deutschlands. Ein Sanierungsfall, reif für den Konkurs: 312.000 Arbeitslose, defizitäre Opern und Krankenhäuser, dazu das Geldgrab der landeseigenen Bankgesellschaft. 50 Milliarden Euro Schulden. Sarrazin ist Volkswirt, er zieht mit einem kleinen Aktenköfferchen durch Volkshochschulen und Handwerkskammern und schildert den Ernst der Lage. "Berlin ist pleite", sagt Sarrazin, wenn er sein Köfferchen abgestellt hat. "Da braucht man nicht mal mehr ’nen Dreisatz zu." Von einem Steuer-Euro, den der Senator einnimmt, gehen 28 Cent direkt an die Banken, für Zinsen und Zinseszinsen. Er hat ja schon einiges erlebt, sagt Sarrazin, vorher war er immerhin Staatssekretär für Finanzen in Rheinland-Pfalz und sogar im Vorstand der Deutschen Bahn. Aber das hier ist neu.

Warum wird in Berlin jede Opernkarte mit 160 Euro bezuschusst, in München dagegen nur mit 100? Warum zahlt eine Familie mit einem Monatseinkommen von 2.900 Euro in Hamburg 364,14 Euro Kita-Gebühren, in Berlin aber nur 122,71? Die Berliner glauben, dass ihre Stadt arm dran ist, aber das stimmt nicht. Berlin nimmt dank üppiger Bundes- und Landeshilfen pro Kopf 5.213 Euro ein - mehr als das reiche Hamburg oder das auch nicht arme Bayern. Die Hauptstadt hat die höchsten Einnahmen aller Bundesländer.

Berlin: "Potemkinsche Hauptstadt ohne Substanz"

Aber sie lebt über ihre Verhältnisse - oder, um mit Sarrazin zu reden: "Die Einnahmen kümmern sich nicht um die Ausgaben, und das schon seit Jahren." Im Vergleich zu Berlin sei "der Staatshaushalt von Argentinien solide finanziert". Kein Mensch weiß, wie Deutschlands Hauptstadt jemals aus dieser Schuldenfalle herauskommen kann. Der Bundesfinanzminister hat kein Geld und ließ Berlin kühl abblitzen. Jetzt zieht die Stadt vors Bundesverfassungsgericht, um Hilfen einzuklagen, was Hans Eichel ganz recht ist. Bei einem positiven Bescheid müssen wenigstens auch die Bundesländer zahlen. Ähnlich dem Solidaritätszuschlag für den Osten werden wir wohl bald einen Extra-Beitrag abdrücken müssen, um Berlin zu entschulden - rein rechnerisch jeder Deutsche 608 Euro. Fast 60 Jahre nach dem Krieg ein neues "Notopfer Berlin". Unglaublich.

Ausgerechnet Berlin. Was haben sie uns nicht alles erzählt nach dem Fall der Mauer, all die Investoren, Stadtplaner und Metropolenträumer: Olympiastadt Berlin, Boomtown, fünf Millionen Einwohner, "Drehscheibe zwischen Ost und West", "größte Industriestadt zwischen Atlantik und Ural". Ganz dickes Ding.

Aber nichts davon ist wahr geworden. Zwar glitzert inzwischen der Potsdamer Platz in seiner ganzen synthetischen Architektenseligkeit. Reichstag und Brandenburger Tor sind hauptstadttauglich herausgeputzt, und in der Friedrichstraße tummeln sich die Spesenritter. Doch das ist Kulissenzauber: Die Stadt hat seit 1995 kein Wirtschaftswachstum mehr hervorgebracht, seit dem Fall der Mauer sind 300.000 Industriearbeitsplätze weggefallen. Bissig kürte die "Frankfurter Allgemeine" Berlin zur "Potemkinschen Hauptstadt ohne Substanz". Der Wirtschaftswissenschaftler Meinhard Miegel findet, die Stadt liege "sowieso am falschen Ort, zu weit östlich im märkischen Sand, umgeben von armen Dörfern".

Mit Kürzungsorgien spart Sarrazin

Tatsächlich ist das Berlin, von dem die Wirtschaftsförderer seit Jahren träumen, die dynamische Dienstleistungsmetropole mit mulitkulturellem Anstrich, Fantasterei geblieben. Boomtown Berlin? Eine Million Quadratmeter Gewerbefläche steht leer, 100.000 Wohnungen sind nicht vermietet. Und von wegen "Ost-West-Drehscheibe": Baden-Württemberg treibt mit Polen mehr Außenhandel als Berlin.

