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Lieber Mathe als Germanistik

In welchen Studiengängen sind die Berufsaussichten besonders gut? Antworten liefert die stern-Job-Ampel. Besonders Frauen sollten umdenken und sich für naturwissenschaftliche Fächer bewerben.

  Studienbeginner in den Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau oder Informatik haben später besonders gute Aussichten auf einen lukrativen Job

Studienbeginner in den Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau oder Informatik haben später besonders gute Aussichten auf einen lukrativen Job

Wer heute Elektrotechnik, Maschinenbau oder Informatik studiert, braucht sich nach dem Abschluss keine Sorgen machen: Die Einstiegschancen sind nach der aktuellen Job-Ampel des stern großartig – bereits im Studium umwerben Personalchefs ihre angehenden Fachkräfte. Die Job-Ampel wurde vom stern gemeinsam mit dem Bildungswissenschaftler Michael Weegen von der Universität Duisburg-Essen entwickelt.

Frauen sind in Technikfächern die Ausnahme

Trotz glänzender Aussichten in den "MINT"-Studienfächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Frauen dort immer noch die Ausnahme – die renommierten Technikhochschulen in Deutschland bleiben Männerdomänen. Auch staatlich geförderte Initiativen oder der "Girls' Day" haben daran nichts geändert. In diesen Fächern ist nicht mal jeder zehnte Studierende weiblich. Marion Schick, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin der Deutschen Telekom, sagt im stern: "In vielen Köpfen ist der unsinnige Gedanke, dass Technik Männersache sei, fest verankert. Wir brauchen einen gesellschaftlichen Sinneswandel".

Frauen entscheiden sich weiterhin eher für Germanistik, Philosophie oder Erziehungswissenschaft. Doch abseits von beruflichen Nischen fällt hier der Einstieg ins Berufsleben schwer. Die Absolventenzahlen übersteigen die freien Stellen, und die Arbeitslosenzahlen sind in diesen Fächern bei den unter 35-Jährigen hoch, so die stern-Job-Ampel.

Arbeitslosenquote unter Akademikern kaum vergleichbar

Zwar liegt die Arbeitslosenquote unter Akademikern insgesamt bei gerade einmal 2,4 Prozent – doch dies ist nur ein Mittelwert. Die Chance, eine feste Stelle zu finden, unterscheidet sich von Branche zu Branche. "Die Aussichten für Bauingenieure und Soziologen sind beispielsweise überhaupt nicht vergleichbar", sagt Weegen.

Für die Job-Ampel hat der Leiter des Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA) an der Universität Duisburg-Essen drei Bereiche analysiert: Wie viele Absolventen drängen auf den Arbeitsmarkt? Wie ist die Altersstruktur der Erwerbstätigen, gehen viele in Rente? Und wie hoch ist die Zahl der Arbeitslosen – vor allem bei den unter 35-Jährigen? Daraus entstand ein Leitsystem, das die Aussichten für die 26 beliebtesten Studienfächer zeigt.

Katharina Grimm

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