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Eigentlich war Gerhard Schröders Rückzug aus der Regierung seit Tagen abzusehen und indirekt hat er es schon durchblicken lassen. Nun hat er es offiziell verkündet, die Reaktionen sind verhalten.
In der Chemie-Branche ist der erste große Tarifabschluss des Jahres perfekt: Die 550.000 Angestellten bekommen 3,6 Prozent mehr Geld plus eine Sonderzahlung. Der Abschluss wir erfahrungsgemäß auch die folgenden Tarifabschlüsse beeinflussen.
Und das zu keinem guten Zeitpunkt: Im Februar wird die Konjunktur einen weiteren Tiefpunkt und die Zahl der Arbeitslosen einen neuen Höchststand erreicht haben.
Er hat die richtige Tonlage getroffen, nun folgen die Streicheleinheiten: SPD-Chef Kurt Beck bekommt aus seiner Partei viel Lob und breite Rückendeckung. In einem stern-Interview hatte Beck eine Mittelstands-Offensive der Partei angekündigt.
Ein mächtiger Gewerkschaftsboss hat Spekulationen über die Wiederwahl von Ursula Engelen-Kefer zur DGB-Vizechefin eine Absage erteilt. Dabei äußerte er sich wenig charmant über das Alter der gewieften Taktikerin.
Mit scharfen Worten haben die Spitzenvertreter der Gewerkschaften auf ihrer Großkundgebung in Berlin mit Politikern und Wirtschaftsbossen abgerechnet - von "neoliberalen Meinungsmachern", "Profitgier" und "Kommando-Gesellschaft" war die Rede.
Benötigt Deutschland einen Mindestlohn? Und wie hoch soll der sein? Wissenschaftler haben jetzt die Erfahrungen anderer EU-Staaten untersucht - und fordern eindeutige Konsequenzen für die deutschen Stundenlöhne.
Auf einem Gewerkschaftskongress hat Gerhard Schröder direkt ausgesprochen, was seit Tagen kolportiert wurde: Dass er sich nach sieben Jahren als Kanzler aus dem Amt zurückziehen werde.
Angela Merkel will es, die Industrie will es und DGB-Chef Michael Sommer auch: Die Reanimation des gescheiterten "Bündnisses für Arbeit" - allerdings unter einem anderen Namen.
Politische Streiks von Gewerkschaften sind verboten. Dennoch hat der als gemäßigt geltende IG-BCE-Chef Hubertus Schmoldt nun damit gedroht - für den Fall, dass eine Unions-Regierung die Arbeitnehmerrechte zurückschneidet.
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