Am Ende ist aber auch das verfettete Berlin der Nachwendezeit, jene unnachahmliche Mischung aus westdeutscher Parteibuchwirtschaft und ostdeutscher Subventionsmentalität, in der bräsige CDU-Kiezkönige vom Schlage eines Peter Landowsky die Stadt fröhlich ruinieren konnten. So sehr hatte sich die staatliche (Parteibuch-)Wirtschaft in dieser Stadt breit gemacht, bis hin zu landeseigenen Bauernhöfen und einer staatlichen Porzellanmanufaktur, dass sogar der gelernte DDR-Bürger Gregor Gysi staunte, als er das Amt des Wirtschaftssenators übernahm. "Wohin ich meinen Fuß auch setzte", erinnert sich Gysi, "ich setzte ihn auf Volkseigentum."

Mit Kürzungsorgien spart Sarrazin, der Konkursverwalter, den sich jetzt gigantisch auftürmenden Schuldenbergen hinterher - für Berlin eine neue Erfahrung. Neun Schwimmbäder wurden schon zugemacht, einen der beiden Zoos würde der Finanzsenator am liebsten auch sofort schließen. Sarrazin steigt aus der Förderung für den sozialen Wohnungsbau aus, Eltern sollen künftig die Schulbücher ihrer Kinder mitbezahlen.

"Sollen sie doch streiken"

Überflüssige Angestellte im öffentlichen Dienst werden in "Stellenpools" zusammengefasst und müssen künftig Kindergärten renovieren oder die Mülltrennung überwachen. Zwar drohen die Funktionäre von Verdi schon mit Streik, doch Sarrazin bleibt cool. "Sollen sie doch streiken. Wenn Busfahrer und Lehrer streiken, muss ich sie nicht bezahlen. Dann spare ich noch mehr." Sogar auf die Unis geht der Mann los. Von 2006 an will Sarrazin den Berliner Hochschulen die Landeszuschüsse um 20 Prozent kürzen - das wären 250 Millionen Euro im Jahr. Schon droht die Humboldt-Universität mit einem Aufnahmestopp für Studienanfänger vom Wintersemester an.

Mit der kühlen Leidenschaft eines Käfersammlers beugt sich Sarrazin über dieses kaputte, überschuldete Gemeinwesen. Er pikst ab und zu in den Käfer und guckt nach: Krabbelt er noch? Und stellt dann jedes Mal fest: Ja, er krabbelt noch.

Ganz zu Anfang seiner Zeit in Berlin stand Sarrazin mit einer Autopanne an der Siegessäule. In der Nähe hockten zwei Polizisten im Streifenwagen und kauten auf Wurststullen. Der Herr Senator bat um Hilfe, aber die Beamten erklärten sich für nicht zuständig und kauten weiter. "Was für eine Stadt", sagte sich Sarrazin. "Schier unglaublich!" Irgendwann in dieser Zeit kaufte er ein Haus in Charlottenburg und holte seine Frau nach Berlin.

Hauptstadt der Verkehrsberuhigung

Manchmal möchte er einfach nur weg, dahin, wo die Menschen besser gekleidet und die Grünanlagen gepflegter sind. Aber dann bleibt er doch. Wahrscheinlich ist der Mann mit dem Aktenköfferchen der Faszination seines morbiden Gegenstandes längst erlegen. Wahrscheinlich ist es sogar so, dass er dieses Berlin inzwischen ziemlich liebt.

Natürlich marschiert Verdi, natürlich demonstrieren Studenten und Krankenschwestern, aber immer öfter staunt auch Sarrazin: Denn hinter den abgestandenen Protestritualen zeigt diese schrundige, abgelebte Stadt gerade jetzt ungeahnte, fast schon subversive Vitalität.

Edel sanierte Ladenflächen stehen leer. Also werden sie zum Billigpreis an junge Maler vermietet, die ihre Bilder ausstellen können, bis sich jemand findet, der mehr zahlt - was dauern kann. Für die Reparatur der Straßen fehlt das Geld - Schlaglochpisten werden von Amts wegen zu Tempo-30-Zonen erklärt, was Berlin bald zur Hauptstadt der Verkehrsberuhigung machen könnte, aber ganzen Wohnquartieren auch neues Straßenleben einhaucht. Sogar die allgegenwärtige Bürokratie, die die Stadt bis vor kurzem fest im Würgegriff hatte, kapituliert. Angesichts von Stellenstreichungen und Kürzungsplänen haben die Beamten andere Sorgen und lassen immer öfter Leine. Zwar gibt es noch Fälle von kafkaesker Absurdität wie der einer Charlottenburger Buchhändlerin. Die arme Frau wollte nur ein einfaches Schild an ihrem Laden anbringen und musste dafür einen Lageplan, zwei Bauzeichnungen und eine Baubeschreibung einreichen, dazu noch Unterschriften im Original vom Grundstückseigentümer, Bauherrn und Entwurfsverfasser sowie eine Vollmacht.

Berlin macht Schwächen zu Stärken

Doch andererseits schießen derzeit überall in Berlin "Freizeitheime" aus dem Boden, in denen junges Volk fröhliche Partys feiert. Die Bars firmieren als "eingetragener Verein" und brauchen daher keine Gaststättenkonzession. Unter dem Siegel der Gemeinnützigkeit verdienen viele inzwischen gutes Geld damit. Irgendwie nicht ganz legal - aber die behördlichen Aufseher gucken systematisch weg.

Ein seltsames Sozialexperiment ist im Gange in Deutschlands Hauptstadt, geboren aus der Not: Der Obrigkeitsstaat kollabiert und eröffnet ungeahnte Freiheiten. Sogar der "Wurstmaxe" im Stadtteil Wedding schöpft jetzt neue Hoffnung. Jahrelang traktierten die Behörden den Imbissbudenbesitzer, weil sein Stand 80 Zentimeter zu weit auf den Gehweg ragte, was niemanden störte, aber gegen die Vorschriften war. Jetzt will man "Wurstmaxe" endlich gewähren lassen - gegen Zahlung einer kleinen Gebühr, so viel Ordnung muss dann doch noch sein.

Merkwürdige Stadt, steht einfach auf und macht Schwächen zu Stärken. Sogar die jahrzehntelange Misswirtschaft bei der staatlichen Wohnungsbauförderung wird zum Plus. Es gibt viel zu viel und deshalb billigen Wohnraum. Deshalb können sich junge Leute Berlin leisten - sie kommen in Massen. Eine halbe Million Menschen zogen seit 1989 in die Stadt, die meisten davon jung, flexibel, neugierig und abenteuerlustig. 40 Prozent aller Berliner sind unter 35. Viele von ihnen kommen, weil man sie hier in Ruhe lässt und nicht mit umfassender Staatsbegleitung betüdelt. "Jeder Berliner macht sich seine Stadt selbst", erkannte schon vor Jahren der Schriftsteller Sten Nadolny.

"Hier ist der Ort, wo was passiert"

Groß einmischen kann sich die Politik ohnehin nicht mehr. Vorbei die Zeit, als der Senat noch überlegte, angesichts des abflauenden Techno-Booms legendäre Clubs wie das "E-Werk" mit Staatsknete durchzufüttern. Ein subventioniertes Reservat jugendlicher Subkultur? Das kann sich Berlin nicht mehr leisten. Das "E-Werk" ist dicht. Ungelenk und lächerlich wirken auch alle Versuche städtischer Tourismusförderer, der Szene hinterherzuhecheln und etwa die überständige Love-Parade am Leben zu erhalten. Da tanzt nur noch die Jugend aus Herford oder Suhl - Berlin tanzt anderswo.

Eine neue Chance tut sich auf - ungeordnete Verhältnisse mitten in Deutschland. Keiner der jungen Modedesigner, Nachwuchsarchitekten, Plattenaufleger und Szene-Haarschneider, die hier ihre Nische suchen, erwartet mehr etwas von der öffentlichen Hand. Es macht sich eine illusionslose, fast schon italienisch anmutende Entflechtung zwischen Staat und jungen Kreativen breit. Man lebt in Parallelwelten - und Thilo Sarrazin stellt sich schon die Frage: "Gibt es überhaupt ein Gemeinwesen, das jemals visionär gesteuert wurde?" Selbstbescheidung - das ist neu für die Politik, gerade in Berlin, wo man mit pompösen Visionen und raumgreifenden Zukunftsentwürfen immer schnell bei der Hand war.

"Die wollen ja gar keine Subventionen", stellte das Stadtoberhaupt Klaus Wowereit kurz nach seiner Wahl verdutzt fest. "Die machen ihr Ding und wollen höchstens schnell mal 'ne Genehmigung." Unglaublich, aber wahr: Im vergangenen Jahr war das Interesse an öffentlicher Förderung so gering, dass das Land Berlin nicht mal alle Fördermittel des Bundes abrufen konnte.

Es sind Leute wie die drei Jungs von "Bread & Butter", die jetzt in Berlin ihre Chance suchen. Vor zwei Jahren starteten Wolfgang Ahlers, Kristyan Geyr und Karl-Heinz Müller in Köln ihre Streatwear-Messe - mit riesigem Erfolg. Aber Köln stagnierte, sie fühlten sich nicht wohl - und zogen 2003 mit der gesamten Messe nach Berlin. "Hier ist der Ort, wo was passiert", finden sie. "Hier sind die Leute kreativ, hier bewegt sich was, hier zieht jeder an, was er will: streetig und urban."

Ungeregelte Verhältnisse - die können sie in Berlin haben

16.000 Besucher aus der Modebranche lockten sie im Januar in die schöne alte Siemens-Kabelhalle nahe dem Flughafen Tegel. 270 Aussteller zeigten dort Hosen, Shirts und Sneakers. Die Großen von Levis bis Diesel waren dabei, aber auch viele "kleine, junge und hippe Firmen", so Müller. Ihnen bot man "Festivalstimmung mit guter Musik und anspruchsvollem Essen". Müller: "Wir sind Fashion-DJs, die die Sachen zusammenmischen." Für die Sommermesse im Juli mussten "Bread & Butter" bereits mehr als doppelt so viele Hersteller ablehnen, als sie zulassen konnten. Angepeilter Umsatz: fünf Millionen Euro.

Kleinteiliges, selbst organisiertes Wachstum von unten also - mit der Chance auf mehr. VW lässt seine Computerprogramme für Navigationsgeräte in Berlin machen, die Softwarefirma SAP hat ihre Mitarbeiterzahl in Berlin verdoppelt. Die hoch qualifizierten Tüftler stellen Ansprüche ans Umfeld, sie hassen die Provinz und hegen eine stille Verachtung für geregelte Verhältnisse. Ungeregelte Verhältnisse - die können sie in Berlin haben. "In solchen Konzernen sagen die Personalchefs: Nach Walldorf oder Wolfsburg kriege ich keinen von den richtig Guten", hat Klaus Wowereit festgestellt. "Also gehen sie mit ihren Kreativabteilungen nach Berlin."

Dass Berlin nun auch an seiner reichhaltigen Kultur- und Wissenschaftslandschaft rumkürzt, könnte sich da noch als verhängnisvoll erweisen - jedenfalls dann, wenn das Ganze in einem Kahlschlag endet. Ohne exzellente Schulen, renommierte Unis und gute Theater kommen auch die jungen Selbstverwirklicher nicht.

Der große Traum: ein eigenes Haus für Fotografie

"Einfach mutig ins kalte Wasser gesprungen" ist auch der Fotograf Stephan Erfurt. Er und seine beiden Freunde, der Designer Marc Naroska und der Architekt Ingo Pott, vermissten schmerzlich das längst angekündigte Berliner "Centrum für Fotografie". Wegen verschiedener Streitereien und Finanzprobleme der Berliner Kulturinstitutionen wollte es einfach nicht Realität werden. Die Folge: 80 Prozent aller großen und wichtigen Fotoausstellungen gingen an Berlin vorbei.

Weil die drei einfach keine Lust mehr hatten zu warten, bis andere endlich in Gang kommen, gründeten sie C/O Berlin. In der Linienstraße 144, nicht weit von der Museumsinsel und vom Bahnhof Friedrichstraße, gibt es nun auf drei Stockwerken feine Ausstellungen und Vorträge, Partys und Lounges, auf denen man sicher sein kann, Menschen aus der Foto-, Architektur- und Designszene zu treffen.

Der große Traum: in fünf oder sechs Jahren ein eigenes Haus für Fotografie zu bauen und zu einer richtigen Institution zu werden. Bisher größter Coup: Im schicken grün-blauen Veranstaltungsraum von C/O Berlin hielt der Baumeister Daniel Libeskind seinen einzigen Vortrag zur Bebauung von Ground Zero in New York - noch bevor er den Wettbewerb tatsächlich gewann.

"Finanzpolitik als schöpferische Zerstörung"

"Berlin wird die Metropole in Europa, daran glauben wir ganz fest", sagen die Macher der Streetwear-Messe. Das beste Zeichen: Amerikanische und japanische Modemacher finden Berlin aufregend und wichtig. Der Name "Bread & Butter" ist den dreien beim Frühstück eingefallen. "Einfach und gut, so wie Brot und Butter. Allerhöchstens darf noch ein bisschen Salz drauf - mehr braucht man nicht."

Mehr braucht man nicht - vielleicht ist das auch das Erfolgsrezept für die Hauptstadt. Am Ende könnte dann sogar Thilo Sarrazin, der brutale Kürzer und Sanierer, Recht bekommen - mit einer Vision, die er schon 1996 in einer Fachzeitschrift niederschrieb. Titel seines damaligen Aufsatzes: "Finanzpolitik als schöpferische Zerstörung."

Tilman Gerwien, Anja Lösel

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